Ausflug in den Kräutergarten

Der Eingang zum Genußgarten "Die Amtmann"
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc
Heute wurde die Gärtnerin von einer Freun­din, die eben­falls eine begei­sterte Hob­by­gärt­ne­rin ist, ein­ge­la­den, den Kräu­ter­gar­ten und Genuss­la­den „Die Amt­mann“ in Gam­litz zu besu­chen. Da es der­zeit am ange­nehm­sten ist, die Mit­tags­hitze eher zu ver­mei­den, machte ich mich dem­entspre­chend früh auf in die Süd­stei­er­mark. Gegen 10 Uhr kamen wir schließ­lich beim Kräu­ter­gar­ten an.

Schild "Minzenacker"
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc
Das Erste, was man danach sieht, ist der Auf­gang zum Hof­ge­bäude und zum Haupt­gar­ten, an des­sen Rand schon die ersten Pflan­zen wie Bal­drian und roter Son­nen­hut wach­sen. Folgt man die­sem Weg, kommt man zuerst in den Min­zegar­ten – für mich per­sön­lich gleich ein High­light des Besuchs. Viele Sor­ten, auch eher unbe­kann­tere Exem­plare wie z.B. Erd­beer­minze, Ana­nas­minze, Fei­gen­minze oder Nadel­minze wuchern hier eif­rig die Beete zu. Ein­zelne Blätt­chen abzu­p­fen und rie­chen natür­lich erlaubt. Neben jeder Pflanze oder Kraut steckt übri­gens ein klei­nes Info­schild in der Erde, sodass sich Besu­che­rin­nen und Besu­cher auch ohne Füh­rung zurecht­fin­den.

"Lavendelspirale" im Genußgarten "Die Amtmann"
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc
Ober­halb des Min­zegar­tens befin­det sich die „Laven­dels­pi­rale“ – lei­der war diese teil­weise schon abge­blüht. Um ihre volle Schön­heit zu bewun­dern, ist hier wohl ein Besuch im Früh­jahr rat­sam. Geht man dann wei­ter den Hügel hin­auf kommt man, vor­bei an ein paar jun­gen sel­te­nen Obst­bäum­chen, wie Kor­nel­kir­sche oder Mis­pel, zum Rosen­gar­ten. Die­ser ist eben­falls an einem Hang ange­legt. Das Beson­dere daran ist, dass hier Bul­ga­ri­sche Ölro­sen wach­sen, deren Blü­ten zur Her­stel­lung ech­ten Rosen­öls ver­wen­det wer­den. Lei­der hat­ten wir auch hier die Blüte (fast) ver­passt.

Der "Kräuterkrater" im Genußgarten "Die Amtmann"
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc
Aronia
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc Aronia
Das geheime Herz­stück des Gar­tens bil­det jedoch der soge­nannte „Kräu­ter­kra­ter“, wo eine Viel­falt von Küchen­kräu­tern amphi­thea­ter­ar­tig ange­legt wach­sen. Der Sinn der Sache ist angeb­lich, dass die Wärme bes­ser „ein­ge­fan­gen“ wird. An der tief­sten Stelle befin­det sich ein klei­ner Tüm­pel. Von den Kräu­tern die auf den „Stu­fen“ wach­sen, hat­ten es mir beson­ders die diver­sen Sal­bei­sor­ten ange­tan, wie Mus­ka­tel­ler-Sal­bei, Man­da­ri­nen-Sal­bei, drei­far­bi­ger Sal­bei (dun­kel­grün, beige und lila gespren­kelt) und noch so einige mehr. Eben­falls vor­han­den sind z.B. diverse Arten von Thy­mian, Majo­ran oder Melisse, aber auch Pflan­zen wie Aro­nia, Fette Henne oder Schwarze Malve, die am Rand des „Kra­ters“ ihr Plätz­chen bekom­men haben. Nicht feh­len in die­sem klei­nen Natur­pa­ra­dies darf auch das Bio­top, in dem sich diverse Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner tum­meln sol­len – jedoch muß man Glück haben um sie zu erblicken.

Der Name der Wirt­schaft stammt von der ehe­ma­li­gen Besit­ze­rin des Hofes, einer alten Frau, die dafür bekannt war immer mit ihrem alten Fahr­rad mit voll­be­pack­tem Anhän­ger unter­wegs zu sein und im gan­zen Ort nur „die Amt­mann“ genannt wurde. Ver­ewigt wurde sie im Logo des Betriebes. 

Marmeladengläser im Genußladen "Die Amtmann"
Bild: Die Gärt­ne­rin | mnd.sc
Neben dem Kräu­ter­gar­ten gibt es im Haus auch einen soge­nann­ten Genuss­la­den, wo eine kleine, aber feine Aus­wahl an selbst her­ge­stell­ten Pro­duk­ten wie Frucht­auf­stri­che und Gelees, Minz­zucker, Rosen­blü­ten­si­rup, ein­ge­legte Vogel­bee­ren, Kräu­ter­tee und Wein ver­kauft wer­den. Ich hab mich für einen Wein­berg­pfir­sich­auf­strich für mich und eine (laut Eti­kett) „Scharfe Pflau­men­soße“ als Mit­bring­sel für den Küchen­mei­ster ent­schie­den – ich hoffe es wird mun­den.

Mit Anfang August eröff­net die Hof­be­sit­ze­rin übri­gens ein klei­nes Frei­luft-Café auf der Ter­rasse des Hau­ses. Nicht nur des­we­gen ist „Die Amt­mann“ einen wei­te­ren Besuch abso­lut wert. 


Die Gärt­ne­rin

Eva ist diplomierte Sprachwissenschafterin und begeisterte Hobbygärtnerin. Neben der Aufzucht von diversen Chili-Sorten gilt ihre besondere Aufmerksamkeit der Pflege feiner Küchenkräuter und exotischer Zimmerpflanzen - wenn sich beides vereinen lässt wie bei Kardamom, umso besser.

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