Kategoriearchiv: Lokalbesuch

Frühstücken wie Gott in Frankreich

Ein­kaufs­bum­mel in Graz. Vor­sichts­hal­ber rela­tiv früh, damit auch das Auto noch ein Plat­zerl fin­det. Nach­dem heute das größte Klein­for­mat der Welt sein Stadt­fest fei­erte, muß­ten wir auf Num­mer sicher gehen. Rela­tiv früh (also vor zehn) heißt auch: Vor dem Früh­stück. Was liegt also näher, als das Nütz­li­che mit dem Ange­neh­men zu ver­bin­den und das fran­zö­si­sche Früh­stück in der Bras­se­rie Sant­ner aus­zu­pro­bie­ren?

Die Abend­karte hat­ten wir ja schon zwei­mal zu unse­rer gro­ßen Zufrie­den­heit durch­pro­biert (wobei das aktu­elle Menü mit Taschenkrebstartare/​Flußkrebs/​Froschschenkel/​Zitronengelée und Côte de bœuf/​Rindswangerlragout/​beef tar­tare/​gefüllter Erd­ap­fel – die Frosch­schen­kel übri­gens aus fran­zö­si­scher Zucht, bevor es Pro­te­ste hagelt – sehr ver­lockend klingt, beim näch­sten Graz­be­such pla­nen wir einen Abend ein!).

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Zurück in Frankreich: Brasserie Santner, Graz

Eine Fami­li­en­feier diente uns als Vor­wand, wie­der ein­mal nach Frank­reich zu fah­ren. So weit man halt kommt, ohne Graz zu ver­las­sen: Bis zur Ecke Paulustorgasse/​Karmeliterplatz. Und ja, man setzt in der Bras­se­rie Sant­ner schon mehr auf Wein, aber das mit der Braue­rei wird ja auch in Frank­reich selbst nicht mehr so eng gese­hen.

Viel hat sich seit unse­rem ersten Besuch nicht ver­än­dert, außer der Spei­se­karte, und ich finde, das ist gut so. Noch immer wird als Gedeck Salz­but­ter aus der Nor­man­die zum war­men Sauer­teig­brot der Hof­bäcke­rei Edeg­ger ser­viert, noch immer gibt es drei, vier oder fünf Gänge nach Wahl um ca. 40, 50 oder 60 Euro (zum Grund­me­nü­preis von 29,90÷39,50÷49,00 Euro kom­men je nach Aus­wahl bei ein oder zwei Gerich­ten sup­plé­ments hinzu).

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Herbstimpressionen aus dem Freyenstein

Nach unse­rem Erst­ver­such im Juli sind das Fräu­lein Kir­schen­kom­pott, der Musi­ker und ich im Okto­ber erneut im Frey­en­stein ein­ge­fal­len. Dies­mal mit der Wein­haue­rin im Schlepp­tau, schließ­lich war es ihr Geburts­tags­es­sen. Und sozu­sa­gen vor­an­ge­kün­digt, weil ein­ein­halb Wochen vor­her die Prä­sen­ta­tion von des neuen Koch­buchs von Mein­rad Neun­kirch­ner und Katha­rina Sei­ser in der Buch­hand­lung Frick statt­ge­fun­den hatte.

Eigent­lich hatte ich mir fix vor­ge­nom­men, dies­mal gleich Noti­zen zu machen, aber die­ses Vor­ha­ben ereilte das­selbe Schick­sal wie die mei­sten Neu­jahrs­vor­sätze. Nicht ein­mal den Wein hab ich mir notiert!

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Tapas beim Steirer

Nach dem redu­zier­ten Fei­er­tags­pro­gramm gibt’s als ersten Ein­trag des Jah­res noch einen advent­li­chen Abste­cher nach Graz – die ver­spro­che­nen Fasa­nen benö­ti­gen doch noch ein bis­serl mehr Aus­ar­bei­tung. (Und ja, das liegt haupt­säch­lich daran, daß ich aus­ge­rech­net meine Noti­zen zur Pastete nicht mehr fin­den kann.) Mit „stei­ri­schen Tapas“ lockt das dem Hotel Weit­zer ange­glie­derte Restau­rant „Der Stei­rer“ in die Bel­gier­gasse. Neben­bei wird hier auch noch mit (stei­ri­schem, eh klar) Wein gehan­delt, aber wir woll­ten uns kuli­na­risch auf das vor­weih­nacht­li­che Getüm­mel vor­be­rei­ten.

Unser reser­vier­ter Tisch liegt im Hin­ter­zim­mer, das über ein sehens­wer­tes Gewölbe ver­fügt.

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Zur Dankbarkeit, im Wirtshaus

Nach den Schwei­nen aus der Hölle hat­ten wir uns eine Stär­kung ver­dient. Zur Wahl stan­den zwei Lokale: Das Press­haus in Ill­mitz und das Gast­haus zur Dank­bar­keit in Poders­dorf. Die Wahl fiel uns nicht leicht – wir hat­ten in bei­den in der Ver­gan­gen­heit gut geges­sen und auch der als Ent­schei­dungs­hilfe her­an­ge­zo­gene Gault-Mil­lau führt beide Lokale mit iden­ter Punk­te­wer­tung. Schließ­lich gab die län­gere Zeit­spanne, die seit unse­rem letz­ten Besuch in der Dank­bar­keit ver­stri­chen war, den Aus­schlag.

Eigent­lich hatte ich vor, ein Menü zu bestel­len. Manch ein Koch hat das Menü für tot erklärt, aber mir sind viele kleine Häpp­chen lie­ber als wenige große Gerichte.

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Fabios Wohnzimmer

Ins alte Fabios wäre ich nie essen gegan­gen. Nicht mein Publi­kum, nicht mein Ambi­ente. Wenn man den Kri­ti­ken trauen darf, war beim Essen am Schluß auch vor allem der Anspruch an die Geld­börse hoch.

Zeit also für eine Neu­erfin­dung: Som­mer­pause, Total­um­bau, ein neuer Koch. Also nicht irgend­ei­ner, son­dern Joa­chim Grad­wohl. Mein Inter­esse war also sofort geweckt, als letzte Woche eine Ein­la­dung zum „Vor­ko­sten“ in der Mund­schenk-Mail­box ein­tru­delte. Ganz sicher war ich mir natür­lich nicht, was mich am Don­ners­tag da erwar­ten würde. Womög­lich der große Medi­en­zir­kus mit den ein­schlä­gi­gen Ada­beis, alle auf Bussi-Bussi?

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Mundschenk in der Weinschenke

Letz­ten Sams­tag waren wir zum zwei­ten Mal in der Wein­schenke in der Fran­zens­gasse 11 in Mar­ga­re­ten. Vor­mals als „Deutsch­kreut­zer Wein­schenke“ einer der letz­ten Brannt­wei­ner der Gegend, fällt die aktu­elle Inkar­na­tion recht deut­lich in die Kate­go­rie „Bobo-Lokal“. Aber bitte nicht falsch ver­ste­hen: In einem Blog wie die­sem ist das kein abwer­ten­des Epi­the­ton!

Unser erster Besuch fiel in die Zeit kurz vor der Ent­ste­hung von Der Mund­schenk & Com­pa­gnie. Kurz hatte ich schon damals über­legt, über das sehr beein­druckende Essen zu berich­ten – die etwas dürf­ti­gen iPhone-Bil­der gaben dann den Aus­schlag dage­gen.

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc