Im Gärtopf: Karfiol nach indischer Art

Es gärt im Topf. Schuld sind Leu­co­no­s­toc mesen­te­ro­ides und seine Kum­pa­nen aus der Ord­nung der Milch­säu­re­bak­te­rien. Auf­ge­wach­sen bin ich mit ihnen nicht. Sieht man vom gele­gent­li­chen Sau­er­kraut zum Schweins­bra­ten ab, kam kein milch­sau­res Gemüse auf den Tisch. West­lich von St. Pöl­ten legt man in Essig ein. Salz­gur­ken kann ich immer noch nicht aus­ste­hen, weder die in Ruß­land noch ihre Ver­wand­ten vom Nasch­markt. Im Ver­gleich zu Essig­gur­ken fehlt in die Kna­ckig­keit sowohl in Säure wie Biß.

Kim­chi fand ich dage­gen immer schon super, seit mir das scharfe korea­ni­sche Kraut zum ers­ten Mal vor die Gabel gelau­fen ist (das muß wohl vor rund 10 Jah­ren gewe­sen sein, kurz nach der Über­sied­lung nach Wien). Und letz­tes Jahr hat mich dann Chris­toph Finks Salz­kür­bis beim „Salon Erde“ von AMA & FiBL schwer beein­druckt. Kann man das zuhause auch machen? Die Ret­tung nahte in Form des SFYN Meat & Eat Kim­chi. Der aus Ungarn stam­mende Kera­mi­ker Janos Szabo erklärte uns die Tech­nik der Milch­säu­re­gä­rung und prä­sen­tierte nicht nur sein umfang­rei­ches Gär­to­pf­port­fo­lio, son­dern auch zahl­rei­che Kost­pro­ben von Bär­lauch bis zu roten Rüben. Das will ich auch machen!


Tamales costeños für Bushcooks Kitchen

Doro­thée fei­ert das drei­jäh­rige Blog-​Jubiläum von Bush­cooks Kit­chen mit viel Soul. Mit Soul food, um genau zu sein. Das trifft sich gut mit unse­rem mexi­ka­ni­schen Fest­mahl vom letz­ten Wochen­ende. Tama­les sind quasi die Inkar­na­tion der mexi­ka­ni­schen Seele. Die Taschen aus nixt­a­ma­li­sier­tem Mais­mehl, mit viel Schmalz und ganz unter­schied­li­chen Fül­len, wer­den meis­tens gedämpft. Als Hülle werden […]


Der André ist schuld

Zitrone schmeckt mir bes­ser.“ Mit die­ser dahin­ge­sag­ten Klei­nig­keit brachte ich mich vor ein paar Wochen ziem­lich in die Bre­douille, als ich die Mar­me­la­de­glä­ser, die ich ich wäh­rend der ver­spä­te­ten Weih­nachts­fe­rien in der Resi­denz­stadt erhal­ten und als kuli­na­ri­sche Kurio­si­tä­ten in den cal­vi­nis­tisch Nor­den geschleppt hatte, auf­machte und mir die Mar­me­lade, aus Erman­ge­lung eines Brio­che­kip­ferls, zwangs­läu­fig auf […]


Pick-​me-​up für die Ballsaison

Die heu­rige Ball­sai­son ist zwar schon (fast) zu Ende, aber auch vor dem Herings­schmaus am Ascher­mitt­woch leis­tet ein Pick-​me-​up mög­li­cher­weise gute Dienste. Nach­dem es neben Ber­ga­mot­ten bei Casa Caria auch wie­der etwas mehr Oran­gen sein durf­ten und ich die Scha­len kan­die­ren wollte, war dies­mal Gelée ange­sagt. Ein kla­res, das heißt trans­pa­ren­tes, Orangen-​Gelée wohl­ge­merkt. Man würde […]


#tierfreitag

Will­kom­men beim ers­ten #tier­frei­tag. Katha­rina Sei­ser hat die­sen Neo­lo­gis­mus letzte Woche geprägt und ich greife ihn gerne hier auf. Schon wäh­rend ihres vega­nen Selbst­ver­suchs habe ich kurz daran gedacht, das Schlag­wort „vegan“ hier im Blog zu akti­vie­ren („vege­ta­risch“ gibt es ja), aber ich habe es ange­sichts all des ideo­lo­gi­schen Bal­lasts, den die­ser Begriff mit sich […]


migration culinaire #4: Georgien

Die von Hanni Rütz­ler und Wolf­gang Rei­ter gestar­tete Reihe migra­tion culi­n­aire ent­führt uns regel­mä­ßig in die unbe­kann­ten Wel­ten regio­na­ler Pri­vat­kü­chen. Nach einem Aus­flug in die Tür­kei und nach Ost­afrika (lei­der krank­heits­hal­ber ver­paßt) war im Okto­ber 2013 der (gar nicht so) ferne Kau­ka­sus an der Reihe: Georgien.


Blast from the Past: Pomeranzenessenz

Zu viele Pome­ran­zen übrig und die Mar­me­lade sta­pelt sich schon? Dann wird es Zeit für einen klei­nen Aus­flug in die Früh­ge­schichte der deutsch­spra­chi­gen Cock­tail–Lite­ra­tur. In „Die moder­nen Getränke“ beschreibt Franz Josef Beu­tel all die hip­pen Drinks und Milchmisch­ge­tränke der jeu­nesse dorée – des Jah­res 1911, wohl­ge­merkt. Das war noch die Zeit, als der bar­ten­der von […]


Bitter, nicht süß: Tomr’s Tonic

Der Gin & Tonic hat eine lange und glor­rei­che Tra­di­tion. Die fei­ne­ren Details der Zube­rei­tung die­ses Erfri­schungs­ge­tränks aus den Tagen des Bri­tish Empire sol­len ja schon man­che Freund­schaft zer­stört haben (Limette oder Zitrone? Gurke gar? Häre­ti­ker!). In den letz­ten Jah­ren sind auch immer mehr craft gins auf­ge­kom­men, die den Lieb­ha­be­rin­nen und Lieb­ha­bern des Gin & […]


Kısır – ein Festsalat

Letz­tes Jahr gab’s zu Sil­ves­ter Hum­mer und Aus­tern, zum Jah­res­wech­sel 20132014 haben wir uns auf ein low bud­get–Pro­gramm beschränkt: Was der Tief­küh­ler an hal­ben Ter­ri­nen (Kanin­chen, Reh) so aus­ge­spuckt hat, ein biß­chen anti­pasti misti die Tro­pea von Casa Caria. Dazu noch fast zehn Liter Erd­äp­fel­gu­lasch nach dem Rezept von Katha­rina Sei­ser und Mein­rad Neun­kirch­ner (ja, […]


Stefan Prieler verläßt die Brasserie Santner — (fast) ein Abschiedsessen

Ein­ein­halb Jahre gibt es die Bras­se­rie Sant­ner nun und in die­ser Zeit hat sich Küchen­chef Ste­fan Prie­ler vier­zehn Gault Mil­lau–Punkte und eine Haube erkocht. Lei­der hatte das Gra­zer Publi­kum mit Ger­not Sant­ners Kon­zept einige Schwie­rig­kei­ten. Von wegen zu kleine Por­tio­nen und so. Klar, wenn man à la carte ißt und sich auf Vor-​, Haupt– und […]