Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
Nach dem reduzierten Feiertagsprogramm gibt’s als ersten Eintrag des Jahres noch einen adventlichen Abstecher nach Graz – die versprochenen Fasanen benötigen doch noch ein bisserl mehr Ausarbeitung. (Und ja, das liegt hauptsächlich daran, daß ich ausgerechnet meine Notizen zur Pastete nicht mehr finden kann.) Mit „steirischen Tapas“ lockt das dem Hotel Weitzer angegliederte Restaurant „Der Steirer“ in die Belgiergasse. Nebenbei wird hier auch noch mit (steirischem, eh klar) Wein gehandelt, aber wir wollten uns kulinarisch auf das vorweihnachtliche Getümmel vorbereiten.
Unser reservierter Tisch liegt im Hinterzimmer, das über ein sehenswertes Gewölbe verfügt.
Eigentlicht sollte vor dem kommenden Fest ja schon das Rezept für die Fasanenpastete vom Wilden Abend online stehen. Die Technik hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vor einigen Tagen ist ja WordPress 3.5 erschienen und natürlich habe ich gleich auf diese Version aktualisiert. (Bis jetzt hat es bei WordPress-Updates noch nie größere Probleme gegeben.) Diesmal blöderweise schon. Nicht beim eigentlichen Update, aber der Mechanismus zum Hochladen von Bildern wurde stark modernisiert. Leider haben längst nicht alle Plugin-Autorinnen und ‑Autoren rechtzeitig vorgesorgt.
Nach den Schweinen aus der Hölle hatten wir uns eine Stärkung verdient. Zur Wahl standen zwei Lokale: Das Presshaus in Illmitz und das Gasthaus zur Dankbarkeit in Podersdorf. Die Wahl fiel uns nicht leicht – wir hatten in beiden in der Vergangenheit gut gegessen und auch der als Entscheidungshilfe herangezogene Gault-Millau führt beide Lokale mit identer Punktewertung. Schließlich gab die längere Zeitspanne, die seit unserem letzten Besuch in der Dankbarkeit verstrichen war, den Ausschlag.
Eigentlich hatte ich vor, ein Menü zu bestellen.
Der Seewinkel ist eine eigenwillige Landschaft: brettleben und zumindest aus der Sicht von Stadtmenschen eher spärlich besiedelt. An trüben Herbsttagen kann da leicht das Bedürfnis entstehen, sich zum Schutz vor der vielen Gegend in den eigenen Weinkeller zurückzuziehen. Über den verfügt im Seewinkel glücklicherweise eigentlich jede Familie – und manche wohl auch über mehrere davon. Natürlich leben nicht alle vom Weinbau, aber so ein bisserl nebenbei … Ein lohnendes Ziel für Rot- wie Süßwein-Afficionados.
Zum Abschluß eines italienischen Menüs gehört einfach ein dolce – mit einem sommerlichen Sorbet endet daher auch unsere Italienische Reise. Auch wenn der heurige Sommer nur noch eine ferne Erinnerung ist, möchte ich euch mein Eisrezept nicht vorenthalten.
Schon lange bevor ich eine Eismaschine mein eigen nennen konnte (kleiner Exkurs: eine Nemox Gelatissimo, gleiche Technik wie die kleinste „Profi“-Maschine von Nemox, die Gelato Pro 1700; zwar mit Plastikgehäuse, dafür aber um den halben Preis erhältlich), habe ich mich an einem Blutorangen-Campari-Parfait versucht, mit durchaus wohlschmeckenden Ergebnissen.
Ich bin ein bißchen hinten nach. Krankheitsbedingt und so. Und weil doch viel zu tun war für unseren Wilden Abend, der gestern stattgefunden hat. Saisonal passend, nachhaltig und geplanterweise eigentlich locavore. Daß die Fasane dann doch ein bisserl weit geflogen sind (UK), ist mir erst heute auf einem Photo aufgefallen. Das muß ich kommende Woche noch mit meinem Fleischhauer besprechen. Jetzt heißt es aber erst einmal Aufarbeiten!
Olivenöl …
Vor ein paar Wochen war ich auf Einladung von Conte DeCesare auf einer Olivenölverkostung mit Amadeus Löw.
Fleischhauer ist ein altmodischer Beruf. Nicht, daß es keine Maschinen gäbe, um die grobe Arbeit zu erleichtern. Aber der letzte Schnitt muß dann doch mit einem gut geschärften Messer gesetzt werden. Kein Automat kann die kundige Hand ersetzen, die den richtigen Muskel für ein saftiges Steak oder ein sämiges Gulasch aus einer geviertelten Kuh herausschält. Aber Hand aufs Herz, liebe Leserinnen und Leser, wo habt ihr euer letztes Schnitzel eingekauft? Ah, doch eines aus der Styroportasse? Aber ja, natürlich eh voll bio und so?