Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
Unsere Italienische Reise liegt immer weiter zurück und ich habe immer noch nicht alle Rezepte eingestellt. Ein Beitrag pro Monat ist definitiv zu wenig – außerdem naht schon bald das nächste Festmahl (der Jahreszeit entsprechend mit viel wildem Wild – näheres dazu nächste Woche). So kann’s also nicht weitergehen. Ich gelobe feierlich Besserung!
Die Weinhauerin bestand ja darauf, daß wir unbedingt zwei Hauptspeisen bräuchten, so von wegen Wettbewerb und so. Sechs Hühner sind dann aber auch für 20 (bzw.
So viel zu erzählen und so wenig Zeit. Ich bin zurück vom gestrigen Foodcamp und die Eindrücke schwirren immer noch wild in meinem Kopf herum. Wie es war? Voller Gegensätze. Chaotisch, aber in organisierter Art und Weise. Nur Katharina Seiser meldete sich spontan für eine zusätzliche Session über die neue nordische Küche, alle anderen waren vorausgeplant. Fast erwartbar haben sich alle Sessions etwas verspätet, unerwartet waren aber trotzdem früher als geplant im Kochsalon Wrenkh. Aber der Reihe nach!
Auch ich hatte ja eine Session zum Thema sous-vide vorbereitet.
Etwas mehr als eine Woche noch bis zum Foodcamp Vienna 2012. Ein Barcamp zum Themenkreis Essen und Kochen – also genau richtig für mich. Auch wenn ich dafür die eigentlich geplante Spansau auf der Almhütte auslassen muß. (Weil: Das nächste Schwein kommt bestimmt, wer aber weiß, ob es ein nächstes Foodcamp gibt?) Veranstaltet wird das Foodcamp Vienna übrigens von Daniela Terbu (Die Frühstückerinnen) und Nina Mohimi (FoodistenKitchn Gschichten). Die beiden haben in den letzten Wochen unter anderem unermüdlich und glücklicherweise erfolgreich nach Sponsoren gesucht, sonst wär sich’s mit meiner Anmeldung eh nicht mehr ausgegangen.
Ins alte Fabios wäre ich nie essen gegangen. Nicht mein Publikum, nicht mein Ambiente. Wenn man den Kritiken trauen darf, war beim Essen am Schluß auch vor allem der Anspruch an die Geldbörse hoch.
Zeit also für eine Neuerfindung: Sommerpause, Totalumbau, ein neuer Koch. Also nicht irgendeiner, sondern Joachim Gradwohl. Mein Interesse war also sofort geweckt, als letzte Woche eine Einladung zum „Vorkosten“ in der Mundschenk-Mailbox eintrudelte. Ganz sicher war ich mir natürlich nicht, was mich am Donnerstag da erwarten würde.
Letzten Samstag waren wir zum zweiten Mal in der Weinschenke in der Franzensgasse 11 in Margareten. Vormals als „Deutschkreutzer Weinschenke“ einer der letzten Branntweiner der Gegend, fällt die aktuelle Inkarnation recht deutlich in die Kategorie „Bobo-Lokal“. Aber bitte nicht falsch verstehen: In einem Blog wie diesem ist das kein abwertendes Epitheton!
Unser erster Besuch fiel in die Zeit kurz vor der Entstehung von Der Mundschenk & Compagnie. Kurz hatte ich schon damals überlegt, über das sehr beeindruckende Essen zu berichten – die etwas dürftigen iPhone-Bilder gaben dann den Ausschlag dagegen.
Nachdem uns der Gallier und der Haubentaucher den Mund wässrig gemacht haben, waren die Gärtnerin und ich Mitte August mit einem befreundeten Paar in der immer noch recht neuen Brasserie Santner in der Grazer Paulustorgasse. Wir wurden nicht enttäuscht.
Die Lage des Lokals mit einem wunderbaren Blick über den Karmeliterplatz ist ziemlich genial, hat aber einen minimalen Schönheitsfehler: Der Schanigarten ist zu klein. Das führt dazu, daß es erstens im Freien nur Zweiertischchen gibt (für ein franzöisches Lokal durchaus authentisch) und zweitens die Zweiertischchen alle belegt waren (unverzeihlich ;-)).
Oft geht bled. Da wartet man schon sehnsüchtig auf die schönen Photos vom letzten Festmahl und dann kommen sie ausgerechnet, während man auf Urlaub ist. Nachdem das Wetter nun aber keine Ausreden mehr bietet („Na, ich kann heut keinen Blog-Eintrag schreiben, am Pool könnte der Computer naß werden!“) beginne ich heute mit der ersten Etappe der Italienischen Reise. Ein italienisches Festmahl beginnt natürlich mit dem antipasto. Den sommerlichen Temperaturen Ende Juli angepaßt war das diesmal vitello tonnato.