Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
Tiefschwarz sind sie inzwischen, meine Nüsse. Vor einem Monat waren sie noch grün. Traditionell vor oder um die Johannisnacht (24. Juni) gepflückt, sind grüne Walnüsse die Basis für allerlei wohlschmeckende Zubereitungen. Vin de noix, Nocino und wie die angesetzten Liköre und Schnäpse da alle heißen, sind doch eher nichts für Kinder. Schwarze Nüsse hingegen – auch wenn sie sich im Titel dieses Beitrags nicht so anhören mögen – hingegen schon. Zum Beispiel mit Vanille- oder Nußeis. Doch auch, wer nicht unbedingt zu den Naschkatzen zählt, wird schwarze Nüsse schätzen: Sowohl zu Käse wie zu Pasteten und Wildgerichten passen die eingelegten Walnüsse ganz vorzüglich!
Letztes Jahr habe ich mehr als einen Kilo grüne Nüsse vom Walnußbaum im Garten der Oma der Gärtnerin geerntet.
Während wir noch alle gespannt auf Gregors Bilder des letztwöchigen Festmahls warten (die Weinhauerin hat ihre schon abgeliefert, aber die große DSLR macht halt doch die besseren Photos) und dem für heute geplante Spanferkel nachtrauern (wetterbedingt auf September verschoben), wird es an der Zeit, daß ich meine vor einem Monat angekündigte Reportage über unseren Besuch im Beaulieu endlich nachreiche. An dieser Stelle muß ich mich auch gleich für die (hüstel) etwas durchwachsenen iPhone-Photos entschuldigen.
Am Wochenende hat die Gärtnerin ein paar Mitbringsel aus ihrem Garten zum Festmahl mitgebracht. Nachdem ich von der letzten Ernte noch genügend getrocknete Chilis vorrätig habe, sollen es diesmal kandierte Chilis werden. Die Idee dazu ist mir letztes Jahr zufällig gekommen, als nach dem Zubereiten von schwarzen Nüssen zwei ehemals getrocknete und nunmehr kandierte Chilischoten im Sieb zurückgeblieben sind. Ganz neu ist die Idee natürlich nicht, die einschlägigen chilihead-Foren sind voll von entsprechenden Rezepten.
Vorgestern waren die Frau Kirschenkompott, der Musiker und ich im Freyenstein. Trotz Vorbereitungstrubel für das Festmahl am Samstag, eine verschleppte Geburtstagseinladung (nein, diesmal war ich nicht der Eingeladene). Vorweg das Fazit: Um 39 Euro kann man in Wien schwer besser essen gehen.
Aus Zeitgründen beschränke ich mich im folgenden auf die Bilder und die Beschreibungen der Gänge aus der Tageskarte (die leicht erratische Rechtschreibung habe ich mir zu korrigieren erlaubt):
PS: Die Bäume im Gastgarten sind übrigens dicht genug, daß uns auch kurzzeitige Regenschauer nicht vertreiben konnten.
Neunzehn Leute sind diesmal angesagt. Also nächsten Samstag. Auch wenn eventuell noch wer kurzfristig ausfällt: Das ist ein neuer Rekord. Und gleichzeitig das Limit. Mehr Menschen zu verköstigen geht indoor privat einfach nicht (außer, es hat jemand gerade ein passendes Penthouse zu verschenken). Zum Glück bin ich für den Abend nicht allein verantwortlich!
Das Motto lautet diesmal „Italienische Reise“ (laut Wetterbericht auch wieder mit den dazu passenden sommerlichen Temperaturen).
Letzten Donnerstag war es wieder einmal soweit: Kochkurs bei Babette’s. Das Thema diesmal, passend zur Jahreszeit: „Sommerliche Tapas & Mezze“. Gleich vor Beginn gesteht mir Nathalie, daß die im Netz angekündigten „neuere[n] Kreationen der spanischen Avantgarde“ zu einem anderen Kurs gehört hätten und daher leider nicht im heutigen Programm mit dabei wären. Macht allerdings nichts, ich hatte diesen Satz aus der Kursbeschreibung schon längst wieder vergessen gehabt
Wir waren ein bisserl früh dran, aber bei einem Gläschen Szigeti-Frizzante wartet sich’s eh leicht.
Es ist nun schon wieder ein paar Wochen her, daß die Gärtnerin und ich zwei sehr gegensätzliche Lokale besucht haben: Das Wirtshaus Steirereck am Pogusch und das sehr französische Bistro Beaulieu in der Ferstel-Passage. Beide Male waren wir eingeladen, zumindest das Pogusch-Steirereck hätte sonst wohl nicht auf unserem Besichtungsplan gestanden. Was aber – trotz des eher heftigen Alpen-Disney-Dekors – ein Fehler gewesen wäre.
Leider war es trotz (oder wahrscheinlich eher wegen) des guten Wetters unmöglich, einen Platz auf der Terrasse zu bekommen.