Der Küchenmeister arbeitet als Informatiker und dilettiert in seiner Freizeit am Herd und Zirkulator. Seit einigen Jahren gilt sein besonderes Interesse den modernen Küchentechniken.
Nun also der #tierfreitag (die verschiedenen Lesarten findet ihr bei Katharina). Damit werden hier in Zukunft alle rein pflanzlichen Rezepte gekennzeichnet.
Die von Hanni Rützlerund Wolfgang Reitergestartete Reihe migration culinaireentführt uns regelmäßig in die unbekannten Welten regionaler Privatküchen. Nach einem Ausflug in die Türkeiund nach Ostafrika (leider krankheitshalber verpaßt) war im Oktober 2013 der (gar nicht so) ferne Kaukasus an der Reihe: Georgien.
Wie üblich gab es als erstes eine kurze Einführung und Vorstellung des Teams durch Wolfgang Reiter: Mañana Ninidze und Tamara Agiashvili zeichneten für uns leibliches Wohl verantwortlich während Merab Ninidze und Tatjana Alexander für georgische Literatur lesen würden.
Dann wurden auch schon die ersten Speisen aufgetragen:
Zu viele Pomeranzen übrig und die Marmelade stapelt sich schon? Dann wird es Zeit für einen kleinen Ausflug in die Frühgeschichte der deutschsprachigen Cocktail-Literatur. In „Die modernen Getränke“ beschreibt Franz Josef Beutel all die hippen Drinksund Milchmischgetränke der jeunesse dorée– des Jahres 1911, wohlgemerkt.
Das war noch die Zeit, als der bartendervon Welt seine liqueursselbst zu mischen pflegte. Und dazu benötigte er (die erste Frauenbewegung kam erst langsam auf Touren) allerlei Essenzen und Tinkturen als Basisprodukte.
Der Gin & Tonichat eine lange und glorreiche Tradition. Die feineren Details der Zubereitung dieses Erfrischungsgetränks aus den Tagen des British Empiresollen ja schon manche Freundschaft zerstört haben (Limette oder Zitrone? Gurke gar? Häretiker!). In den letzten Jahren sind auch immer mehr craft ginsaufgekommen, die den Liebhaberinnen und Liebhabern des Gin & Tonicfeinere und vor allem unterschiedlichere Aromen und Geschmacksnoten versprechen. Doch was ist mit der mengenmäßig viel wichtigeren Komponente, dem Tonic?
Letztes Jahr gab’s zu Silvester Hummer und Austern, zum Jahreswechsel 2013/2014 haben wir uns auf ein low budget-Programm beschränkt: Was der Tiefkühler an halben Terrinen (Kaninchen, Reh) so ausgespuckt hat, ein bißchen antipasti misti die Tropeavon Casa Caria. Dazu noch fast zehn Liter Erdäpfelgulasch nach dem Rezept von Katharina Seiser und Meinrad Neunkirchner (ja, aus je fünf Kilo Erdäpfel und Zwiebeln). Nachdem das doch alles eher üppig war, haben wir natürlich noch einen schön sauren Salat dazu gebraucht.
Eineinhalb Jahre gibt es die Brasserie Santnernun und in dieser Zeit hat sich Küchenchef Stefan Prieler vierzehn Gault Millau-Punkte und eine Haube erkocht. Leider hatte das Grazer Publikum mit Gernot Santners Konzept einige Schwierigkeiten. Von wegen zu kleine Portionen und so. Klar, wenn man à la carteißt und sich auf Vor‑, Haupt- und Nachspeise beschränkt, mag da etwas dran sein. Nur dafür geht man doch nicht in ein Lokal dieser Liga? Die seit einigen Monaten vergrößerten Portionen verunmöglichen es, im Magen Platz für den Fünfgänger oder gar einen (geteilten!) Käsetellerzum Abschluß finden.
Und dann war’s schon wieder vorbei. Vor genau einer Woche fand das letzte Abendessen unserer kleinen Dinner-Runde statt. Gastgeberin Bine von „Bine kocht!“hatte uns schon bei meinem Ganslessen eine Woche vorher mit personalisierten Einladungen überrascht: Vintage Asiawar also angesagt. (Mein eigenes Menü wird nicht ganz ausgelassen, keine Sorge, aber perfektionistisch wie üblich möchte ich natürlich auch die Herstellung angemessen dokumentieren, weil special circumstancesund so … ich bitte daher die geneigte Leserinnen- und Leserschaft noch ein bißchen Geduld mit mir zu haben.)