Falscher Ribiselkuchen (mit echtem Rhabarber)

Eine mei­ner lieb­sten Kind­heits­er­in­ne­run­gen dreht sich um den Ribi­sel­ku­chen mei­ner Mut­ter. Noch warm vom Blech genascht, ein Traum! Die som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren waren für mich der Anlaß, die­ses alte „Fami­li­en­re­zept“ (es stammt der Fama nach aus einem Haus­halts­lehr­buch mei­ner Tante, aber ganz genau weiß das nie­mand mehr) nachzubacken. 

Ein Stück Rhabarberkuchen
Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc

Lei­der hat Ribi­sel­sai­son noch nicht begon­nen, aber bis dahin kön­nen wir uns mit einem Rha­bar­ber­ku­chen trö­sten. Das Rezept ist eh ident, bis auf die Bee­ren halt. Und weil grad bei Ände­run­gen sind: Schon meine Mut­ter hat den Zucker­an­teil im Teig immer um 50 g redu­ziert, das habe ich im unten­ste­hen­den Rezept über­nom­men. Beim ersten Ver­such mit der ori­gi­na­len Milch­menge ist mir die Masse deut­lich zu fest gera­ten. Sie ließ sich dann fast nicht auf­strei­chen. Beim zwei­ten Mal habe ich daher die Milch ver­dop­pelt – zumin­dest mit mei­nem Mehl hat die Kon­si­stenz dann per­fekt gepaßt. Hier als ein biß­chen auf­pas­sen, die Teig­masse soll auch nicht davonrinnen! 

PS: Den Kuchen nie­mals abdecken und nie nicht, unter kei­nen Umstän­den in den Kühl­schrank stel­len! Die Bai­ser-Schicht ver­zeiht da gar nichts, wie ich beim ersten Kuchen fest­stel­len mußte. (Eine ledig­lich auf­ge­legte Lage Alu­fo­lie hat aus­ge­reicht, meine zart kra­chende Kru­ste in Gatsch zu verwandeln.) 


Rhabarberkuchen

Ein Stück Rhabarberkuchen
Bild: Der Küchenmeister | mnd.sc
  • Vor­schau: 1 klei­nes Blech
  • Vor­be­rei­tung: 30 Min.
  • Koch-/Back­zeit: 30 Min.
  • Fer­tig in: 60 Min.

Eigent­lich ein Ribi­sel­ku­chen­re­zept aus der Schul­zeit mei­ner Tante 

Zutaten

Zubereitung

  1. Staub­zucker mit einer Prise Salz mischen. Anschlie­ßend mit dem Vanil­le­mark, den Eidot­tern und den 3 EL (kal­ten) Was­sers mit der Küchen­ma­schine sehr schau­mig aufschlagen.
    Vanillemark auf einer Messerspitze
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  2. Mehl und Back­pul­ver gründ­lich mit ein­an­der ver­mi­schen. In die schau­mig geschla­gene Masse die zer­las­sene But­ter ein­rüh­ren und dann löf­fel­weise abwech­selnd die Mehl-Back­pul­ver-Mischung und die Milch zugeben. 
    Zutaten für den Teig: geschmolzene Butter, Eidotter, Mehl, Zucker
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  3. Fin­ger­dick auf ein mit Back­pa­pier aus­ge­leg­tes Back­blech auf­strei­chen. Back­rohr auf 175 °C vorheizen.
    Aufstreichen der flüssigeren Rührmasse
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  4. Den Teig­bo­den bei 150 °C mit Heiß­luft 10 Minu­ten hell­gelb backen.
    Fertig gebackener Teigboden
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  5. Die Eiklar mit dem Fein­kri­stall­zucker und einer Prise Salz sehr steif schlagen. 
    Eischnee
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  6. Die Rha­bar­ber­stan­gen in rela­tiv kleine Wür­fel (ca. Ribi­sel­größe ;-)) schnei­den und vor­sich­tig unter den Eischnee heben.
    Eischnee mit Rhabarber
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  7. Eischnee gleich­mä­ßig auf dem aus­ge­kühl­ten Teig­bo­den verteilen.
    Eischnee aufgestrichen
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  8. Bei fal­len­der Tem­pe­ra­tur wei­ter­backen, bis die Bai­ser-Masse hart wird (bei mir genüg­ten dafür 30 Minu­ten bei 150 °C Heiß­luft, etwas weni­ger wäre aber wahr­schein­lich bes­ser gewesen).
    Rhabarberkuchen im Rohr
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  9. Den Kuchen über­küh­len las­sen und in pas­sende Stücke vor­schnei­den (die ersten wer­den meist noch warm sti­bitzt). Er hält ein bis zwei Tage, darf aber kei­nes­falls bedeckt wer­den, da das Bai­ser sonst gat­schig wird. 
    Anschnitt Rhabarberkuchen
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Der Küchenmeister

Der Küchen­meis­ter arbei­tet als Infor­ma­ti­ker und dilet­tiert in sei­ner Frei­zeit am Herd und Zir­ku­la­tor. Seit eini­gen Jah­ren gilt sein beson­de­res Inter­esse den moder­nen Küchentechniken.

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