Autor(inn)enarchiv: Frl. Kirschenkompott

Frl. Kir­schen­kom­pott ist Teil des Wis­sen­schafts­pro­le­ta­ri­ats und denkt beruf­lich über Land­schaf­ten nach. Ihre Lei­den­schaft gilt dem Rei­sen und (Suppe-)Essen.

Der André ist schuld

„Zitrone schmeckt mir bes­ser.“ Mit die­ser dahin­ge­sag­ten Klei­nig­keit brachte ich mich vor ein paar Wochen ziem­lich in die Bre­douille, als ich die Mar­me­la­de­glä­ser, die ich ich wäh­rend der ver­spä­te­ten Weih­nachts­fe­rien in der Resi­denz­stadt erhal­ten und als kuli­na­ri­sche Kurio­si­tä­ten in den cal­vi­ni­stisch Nor­den geschleppt hatte, auf­machte und mir die Mar­me­lade, aus Erman­ge­lung eines Brio­che­kip­ferls, zwangs­läu­fig auf ein Crois­sant schmie­ren mußte. 

Zitrone schmecke mir also bes­ser – als was denn nun – als Pome­ranze, und zwar die hei­lige Pome­ran­zen­mar­me­lade aus den fei­nen Früch­ten der Oran­ge­rie in Schön­brunn.

Die Lady in Shanghai

Es ist nun doch schon ein wenig her, Anfang Juni, als ich das Ver­gnü­gen hatte im Dien­ste der Wis­sen­schaft und Hoch­schul­zu­sam­men­ar­beit eine Woche in Shang­hai ver­brin­gen zu dür­fen. In der Haupt- und Resi­denz­stadt über einem kan­to­ne­si­schen Lokal woh­nend und mit­un­ter am Geruch der unver­meid­li­chen „gebacke­nen Bana­nen“ lei­dend (für die lohnt sich aller­dings eine Reise nach Mada­gas­kar: reif geern­tet und frisch frit­tiert am Markt und in Stra­ßen­kü­chen, schmecken sie dort wirk­lich zum Nie­der­knien), hat die chi­ne­si­sche Küche bei mir nicht unbe­dingt immer einen Stein im Brett. 

Essen am Markt und ent­lang der Straße oder gekauft aus dem Bus­fen­ster ist für mich eine der besten Arten, loka­les Essen ken­nen­zu­ler­nen.