Autor(inn)enarchiv: Die Gärt­ne­rin

Eva ist diplomierte Sprachwissenschafterin und begeisterte Hobbygärtnerin. Neben der Aufzucht von diversen Chili-Sorten gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Pflege feiner Küchenkräuter und exotischer Zimmerpflanzen - wenn sich beides vereinen lässt wie bei Kardamom, umso besser.

Den Tauben trotzend: Pesto, pluralistisch

Nach­dem unser Kräu­ter­ex­pe­ri­ment mit den neuen Kisterln letz­tes Jahr so gut ver­lau­fen ist, gab es die­ses Jahr selbst­ver­ständ­lich eine Wie­der­ho­lung. Und bis auf ein paar Details ist sie auch gelun­gen und die Ernte war zwar nicht so reich wie in einem Gar­ten, aber für unse­ren Ver­brauch ausreichend. 

Kisterl Nr. 1, auf der Haus­seite mit Nach­mit­tags­sonne, beinhal­tete diesmal 

Diese Zusam­men­stel­lung war, wie wir fest­stel­len muss­ten, nicht ganz ideal.

Kulinarisches Vollprogramm zum Geburtstag: Rent-a-Wrenkh

Let­zen Herbst hatte ich ja beim Koch­wett­be­werb-Event von Karl und Leo Wrenkh anläss­lich ihres neuen Koch­buchs mit­ge­macht, wobei meine Gruppe von der gestren­gen Jury zu den Sie­ge­rIn­nen gekürt wurde. 

Da nun im Mai mein Geburts­tag anstand, ent­schied ich mich, mei­nen Gewinn ein­zu­lö­sen: ein pri­va­tes Koch-Even­t/­Ca­te­ring für zehn Per­so­nen mit sechs selbst­ge­wähl­ten Spei­sen aus dem neuen Koch­buch. Ter­min­pla­nung, ‑reser­vie­rung und Menü­ab­spra­che funk­tio­nier­ten bestens – nach sorg­fäl­ti­ger Über­le­gung ent­schied ich mich für Pom­mes Fri­tes aus Süß­kar­tof­feln, Asia­ti­sches Filet, Gebra­tene Zucker­erb­sen mit Spros­sen, Kar­tof­fel-Schwarz­küm­mel-Samo­sas, Bre­to­ni­schen Fisch­ein­topf und als Des­sert eine Tarte Tatin.

FoodCamp: Episode IV

Nach der Ver­schie­bung ging es zu unser aller Freude Ende Novem­ber doch noch über die Bühne – das Food­Camp 2015, inzwi­schen ein alljähr­li­cher Fix­ter­min der Food­blog­ger­In­nen-Com­mu­nity. Nach­dem zwei Mal das Palais Sans Sou­cis in Wie­den der Schau­platz war, fan­den wir uns dies­mal im neu gegrün­de­ten Indoor-Markt „Markt­wirt­schaft“ in der Sie­ben­stern­gasse ein. Auch dies­mal hat­ten sich die Ver­an­stal­te­rin­nen Dani und Nina von der Coo­linary Society ein stim­mi­ges Kon­zept überlegt. 

Anders als bei den vor­an­ge­gan­ge­nen Food­Camps war es Nina & Dani heuer ein Anlie­gen, dass alle Teil­neh­me­rIn­nen bei allen Ses­si­ons dabei sein kön­nen.

Wildes Wettkochen im Wrenkh Vom Glück, gemeinsam zu essen

Eigent­lich sind ja Koch­wett­be­werbe nicht so wirk­lich meins. Weder zum Anschauen im TV, noch zum selbst Mit­ma­chen – schon gar nicht gegen die gan­zen talen­tier­ten Blogger/​innen der Wie­ner Foo­die-Szene. Anfang Okto­ber jedoch hat­ten Toni und Bene anläss­lich der Prä­sen­ta­tion von Leo und Karl Wrenkhs erstem Koch­buch eine kleine illu­stre Runde an Food-Blog­ger/in­nen in deren Koch­sa­lon zum Wett­ko­chen gela­den. Neben den Orga­ni­sa­to­rIn­nen waren auch wei­tere bekannte Gesich­ter wie Lisa (Fine­spitz), Kevin (The Ste­pford Hus­band) oder Clau­dia (La Capo­cu­oca) anzu­tref­fen.

Kräuter hegen und pflegen

Nach­dem die Begrü­nung unsere Fen­ster­bänke erfolg­reich ver­lau­fen ist, wol­len wir die grü­nen Schütz­linge natür­lich gut pfle­gen, damit die Ernte ent­spre­chend aus­fällt. Ganz so reich­lich wie in einem Gar­ten­beet oder in gro­ßen Blu­men­töp­fen auf einem Bal­kon wird sie sehr wahr­schein­lich nicht wer­den, aber gut genug, um immer wie­der ein­mal ein paar Blätt­chen oder Zweige abschnei­den zu können. 

Auf­grund der begrenz­ten Platz­ver­hält­nis­sen auf unse­ren Fen­ster­bän­ken haben wir vor­her über­legt, wel­che Kräu­ter wir auch wirk­lich in der Küche ver­wen­den möch­ten und dem­entspre­chend aus­ge­wählt.

Grün am Haus: Kräuter im Blumenkisterl

Schon vor ein paar Mona­ten bin ich nach Wien über­sie­delt. Nach­dem die dies­jäh­rige Chili-Armada lei­der nicht mit­kom­men konnte und sich somit in Graz in „Fremd­be­treu­ung“ befin­det, musste nach dem ersten Sied­lungs­stress fri­sches Grün her (auch wenn der Früh­ling und somit die Haupt­pflanz­zeit schon vor­bei sind). Da die Wie­ner Woh­nung lei­der kei­nen Bal­kon hat, blieb mir nur die Bepflan­zung der Fenstersimse. 

Abseits mei­ner Chi­lis bin ich auch ein gro­ßer Fan von fri­schen Kräu­tern. Sie ver­fei­nern fast jede Speise, von pikant bis süß.

Überraschungs-Eierfarben

Von Men­schen, die sich gesund­heits­be­wußt geben, ist oft zu hören, daß in Indu­strie­pro­duk­ten „lau­ter Che­mie“ drin­nen sei. Auch aus der Wer­bung ist das Schlag­wort „Ohne Che­mie!“ nicht mehr weg­zu­den­ken. Die alte Che­mie­leh­re­rIn­nen-Maxime „Che­mie ist alles und alles ist Che­mie!“ wird dabei geflis­sent­lich ignoriert. 

Wen wundert’s da, daß in den letz­ten Jah­ren alter­na­tive Fär­be­an­lei­tun­gen mit Pflan­zen­far­ben erfun­den oder wie­der­ent­deckt wer­den. Lei­der feh­len bei vie­len Anlei­tun­gen (jeden­falls abseits von Blogs) Fotos der Farb­er­geb­nisse.