Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
OK, das war jetzt gelogen. Das vegetarische Festmahl findet erst morgen statt. Mit dem Gemüse hatten wir’s bisher ja nicht so (ein bisserl wie der Fidler), außer halt als Beilage zu tierischem Protein. Wie das Thema der freiwilligen Selbstbeschränkung genau aufgekommen ist, weiß ich nicht mehr, aber nicht alle Gäste waren von der Idee begeistert. Manche allerdings schon, dem Ansinnen, doch gleich vegan zu kochen, habe ich mich aber aus prinzipiellen (geschmackspolitischen) Erwägungen verweigert.
Osterrezept ist sich keines ausgegangen, aber der nächste Karfreitag kommt bestimmt. Oder sollte ich das mit dem Fischessen mißverstanden haben? Egal, dieser schnell zubereitete gravad lax schmeckt zu jeder Jahreszeit. Wozu wurde der Eiskasten erfunden? Glücklicherweise brauchen wir unsere Fische nicht mehr im kühlen Sand am Strand zu vergraben.
Die Urfassung dieses Rezepts ist schon im Dezember des letzten Jahres entstanden, als mich meine Tante auf die Idee brachte, statt Räucherlachs doch selbstgebeizten Lachs zu servieren.
Eine Familienfeier diente uns als Vorwand, wieder einmal nach Frankreich zu fahren. So weit man halt kommt, ohne Graz zu verlassen: Bis zur Ecke Paulustorgasse/Karmeliterplatz. Und ja, man setzt in der Brasserie Santner schon mehr auf Wein, aber das mit der Brauerei wird ja auch in Frankreich selbst nicht mehr so eng gesehen.
Viel hat sich seit unserem ersten Besuch nicht verändert, außer der Speisekarte, und ich finde, das ist gut so. Noch immer wird als Gedeck Salzbutter aus der Normandie zum warmen Sauerteigbrot der Hofbäckerei Edegger serviert, noch immer gibt es drei, vier oder fünf Gänge nach Wahl um ca.
Begonnen hat alles ganz unschuldig. Daß Katharina Seiser die Zitrusexpertin unter den österreichischen Foodbloggerinnen und ‑bloggerin ist, haben wir ja schließlich schon vor ihrem Auftritt bei Andi & Alex gewußt. Als Katharina dann rechtzeitig vor dem Ende der Zitrussaison ihr reich bebildertes Rezept für Pomeranzenmarmelade nach Dan Lepard auf esskultur.at online gestellt hat, mußte ich zumindest pro forma nachfragen, ob man auch als Normalsterblicher irgendwie an das „Schönbrunner Gold“ kommen könnte.
Anfang November war es wieder einmal Zeit für ein Festmahl. Der Jagdsaison entsprechend hatten die Weinhauerin und ich uns auf das Motto „Wilder Abend“ geeinigt. Bei der Menüplanung blieben wir ganz traditionell (um nicht zu sagen: kulinarisch reaktionär). Der erste Gang sollte aus einer Pastete oder Terrine bestehen, danach ein Hirschragout mit Spätzle. Als pièce de résistance dann Rehfilet, rosa gebraten, mit dem ganzen altmodischen Brimborium: Rotweinbirnen, Preiselbeeren, Kroketten, Blaukraut.
Eigentlich hatte ich mir fix vorgenommen, diesmal gleich Notizen zu machen, aber dieses Vorhaben ereilte dasselbe Schicksal wie die meisten Neujahrsvorsätze.
DocSnyder wünscht sich sehnlichst das Nachspeisenrezept unseres Silvesterfestmahls. Natürlich erfüllen wir unseren Leserinnen und Lesern alle Wünsche, sogar außerhalb der Speisenreihenfolge Aufgrund meiner Vergeßlichkeit (statt am Vorabend wanderten die Espressobohnen erst am Vormittag des 31. Dezember in den Obers, wodurch die Mazeration erst nach den Austern und Hummer-Crostini abgeschlossen war) gibt es keine Bilder der Zubereitung.
Störender ist vermutlich der Umstand, daß eine wichtige Komponente, nämlich die Weinbrandweichseln, quasi als Convenience-Produkt verwendet werden.