Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
Nach dem großen Erfolg des ersten Foodcamps im letzten Jahr luden Dani Terbu und Nina Mohimi die versammelte Bloggerinnen- und Bloggerschar diesmal ins Palais Sans Souci. Diesmal war alles noch größer (von der Liste der Teilnehmenden bis hin zu den goodie bags, die diesmal einen Stabmixer von AEG enthielten!). Nachdem die Gärtnerin war diesmal auch mit war und ihre Erfahrungen als „Newbie“ bereits geschildert hat, beschränke ich mich hier auf die zahlreichen Photos und kurze Stichworte, die ich mir von den einzelnen Sessions gemacht habe.
Zu meiner eigenen Session („Fondkochen im Druckkochtopf“, mein Leib- und Magenthema sous-vide war diesmal ja schon vom Hauptsponsor besetzt) mögen andere mehr schreiben.
Eindeutig die schönste Location unserer kleinen Dinner-Serie. Jürgen und seine Frau Susanne wohnen im Grünen, mit Blick auf die Dächer der Stadt – und das Wetter spielte diesmal auch mit. Als deklarierter Fan des vorbereiteten Apéritifs gab es also als erstes einen West Indies Punch, den wir natürlich auf der Terrasse zu uns nahmen. Auch wenn der Punsch nur postmodern zum asiatischen Subtext des Abends paßt, ein schöner Beginn!
Das eigentliche Abendessen wurde dann im Wohnzimmer aufgetragen, dank der deckenhohen Fenster blieb die Aussicht aber großartig.
Gestern war ja schon das Finale unserer Abendessenserie bei Jürgen, aber bevor ich dazu komme, ist noch der Bericht von Claudias Essen vor zwei Wochen ausständig. Trotz eines kleinen Umwegs aufgrund mangelnder Ortskenntnis traf ich als erster ein und konnte la capocuoca so noch ein bißchen beim Kochen zuschauen.
Eigentlich wollte sie mich aber eh lieber aus der Küche scheuchen und was wäre besser dazu geeignet, als ein amaro aus der Bar? Für den eigentlich geplanten (später dann aber doch noch servierten) Hugo war es ja leider ein bißchen zu kalt.
Einkaufsbummel in Graz. Vorsichtshalber relativ früh, damit auch das Auto noch ein Platzerl findet. Nachdem heute das größte Kleinformat der Welt sein Stadtfest feierte, mußten wir auf Nummer sicher gehen. Relativ früh (also vor zehn) heißt auch: Vor dem Frühstück. Was liegt also näher, als das Nützliche mit dem Angenehmen zu verbinden und das französische Frühstück in der Brasserie Santner auszuprobieren?
Die Abendkarte hatten wir ja schon zweimal zu unserer großen Zufriedenheit durchprobiert (wobei das aktuelle Menü mit Taschenkrebstartare/Flußkrebs/Froschschenkel/Zitronengelée und Côte de bœuf/Rindswangerlragout/beef tartare/gefüllter Erdapfel – die Froschschenkel übrigens aus französischer Zucht, bevor es Proteste hagelt – sehr verlockend klingt, beim nächsten Grazbesuch planen wir einen Abend ein!).
Obwohl mein „geheimer“ Zwischengang eigentlich ganz einfach ist, bin ich mit dem Aufschreiben nicht mehr vor Chefbabes großem Abend fertig geworden. Daher zuerst ein paar Impressionen davon:
Der Apéritif aus Asti, Rosenwasser und Heidelbeeren (und einer Physalis) eröffnete das Menü. Mir persönlich war zwar das Rosenwasser eine Spur zu dominant, aber ich bin da auch sehr empfindlich. Insgesamt durchaus stimmig. Danach gleich das erste highlight: Spargel-Mango-Salat mit kurz gebratenem Lachsfilet als Gruß aus der Küche.
Meine Sauce Cumberland ist eine etwas freie Interpretation des Klassikers, die Rezepte sind zum Teil sehr unterschiedlich (mit Fond bzw. demi-glacé oder ohne, Rotwein oder Portwein oder …).
Es sollte ein „vollendetes Abendessen“ im Kreise von Kolleginnen und Kollegen aus der Foodblog-Szene werden, ganz wie in der (fast) gleichnamigen Sendung im deutschen Privatfernsehen. Also nicht ganz ganz, die Schlafzimmerschnüffelei des Originals hatten wir gleich von Anfang ausgeklammert. Muß ja nicht gleich das ganze Internet wissen, wie sauber (oder gerade nicht) unsere Küchen sind ;-).
Ursprünglich hätten es ja fünf Bloggerinnen und Blogger werden sollen, aber als es dann konkret wurde, hat sich das Feld etwas ausgedünnt.