Kategoriearchiv: Potpourri

Häppchenweise bei Babette’s

Letz­ten Don­ners­tag war es wie­der ein­mal soweit: Koch­kurs bei Babette’s. Das Thema dies­mal, pas­send zur Jah­res­zeit: „Som­mer­li­che Tapas & Mezze“. Gleich vor Beginn gesteht mir Natha­lie, daß die im Netz ange­kün­dig­ten „neuere[n] Krea­tio­nen der spa­ni­schen Avant­garde“ zu einem ande­ren Kurs gehört hät­ten und daher lei­der nicht im heu­ti­gen Pro­gramm mit dabei wären. Macht aller­dings nichts, ich hatte die­sen Satz aus der Kurs­be­schrei­bung schon längst wie­der ver­ges­sen gehabt

Wir waren ein bis­serl früh dran, aber bei einem Gläs­chen Szi­geti-Friz­zante war­tet sich’s eh leicht. Die Babette’s-Kochkurse sind ja grund­sätz­lich immer für zwölf Per­so­nen kal­ku­liert, mei­stens sind’s dann aber real ein biß­chen weni­ger.

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Von Wien nach Stambul III

Von der Wein­haue­rin kam kürz­lich der unge­fragte Rat­schlag, „mehr Bil­der, weni­ger Text“. Eigent­lich wollte ich ihn ja schon aus Prin­zip nicht befol­gen, aber da meine bei­den Istan­bul-Berichte bis­her nur je einen Vor- und Nach­mit­tag behan­delt haben, bleibt mir fast nichts ande­res übrig, wenn ich diese Woche noch zu unse­rem fischeln­den Fest­mahl kom­men möchte. Das chro­no­lo­gi­sche For­mat hat also aus­ge­dient, hier gibt’s nur noch the­ma­tisch grup­pierte Bil­der. (Und halt doch noch ein bis­serl Text dazu, ganz kann ich’s nicht las­sen.)

Armada Terrace

Ein Hotel­re­stau­rant im drit­ten Stock (ja, in der Istan­bu­ler Alt­stadt kann das noch ganz oben sein!) mit phä­no­me­na­ler Aus­sicht auf die asia­ti­sche Seite der Stadt.

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Bild: Klaus Putzer

Feste fallen: Babette’s feierte Geburtstag

Das Babette’s ist wohl der net­te­ste Koch­buch­la­den Wiens. Seit nun­mehr zehn Jah­ren ver­sorgt das Team um Natha­lie Pern­stich Koch­buch-Jun­kies wie mich mit dem neu­esten Stoff. Auch wenn ich mich bei eng­li­schen Buch­ti­teln manch­mal den öko­no­mi­schen Zwän­gen beuge und beim satt­sam bekann­ten Inter­net-Buch­ver­sen­der bestelle: Weder bzgl. Sach­kennt­nis noch Charme hat der ein Lei­berl gegen das Babette’s. Und wenn man sich wie­der ein­mal Bücher­neu­k­auf­ent­zug ver­ord­net hat, gibt es trotz­dem einen, nein zwei gute Gründe hin­zu­schauen. Seit 2008 gibt es näm­lich getreu der Tag­line spice and books for cooks auch ein umfang­rei­ches und erst­klas­si­ges Gewür­zan­ge­bot (ins­be­son­dere am zwei­ten Stand­ort Am Hof).

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Von Wien nach Stambul II

Lei­der hat es mit der noch aus Istan­bul ver­spro­che­nen Fort­set­zung mei­nes kuli­na­ri­schen Rei­se­be­richts etwas län­ger gedau­ert. Eigent­lich wollte ich damit ja schon am Sonn­tag online gehen. Den Auf­be­rei­tungs- und Sich­tungs­auf­wand für die Pho­tos (und nicht zuletzt das Aus­sor­tie­ren der vie­len völ­lig unbrauch­ba­ren Auf­nah­men) habe ich ein­fach stark unter­schätzt. (OK, die Nach­wir­kun­gen einer Hoch­zeits­feier haben am Sonn­tag die Arbeits­ge­schwin­dig­keit auch nicht direkt erhöht ;-))

Wo war ich in mei­ner Erzäh­lung ste­hen geblie­ben? Ah ja, bei der Suche nach einem Fisch­lo­kal in Kara­köy (vor­mals Galata, aber so hei­ßen nur noch die Brücke und der Turm … der Fuß­ball­ver­ein zählt nicht wirk­lich).

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Von Wien nach Stambul

Kurz nach fünf ruft der Muez­zin zum ersten Mal. Der Gebets­ruf aus den etwas über 2500 laut­spre­cher­ver­stärk­ten Keh­len ver­schmilzt zu einem Tosen, das den Groß­stadt­lärm über­tönt. Auch an mei­nem drit­ten Tag in Istan­bul zei­gen sich meine Ohr­stöp­sel – anders als ich – davon unbe­ein­druckt.

Erst um acht Uhr beginnt mein Tag. Früh­stück im Hotel: Die Aus­wahl zwi­schen Oli­ven, ver­schie­de­nen (Frisch-)Käsen (inkl. einer Art Lip­tauer mit Kräu­tern), Halva und Honig­wa­ben auf der einen Seite respek­tive den warm­ge­hal­te­nen inter­na­tio­na­len Ver­ir­run­gen Brat­wür­stel, -erd­äp­fel und Rührei (keine Eier­speis!) auf der ande­ren Seite fällt nicht schwer.

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Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Im Anfang war das Fest

Die Stunde war schon fort­ge­schrit­ten nach einem üppi­gen Mahl, der Wein floß, wenn nicht in Strö­men, so doch reich­lich. Bis er irgend­wann nicht mehr floß.

Wer dann die Auf­for­de­rung an den für die Beschaf­fung der Früchte des Reb­stocks Zustän­di­gen – er, der Mund­schenk, möge doch bitte gefäl­ligst für Nach­schub sor­gen – aus­sprach, ist im Dun­kel jenes Abend ent­schwun­den. Ob der so Titu­lierte noch eine Fla­sche Wein in Reserve hatte, oder ob er sich auf die­sen Zuruf statt­des­sen der Whisky-Samm­lung des Gast­ge­bers wid­mete, ent­zieht sich eben­falls mei­ner Erin­ne­rung. Jeden­falls aber saßen wir nicht lange auf dem Trocke­nen.