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		<title>Markttag-Archiv  | Der Mundschenk &amp; Cie.</title>
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		<description>Was Küche und Keller hergeben.</description>
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	<title>Markttag-Archiv  | Der Mundschenk &amp; Cie.</title>
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				<title>Der platonische Panettone</title>
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				<pubDate>Mon, 19 Dec 2016 07:00:04 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Mit einem Facebook-Posting von Susi hat alles begonnen. Welcher denn der beste Panettone sei, den man in Wien bekommen könne, wollte sie wissen. Und gab es nicht eh schon den von Katharina Seiser ins Leben gerufenen Wiener Jour Doux? Da müßte doch auch Panettone …? Nein, leider: Punschkrapfen, Maroniherzen, Krapfen, Osterpinzen, Croissants, Topfengolatschen – kein [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/panettone-test-wien/">Der platonische Panettone</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Facebook-Posting von <a href="https://www.turbohausfrau.at/">Susi</a> hat alles begonnen. Welcher denn der beste Panettone sei, den man in Wien bekommen könne, wollte sie wissen. Und gab es nicht eh schon den von Katharina Seiser ins Leben gerufenen <a href="https://www.esskultur.at/rubrik/jour-doux/">Wiener <em>Jour Doux</em></a>? Da müßte doch auch Panettone …? Nein, leider: Punschkrapfen, Maroniherzen, Krapfen, Osterpinzen, Croissants, Topfengolatschen – kein Panettone.</p>
<p>Empfehlungen gab es natürlich zuhauf, hier gebackene (Kasses) wie importierte (Casa Caria, Crupi). Doch welchen Panettone will man nun wirklich den Liebsten am Weihnachtstag servieren? Ein Vergleichstest mußte her.<span id="more-64767"></span></p>
<p>Wie immer bei solchen Veranstaltungen sind mehr von der Idee begeistert, als es dann zur Verkostung schaffen und so trafen sich dann neben dem Autor dieser Zeilen Susi (<a href="https://www.turbohausfrau.at/2016/12/verkostung-panettone.html">Prostmahlzeit</a>), Nikky (<a href="https://www.kitchenstories.at/">Kitchen Stories</a>), Verena (<a href="https://www.verenakocht.at/2016/12/19/panettone-verkostung-test-panettonerausch/">verenakocht</a>) sowie Dagmar als Panettone-interessierte Nicht-Bloggerin. Gerhard, Susis Ehemann, war uns als neutraler Versuchsleiter behilflich und hat die Proben verblindet.</p>
<h2>Gut erfunden</h2>
<p>Ursprungslegenden zum Panettone gibt es fast eben so viele wie Rezepte, einig sind sie sich nur darüber, daß der Panettone aus Mailand stammt: Er sei vom Küchenjungen Toni erfunden worden, der damit die Weihnachtsfeier des Herzogs Ludovico <em>Il Moro</em> Sforza rettete (<em>pane di Toni</em>); oder vom adeligen Falkner Ughetto, der dem Vater seiner Auserwählten, einem einfachen Bäcker, finanziell unter die Arme greifen konnte; oder aber von der frommen Schwester Ughetta, die über den Verkauf von Panettone die Almosen ihres Klosters finanziert haben soll.</p>
<p>Alles „<em>naturalmente inventata</em>“, „natürlich erfunden“, wie der Journalist und Panettone-Experte <a href="http://www.stanislaoporzio.it/RePa_e_la_sua_corte.html">Stanislao Porzio</a> schreibt. Entstanden ist der Panettone wohl aus &nbsp;großen Weizenbroten für rituelle Zwecke, wie sie in einem Buch aus dem 15. Jahrhundert bezeugt sind. Bis zum späten 19. Jahrhundert finden sich weder Sauerteig noch kandierte Früchte in den überlieferten Rezepten. Seine heutige markante Kuppelform mit der „Bauchbinde“ aus Papier verdankt er der Industrialisierung des Bäckerhandwerks am Beginn des 20. Jahrhunderts. (So etwas wie ein überliefertes Rezept aus Privathaushalten gäbe es gar nicht, denn zuhause einen Panettone zu backen, wäre <a href="https://web.archive.org/web/20210927140926/https://www.itchefs-gvci.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=257&amp;Itemid=652">eher „Extremsport“ als ein für Normalsterbliche erreichbares Ziel, meint Porzio</a>.)</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-64919" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-530x352.jpg" alt="Verschiedene Panettone bereit für die große Verkostungsrunde" width="530" height="352" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-530x352.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-300x199.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-768x510.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-960x638.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung-1060x704.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettoneverkostung.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<h2>Der ideale Panettone</h2>
<p>Doch ist das platonische Ideal eines Panettone beschaffen? Nikky – die in einem früheren Leben Konditorin gelernt hat – konnte sich am Vorabend noch bei Bio-Bäckermeister Fritz Potocnik schlau machen und uns einiges über die Herstellung erzählen: Etwa über das verkehrt herum Aufhängen nach dem Backen, damit der schwere Teig nicht wieder in sich zusammenfällt beim Auskühlen. Strenge Regeln, wie ein Panettone beschaffen zu sein hat, scheint es aber nicht zu geben.</p>
<p>Ausgehend von den historischen Rezepten sollte ein guter Panettone aber jedenfalls folgende Zutaten beinhalten:</p>
<ul>
<li>Sauer- oder Germteig aus Weizenmehl,</li>
<li>Butter,</li>
<li>Eier,</li>
<li>nicht zu viel Zucker,</li>
<li>Rosinen (auch wenn es hierzu am Tisch geteilte Meinungen gab <span class="foo">;-)</span>).</li>
</ul>
<p>Aranzini und Zitronat sind eine relativ späte Ergänzung, gehören heute aber irgendwie dazu. Gewürze (Vanille, wenn natürlich nur echte!), Mandeln und Nüsse können, müssen aber nicht sein. Der Teig soll langfädrig und saftig sein, aber nicht fettig.</p>
<h2>Unsere Kriterien</h2>
<p>Nachdem zwischen Idee und Termin eher spontan entstanden waren, blieb nur wenig Zeit für Recherche und Vorbereitung: Statt wie bei Jour Doux über Probeverkostungen und ausführliche Diskussionen über die Gewichtung haben wir die Bewertungskriterien einfach frei festgelegt:</p>
<ul>
<li>Aussehen,</li>
<li>Geruch,</li>
<li>Geschmack, und</li>
<li>Textur.</li>
</ul>
<p>Bis auf das Aussehen waren jeweils maximal drei Punkte möglich, bei der Optik beschränkten wir uns selbst auf 1,5 Punkte als Höchstwert. Zusätzlich einigten wir uns auf zwei Kriterien für nachträgliche Bonus- und Maluspunkte: bio-zertifizierte Panettone würden zwei Extrapunkte erreichen, die Verwendung von Aromen, die nicht <em>from the named fruit</em> stammen, würde mit einem Punkt Abzug bestraft.</p>
<h2>Die Teilnehmer</h2>
<p class>Der Spagat zwischen Breitenwirksamkeit (Supermarkt-Panettone) und <em>peer group credibility</em> (bio-dynamische Kleinstbäckereien aus der Region) war diesmal insofern einfach, weil viele der üblichen Verdächtigen gar keinen Panettone im Angebot haben: Weder Ströck (inkl. Feierabend) noch Joseph noch Felzl führen den Mailänder Kuchen. Auch vielversprechende Kandidaten wie <a href="https://www.barolista.at/lebensmittel/panettone/">Barolista</a> (ausverkauft) und die <a href="http://www.torten.at/logopages/panettone.html">Bio-Konditorei Hanauer</a> (erste Charge heuer nichts geworden) fielen aus.</p>
<p>Übrig geblieben sind letztlich acht Probanden:</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" id="attachment_64898" class="wp-caption alignleft width-530 size-large icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-64898 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-530x353.jpg" alt="Proben bei der Panettone-Verkostung" width="530" height="353" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung-1060x707.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/proben-bei-der-panettone-verkostung.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption id="figcaption_attachment_64898" class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span> 1:&nbsp;Martin Auer, 2:&nbsp;Dolce&nbsp;Pensiero, 3:&nbsp;Bonci/Casa&nbsp;Caria, 4:&nbsp;Kurkonditorei&nbsp;Oberlaa, 5:&nbsp;Loison/Merkur, 6:&nbsp;Crupi, 7:&nbsp;Kasses, 8:&nbsp;Brotocnik</figcaption></figure>
<table>
<thead>
<tr style="height: 24px">
<th style="height: 24px">Nr.</th>
<th style="height: 24px">Hersteller (Bezugsquelle)</th>
<th style="height: 24px">Gewicht (g)</th>
<th style="height: 24px">Preis (€)</th>
<th style="height: 24px">Preis/100 g (€)</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">1</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://www.martinauer.at/moment/panettone-originale/">Auer</a></td>
<td style="height: 24px;text-align: right">580 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">19,50</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">&nbsp;3,36</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">2</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://www.facebook.com/login/?next=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fdolcepensierovienna%2Fphotos%2Fpb.1481325678549819.-2207520000.1480474445.%2F1511574165524970%2F%3Ftype%3D3%26theater">Dolce Pensiero</a></td>
<td style="height: 24px;text-align: right">1080 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">20,—</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">1,85&nbsp;</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">3</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://pasticceriabonci.it/collections/il-panbriacone">Bonci</a> (Casa Caria)</td>
<td style="height: 24px;text-align: right">830 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">32,—</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">3,86&nbsp;</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">4</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://oberlaa-wien.at/produkt/panettone-500g-2/">Kurkonditorei Oberlaa</a></td>
<td style="height: 24px;text-align: right">1050 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">19,20</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">1,83&nbsp;</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">5</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://loison.com/?stringa&amp;id_peso_form&amp;id_linea_in=30&amp;cerca_in=1&amp;id_cat=36&amp;cerca=Cerca">Loison</a> (Merkur)</td>
<td style="height: 24px;text-align: right">780 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">17,95&nbsp;</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">2,30&nbsp;</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">6</td>
<td style="height: 24px">„classico“ (<a href="http://web.archive.org/web/20161025115208/http://www.crupi.at/">Crupi</a>)</td>
<td style="height: 24px;text-align: right">1020 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">12,—&nbsp;</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">1,18</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">7</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://www.kasses.at/baeckerei/">Kasses</a></td>
<td style="height: 24px;text-align: right">670 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">13,50&nbsp;</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">2,01</td>
</tr>
<tr style="height: 24px">
<td style="height: 24px">8</td>
<td style="height: 24px"><a href="https://brotocnik.at">Brotocnik</a></td>
<td style="height: 24px;text-align: right">520 g</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">—&nbsp;</td>
<td style="height: 24px;text-align: left">—&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Vergabe der Probennummern erfolgte zufällig (danke noch einmal, Gerhard!) und entspricht nicht der Verkostungsreihenfolge.</p>
<h2>And the winner is …</h2>
<p>Bevor ich nun das virtuell Kuvert öffne, noch ein paar Anmerkungen zur Problematik einer solchen Verkostung. Ja, es ist eine Momentaufnahme. Gerade ein (zumindest hierzulande) strikt saisonales Gebäck kann einmal mißlingen, auch einem Bäckermeister. Anders als Semmeln kauft aber auch niemand jeden Tag einen Panettone, fehlende Konstanz kann also auch durch vielleicht anderntags exzeptionelle Qualität nicht wettgemacht werden. (Noch dazu sieht man in diesem speziellen Fall vor dem Kauf oft nur die aufwendige Verpackung.) Wir haben kurz überlegt, zwei sichtlich mißglückte Exemplare separat nachzuverkosten, uns aber letztlich dagegen entschieden. Viele Nuancen fallen nur im direkten Vergleich auf, um wirklich fair zu sein, hätten wir die gesamte Verkostung wiederholen müssen. Das war aber weder terminlich noch&nbsp;finanziell machbar (die Preise&nbsp;sind teilweise doch sehr beachtlich). Auch unsere Mägen hätten es uns in der Vorweihnachtszeit eher nicht gedankt – der Gusto auf Saures und Pikantes war schon nach einer Runde sehr groß!</p>
<p>Bis auf eine Ausnahme (da ich um die „geheimen Zutaten“ des bei Casa Caria gekauften Panbriacone von Bonci wußte) war für mich die Verkostung tatsächlich völlig verblindet – auch den zweiten von mir gekauften Kuchen (Dolce Pensiero) hätte ich vor dem Aufdecken der Nummern nicht zuordnen können. Ich gehe davon aus, daß es meinen Mitverkosterinnen ähnlich ging,&nbsp;mehr als maximal zwei Bewertungen pro Person sollten also&nbsp;nicht „offen“ gewesen sein.</p>
<p>Zu den weiter oben erwähnten Bonuspunkten für Bio-Produkte: Zum Zeitpunkt der Verkostung waren wir davon überzeugt, zwei Bio-Panettone am Start zu haben. Doch leider, werch ein Illtum. Zwar ist die Grazer Großbäckerei&nbsp;Martin Auer (mit Filiale in 1010) bio-zertifiziert,&nbsp;das gilt aber nur für den Brotbereich. Der Panettone des Waldviertler Bäckers Fritz Potocnik (der sich gerade unter dem Label Brotocnik selbständig gemacht hat) wiederum ist zwar wirklich bio, aber eine Spezialanfertigung für unsere Verkostung, die es zumindest heuer noch nicht im Handel gibt.</p>
<h3>Platz 1: Kurkonditorei Oberlaa</h3>
<p>Überraschend (oder vielleicht auch nicht) waren wir uns bei der Beurteilung des Testsiegers einig: Dreimal die Höchstnote &nbsp;und zweimal zwar etwas weniger, aber immer noch die meisten Punkte reichen heben den Panettone der Kurkonditorei Oberlaa souverän auf den ersten Platz. Schon beim Anschnitt fällt der angenehme Duft nach Zitrusfrüchten und Mandeln auf. Alleinstellungsmerkmal im Test ist neben der Mandel-Zucker-Kruste das wirklich hervorragende Orangeat, das von der Konditorei selbst produziert wird.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="798" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/verschiedene-panettone-530x798.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Verschiedene Panettone, im Vordergrund der Panettone der Kurkonditorei Oberlaa">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-kurkonditorei-oberlaa-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Angeschnittener Panettone der Kurkonditorei Oberlaa">
<img decoding="async" width="530" height="352" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/mandelkruste-des-panettone-der-kurkonditorei-oberlaa-530x352.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Mandelkruste des Panettone der Kurkonditorei Oberlaa">
</figure>\n
<p>Grundsätzlich verwendet die Kurkonditorei Oberlaa pasteurisierte Eier aus österreichischer Bodenhaltung, für den Vorteig des Panettone finden&nbsp;jedoch ausnahmsweise frische&nbsp;Eier aus ebensolcher zur Anwendung. Die Teigführung ist relativ lang (insgesamt ca. 36 Stunden). Die Zutatenliste umfaßt:&nbsp;Weizenmehl,&nbsp;Butter,&nbsp;Vollei,&nbsp;Zucker,&nbsp;Orangenschalen,&nbsp;Rosinen,&nbsp;Mandeln,&nbsp;Vanilleextrakt,&nbsp;Honig,&nbsp;Dextrin,&nbsp;Malzmehl,&nbsp;Sojamehl,&nbsp;Rapsöl,&nbsp;Glukosesirup,&nbsp;natürliches Orangenaroma,&nbsp;Kakao,&nbsp;Salz,&nbsp;Emulgator: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren.</p>
<h3>Platz 2: Martin Auer</h3>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-3"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-64899" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-300x400.jpg" alt="Angeschnittener &quot;Panettone Originale&quot; der Grazer Bäckerei Martin Auer" width="300" height="400" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-960x1280.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer-1060x1413.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panettone-originale-martin-auer.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p>Auch hier verbinden sich Form, Geruch und Geschmack auf harmonische Weise:&nbsp;Feinporiger, saftiger Teig, etwas weniger süß, puristischer sozusagen. Punktemäßig knapp auf Platz 2, aber mit sehr geringem Abstand. Wenn die Eier nicht ebenfalls nur aus österreichischer Bodenhaltung kämen, hätte&nbsp;es auch für den Gesamtsieg gereicht.</p>
<p>Die Zutatenliste am Etikett und in der Mail-Auskunft&nbsp;unterscheiden sich leicht (am Etikett steht kein Gerstenmalz). Die <a href="https://www.martinauer.at/moment/panettone-originale/">Webseite zum „<em>pane di Martin</em>“</a>&nbsp;vermeldet eine fünftägige Teigführung, aber auch den Einsatz von Zitronat, den sowohl die Zutatenliste als auch unsere Verkostung ausschließen:&nbsp;Weizenmehl,&nbsp;Butter,&nbsp;Eigelb,&nbsp;Zucker,&nbsp;Rosinen,&nbsp;Aranzini, Vanillezucker,&nbsp;Honig,&nbsp;Orangenaroma,&nbsp;Salz,&nbsp;Gerstenmalz.</p>
<h3>Bekenntnisse &amp; Erkenntnisse</h3>
<p>Für definitive Schlußfolgerungen mag unsere Datenbasis zu gering sein, das Ergebnis der Verkostung legt jedoch zumindest eine These nahe: Das Gesamterlebnis steht und fällt mit der Qualität der kandierten Zitrusfrüchte. Es dürfte daher auch kein Zufall sein, daß die beiden Testsieger (die alle übrigen punktemäßig weit deklassiert haben) auf Zitronat als Zutat verzichten. Im „besten“ Fall waren die kandierten Zedratzitronenschalen geschmacksneutral, bei manchen Kandidaten schmeckten sie aber richtig grauslich („erdölartig“, „chemisch“).</p>
<p>Nachdem ich kandierte Zitrusfrüchte liebe und auch schon mit Begeisterung&nbsp;<a href="https://mundschenk.at/sonne-und-meer-am-teller-risotto-ai-gamberi-e-cedri/">in rohe und gekochte Zedratzitronen gebissen</a> habe,&nbsp;kann ich dieses Phänomen auch nicht mit einer Abneigung gegen das Produkt an sich erklären. Ist hier eine Zitrusmafia am Werk?&nbsp;Bei den Aranzini war es nicht ganz so schlimm, aber auch hier gab es für uns merkliche Qualitätsunterschiede.</p>
<p>Überraschend für uns war der deutliche Abstand der beiden Erstplatzierten vor dem Feld, wobei die erst&nbsp;Ende November 2016&nbsp;eröffnete kleine <a href="https://www.facebook.com/dolcepensierovienna/"><em>Pasticceria Dolce Pensiero</em></a> von den käuflich zu erwerbenden Panettoni trotz des verbrannten Bodens unseres Exemplars den respektablen dritten Rang erreicht hat (durch den Bio-Bonus hat sich Fritz Potocnik in der Wertung knapp davor geschoben, aber sein Panettone lief zumindest heuer <em>de facto</em> außer Konkurrenz). Mit einer fehlerfreien Probe wäre hier sicher noch ein besseres Ergebnis drin gewesen! (Das am Karton deklarierte „Aroma“ hat sich auf Nachfrage via Facebook erfreulicherweise&nbsp;als „Bourbon-Vanille, geriebene Orangen- und Zitronenschale“ herausgestellt. Sollte man vielleicht gleich so deklarieren, zumindest für notorische Label-Leserinnen &amp; ‑Leser wie mich.)&nbsp;</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" id="attachment_64900" class="wp-caption alignleft width-530 size-large icon-2 icon-4"><img decoding="async" class="wp-image-64900 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-530x353.jpg" alt="Angeschnittenes Panbriacone mit Olivotto-Creme von Bonci/Casa Caria" width="530" height="353" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria-1060x706.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/12/panbriacone-von-casa-caria.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption id="figcaption_attachment_64900" class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span> Panbriacone con Olivotto von Bonci (gekauft bei Casa Caria)</figcaption></figure>
<p>Unerwartet auch, daß sowohl die vermeintlich „sichere Bank“, der Panettone von Erich Kasses, als auch der teuerste Kuchen, das bei Casa Caria gekaufte Panbriacone (eine geschützte Marke von Bonci), in der Verkostung durchgefallen sind. Der Kasses-Panettone hatte es sicher eher schwer, weil er der erste in der Verkostung war und uns daher zur Kalibrierung diente. Trotzdem fanden wir ihn recht einhellig eher trocken, wohl durch die eingestreuten Walnüsse auch bitter und insgesamt nicht überzeugend. Vielleicht auch ein mißglücktes Exemplar?&nbsp;Unter anderen Umständen als in einer Verkostungssituation würde das aber möglicherweise nicht oder weit weniger auffallen. (Als Panettone mag das mit Alkohol getränkte und mit Olivencrème gefüllte Panbriacone eine Themenverfehlung sein, ein paar Tage nach der Präsidentschaftswahl hat&nbsp;es zu einem Glas Süßwein aber durchaus geschmeckt.)</p>
<p>Genug Gründe für eine weitere Verkostungsrunde gäbe es also. Aber zuerst brauch ich allein vom Schreiben ein Grammelschmalzbrot und ein Essiggurkerl.</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/panettone-test-wien/">Der platonische Panettone</a></p>
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				<title>Schnitzel jagen für den Garten</title>
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				<pubDate>Tue, 07 Jul 2015 19:14:35 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Markttag]]></category>
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		<category><![CDATA[1000 Gärten in Afrika]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Während unsere inhäusigen Kulinarikaktivitäten umzugs- und küchenrenovierungsbedingt noch auf Sparflamme laufen (ja, richtig, deswegen auch die lange Blog-Pause), sorgte die von Sarah Krobath organisierte Vienna Foodie Quest vor drei&#160;Wochen trotz brütender Hitze für ordentlich action in der Stadt. Fünfzehn Teams hatten sich auf Sarahs Einladung hin am Startpunkt „Zum roten Bären“ versammelt, um nach Entgegennahme [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/vienna-foodie-quest-2015/">Schnitzel jagen für den Garten</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Während unsere inhäusigen Kulinarikaktivitäten umzugs- und küchenrenovierungsbedingt noch auf Sparflamme laufen (ja, richtig, deswegen auch die lange Blog-Pause), sorgte die von Sarah Krobath organisierte <em><a href="https://viennafoodiequest.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vienna Foodie Quest</a></em> vor drei&nbsp;Wochen trotz brütender Hitze für ordentlich <em>action</em> in der Stadt.</p>
<p>Fünfzehn Teams hatten sich auf Sarahs Einladung hin am Startpunkt <a href="https://www.facebook.com/redredmedved" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Zum roten Bären“</a> versammelt, um nach Entgegennahme eines VFQ-Buttons und der Liste mit den elf Aufgaben zur kulinarischen Schnitzeljagd quer durch Wien aufzubrechen. Die Reihenfolge war uns dabei selbst überlassen, nur die Märkte sollten wir doch bitte vor 13 Uhr besuchen, weil danach …</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/bene-steinle-im-roten-baeren-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Bene Steinle im Roten Bären">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/sarah-krobath-erklaert-die-regeln-der-vienna-foodie-quest-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Sarah Krobath erklärt die Regeln der Vienna Foodie Quest">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/roman-sindelar-im-roten-baeren-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Roman Sindelar im Roten Bären">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/team-anmeldung-the-plate-runners-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Team-Anmeldung bei der Vienna Foodie Quest 2015 für The Plate Runners">
</figure>\n
<p><span id="more-61440"></span></p>
<p>Nach kurzer Planung ergaben sich für das Team <em lang="en">„The Plate Runners“</em> (bestehend aus <a href="https://www.kitchenstories.at/about-me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nikky von <em>Kitchen Stories</em></a>, <a href="https://binekocht.at/uber-mich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bine von <em>bine kocht!</em></a> und mir) <em>in concreto</em> folgende Stationen:</p>
<ol>
<li>Dottore Porchetta am Karmelitermarkt</li>
<li>Pöhl’s am Kutschkermarkt</li>
<li>Leones Gelato in der Langen Gasse</li>
<li>Jumi am anderen Ende der Langen Gasse</li>
<li>Casa Caria in der Schottenfeldgasse</li>
<li>Die Zuckerlwerkstatt in der Herrengasse</li>
<li>Die Buschenschank von Jutta Ambrositsch in Grinzing</li>
</ol>
<p>Die übrigen Aufgaben waren quasi standortunabhängig (eine Marktstandlerin oder einen Marktstandler mit Vornamen kennenlernen, einen Würstelstand dokumentieren etc.). Die exzessive photographische Dokumentation versteht sich in einer netzaffinen Runde eh fast von selbst (<em>Hashtag</em> #vfq15), sicherheitshalber gab es dann aber auch noch von den einzelnen Stationen gestiftete Preise zu gewinnen.</p>
<h2>Markttag</h2>
<p>Unser erster Weg führte uns naheliegenderweise zum Karmelitermarkt, wo <a href="https://web.archive.org/web/20170423021643/http://porchetta.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paolo Castiglione alias <em>Dottore Porchetta</em></a> schon auf uns wartete. Die ursprüngliche Variante der <em>porchetta</em> ist ein entbeintes ganzes Schwein, das mit Kräutern gefüllt und wieder zusammengebunden am Spieß gebraten wird. Ein Spanferkel <em>on speed</em> quasi, für mich nah dran am ultimativen Schweinsbraten – auch in der <a href="https://blog.porcella.at/2015/04/24/porchetta-partyessen-auf-italienisch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">niederösterreichischen Variante vom Schwäbisch-Hällischen</a>.</p>
<p><a href="https://www.derschweizer.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andrzej Koch, „der Schweizer“</a> mit dem polnischen Vornamen und dem Faible für exquisiten Käse verschaffte uns im Anschluß nicht nur unser Marktstandler-<em>Selfie</em>, sondern gab uns auch noch den Hinweis, daß es natürlich auch am Karmelitermarkt einen Trinkbrunnen gäbe. Warum der im offiziellen <a href="https://www.wien.gv.at/stadtplan/grafik.aspx?lang=de-AT&amp;bookmark=1vEyRpRdDEZVtAJGrimdRe5RphlnHrluL6YRAQ-b-b" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brunnenplan der Stadt Wien</a> nicht eingezeichnet ist, weiß vermutlich nur die zuständige Magistratsabteilung.</p>
<p>Eine U‑Bahn und eine Straßenbahn weiter war es dann schon wieder Zeit für eine kleine Stärkung: Bei <a href="https://mayr-delikatessen.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Irene Pöhl’s Käsestand</a> (sic!) &nbsp;am Kutschkermarkt wartete&nbsp;sollten wir verschiedene Brote den richtigen Bäckereien zuordnen. Gut, gar so schwer war das dann doch nicht, waren es doch ausgesucht spezielle Brotsorten. (Wer auch immer behauptet, glutenfreies Brot wäre eh genauso wie „normales“, lügt.)</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/paolo-castiglione-dottore-porchetta-am-karmelitermarkt-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Paolo Castiglione &quot;Dottore Porchetta&quot; am Karmelitermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="397" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/porchetta-von-porcella-am-karmeltiermarkt-530x397.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Porchetta von Porcella am Karmeltiermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/visitenkarte-von-dottore-porchetta-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Visitenkarte von Dottore Porchetta">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/andrzej-koch-der-schweizer-und-sabine-hallwachs-am-karmeltiermarkt-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Andrzej Koch &quot;Der Schweizer&quot; und Sabine Hallwachs am Karmeltiermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/sabine-hallwachs-und-nikky-wlasak-mit-dem-trinkbrunnen-am-karmeltiermarkt-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Sabine Hallwachs und Nikky Berger mit dem Trinkbrunnen am Karmeltiermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/trinkbrunnen-am-karmelitermarkt-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Trinkbrunnen am Karmelitermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="397" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/brotverkostung-bei-poehl-am-kutschkermarkt-530x397.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Brotverkostung bei Pöhl's am Kutschkermarkt">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/brot-challenge-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Brote von Felzl, Joseph, Waldherr, Kasses und Grimm">
</figure>\n
<h2>Zu lange in der Langen Gasse</h2>
<p>Ohne jetzt mit detaillierten Ausführungen zu unserer Route langweilen zu wollen: Die Lange Gasse heißt nicht umsonst so – besonders wenn man statt 78 die Hausnummer 8 notiert und sie dann bei gefühlten 40 Grad im Schatten gleich zweimal auf- und abgeht. Dafür gab’s im <a href="https://leones.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leones Gelato</a> ein heiß-kaltes&nbsp;<em>affogato al caffè</em>&nbsp;zur Belebung&nbsp;und für den Rückweg ein Stanitzel Schleckeis als Hitzeschutz (war leider auf halber Strecke aus). Im Vergleich zu anderen kürzlich eröffneten <em>gelaterie</em> ist die Sortenauswahl sehr klassisch (wenn auch, <em>purtroppo</em>, in einer Rezeptur ohne Dotter, denn „leider war davon nur ein Wiener Gastrokritiker begeistert“).</p>
<p>Rückblickend war Käse nach Eis vielleicht nicht die beste Reihenfolge.&nbsp;Überraschung des Tages: die Erdbeerrolle. Nur saisonal erhältlich, aber eine tolle Grundlage für nicht ganz alltägliche Desserts. Und ja, die anderen Käse sind eh auch gut im neuen <a href="https://jumi.lu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiener Jumi-Laden</a>. Was ja nicht verwundert, wenn man <a href="https://www.biorama.eu/sarah-krobath-who-the-fuck-is-heidi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarahs Buch</a> gelesen hat.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="354" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/affogato-di-caffe-im-leones-gelato-530x354.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Affogato di caffè im Leones Gelato">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/was-vom-affogato-uebrig-blieb-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine ausgetrunkene Kaffeetasse im Leones">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/kaeseprobe-bei-jumi-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Käseprobe bei Jumi">
</figure>\n
<h2>Calabria, Wien</h2>
<p>Nach unserem kleinen Abstecher in die kulinarische Schweiz ging es zurück nach Italien. Genauer: Nach Kalabrien. Von dort stammt nämlich Domenico Pugliese, der zusammen mit Brigitte Schmidhuber den Olivenöl- und Feinkostimport <a href="https://www.shop.casacaria.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Casa Caria</a> betreibt. (Seit der Übersiedlung in die Schottenfeldgasse auch mit einem eigenen Ladengeschäft.) Neben wirklich tollen Olivenölen, die wir verkosten durften – das war die #vfq15-Aufgabe – ist die Casa Caria auch eine der wenigen mir bekannten Bezugsquellen für die kalabresische Chili-Streichwurst <em>’nduja</em>. Definitiv immer einen Besuch wert!</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/domenico-pugliese-und-brigitte-schmidhuber-in-ihrem-geschaeft-casa-caria-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Domenico Pugliese und Brigitte Schmidhuber in ihrem Geschäft Casa Caria">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/nduja-und-andere-kalabrische-spezialitaeten-bei-casa-caria-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="'nduja und andere kalabrische Spezialitäten bei Casa Caria">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/kalabrische-orangen-bei-casa-caria-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kalabrische Orangen bei Casa Caria">
</figure>\n
<h2>Innenstadt-Zuckerln</h2>
<p>Ein bisserl hab ich mich gefürchtet vor der vorletzten Station. Zuckerln sind halt nicht so meins. Obwohl, als Photo-Motiv machen sie schon einiges her. Fasziniert war ich von der Technik. Obwohl es leider zu heiß für eine <em>Live</em>-Vorführung war, wurden uns in der <a href="https://www.zuckerlwerkstatt.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zuckerlwerkstatt </a>die Grundzüge der Zuckerlherstellung dank der verfügbaren Videos anschaulich nähergebracht. Damit war dann auch die Funktion des Ziehhakens klar.</p>
<p>(Eigentlich waren wir damit doch mit unseren Aufgaben fertig, oder? Nein, halt, ein Würstelstand-<em>Selfie</em> war ja noch ausständig. Zum Glück lag am Weg zur U‑Bahn ein recht schmuckes, offenbar noch in Bau befindliches, Exemplar.)</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/zuckerlglas-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein Glas voll mit Fruchtzuckerln in der Zuckerlwerkstatt Wien">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/zuckerlwerkstatt-wien-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Blackboard der Zuckerlwerkstatt Wien">
<img decoding="async" width="530" height="298" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/gezogenes-apfelzuckerl-530x298.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Gezogenes Apfelzuckerl - von groß zu klein in der Zuckerlwerkstatt Wien">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/nikky-und-bine-und-der-wuerstelstand-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Nicole Wlasak und Sabine-Caroline Hallwachs vor einem Wiener Würstelstand">
</figure>\n
<h2>Grinzing</h2>
<p>Letztlich wurde es doch nicht die U‑Bahn, irgendwo kurz vor der U‑Bahn entschieden wir uns für ein Taxi. (Eine Rikscha wär zwar wirklich <em>stylish</em> gewesen, aber da hätten wir zu dritt nicht Platz gehabt.)</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/sarahs-abschlusspraesentation-im-gastgarten-bei-jutta-ambrositsch-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Sarahs Abschlußpräsentation im Gastgarten bei Jutta Ambrositsch">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/blick-durch-das-blaetterdach-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Blick durch das Blätterdach bei Jutta Ambrositsch">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/himmelfahrt-bei-jutta-ambrositsch-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Himmelfahrt bei Jutta Ambrositsch">
</figure>\n
<p>Ein bisserl dauerte es, bis fast alle Teams ihren Weg in die <a href="https://web.archive.org/web/20160421064401/http://www.jutta-ambrositsch.at:80/buschenschank-mehr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Buschenschank von Jutta Ambrositsch</a> gefunden hatten (zu viele Verlockungen lagen am Weg), doch dann war es so weit: Die Präsentation der prämierten Photos konnte beginnen. Die Kategorien waren eher <em>ad hoc</em>, nicht alle habe ich mir gemerkt. OK, gelogen. Erinnerlich ist mir nur der Preis für „bestes Gruppenbild“, der ging nämlich an <em>The Plate Runners (</em>in echtes Gemeinschaftswerk übrigens, da hatten alle die Finger an Bines iPad):<em><br>
</em></p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="wp-caption alignleft width-530 size-large icon-3 icon-9"><a href="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-61481" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-530x530.jpg" alt="Peter Putzer, Nicole Wlasak, Andrezj Koch, Sabine-Caroline Hallwachs (v.l.n.r.)" width="530" height="530" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-530x530.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-300x300.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-768x768.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-960x960.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie-1060x1060.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/06/the-plate-runners-sieger-selfie.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"></a><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: The Plate Runners</span> Peter, Nikky, Andrzej, Bine (v.l.n.r.)</figcaption></figure>
<p>Fehlt noch was? Ah ja, den guten Zweck der kulinarischen Schnitzeljagd will ich natürlich nicht vorenthalten. Es handelte sich um das <em>Slow-Food</em>-Projekt „<a href="http://slowfood.wien/index.php/20-projekt/51-1000gaerten" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><del>1000</del> 10.000 Gärten in Afrika</a>“. 1000 oder gar 10.000 Gärten sind es aus unseren Spenden zwar nicht geworden, aber <a href="https://viennafoodiequest.wordpress.com/2015/06/22/foodies-in-genuesslicher-mission-die-vienna-foodie-quest-2015/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">immerhin eineinhalb</a>. Bei interesse: Mehr zum<a href="https://www.fondazioneslowfood.com/en/publications/10-000-gardens-in-africa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> aktuellen Projektstand findet sich auf der Seite der <em>Fondazione Slow Food</em></a>.</p>
<p>Für Interessierte: Dieses Jahr war die <em>Vienna Foodie Quest</em> invite-only – die nächste Runde soll dann aber für alle offen sein. Schon jetzt kann man sich <a href="https://viennafoodiequest.wordpress.com/mitmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für den Newsletter eintragen</a> lassen.</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/vienna-foodie-quest-2015/">Schnitzel jagen für den Garten</a></p>
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											</item>
											<item>
				<title>Überraschungs-Eierfarben</title>
				<link>https://mundschenk.at/ostereier-pflanzlich-faerben/</link>
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				<pubDate>Fri, 03 Apr 2015 16:44:54 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Die Gärt­ne­rin</dc:creator>
						<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Markttag]]></category>
		<category><![CDATA[Ostereier]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>
				<guid isPermaLink="false">http://mundschenk.at/?p=61388</guid>
									<description><![CDATA[<p>Von Menschen, die sich gesundheitsbewußt geben, ist oft zu hören, daß in Industrieprodukten „lauter Chemie“ drinnen sei. Auch aus der Werbung ist das Schlagwort „Ohne Chemie!“ nicht mehr wegzudenken. Die alte ChemielehrerInnen-Maxime „Chemie ist alles und alles ist Chemie!“ wird dabei geflissentlich ignoriert. Wen wundert’s da, daß in den letzten Jahren alternative Färbeanleitungen mit Pflanzenfarben [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/ostereier-pflanzlich-faerben/">Überraschungs-Eierfarben</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p>Von Menschen, die sich gesundheitsbewußt geben, ist oft zu hören, daß in Industrieprodukten „lauter Chemie“ drinnen sei. Auch aus der Werbung ist das Schlagwort „Ohne Chemie!“ nicht mehr wegzudenken. Die alte ChemielehrerInnen-Maxime „Chemie ist alles und alles ist Chemie!“ wird dabei geflissentlich ignoriert.</p>
<p>Wen wundert’s da, daß in den letzten Jahren alternative Färbeanleitungen mit Pflanzenfarben erfunden oder wiederentdeckt werden. Leider fehlen bei vielen Anleitungen (jedenfalls abseits von Blogs) Fotos der Farbergebnisse. Klar, daß Pflanzenfarben weniger leuchtende Färbungen hervorbringen werden, als industriell hergestellte, aber wie bunt werden die Eier ohne die „böse Chemie“? Daher wagte ich heuer das Experiment, zu schauen, wie es um die Eierfärbefähigkeiten der in der Natur vorkommenden Chemie bestellt ist.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/zutaten-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zwiebelschalen, Rote-Rüben-Saft, Kurkuma, Holundersaft, Aroniabeeren, Grüntee">
<img decoding="async" width="530" height="391" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ungefaerbte-eier-530x391.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ungefärbte Eier">
</figure>\n
<p><span id="more-61388"></span></p>
<p>Für meinen Versuch orientierte ich mich an den <a href="https://www.gesundheit.gv.at/news/aktuelles/archiv-2012/ostereier-natuerlich-faerben.html" target="_blank" rel="noopener">Anleitungen auf der Website des Gesundheitsministeriums</a>: ich verwendete Kurkuma, grünen Tee, Rote-Rüben-Saft, rote Zwiebelschalen, Holundersaft und Aroniabeeren. Während Kurkuma sonnengelb, grüner Tee lindgrün und Holundersaft violett färben soll, ergeben Zwiebelschalen, rote Rübe und Aroniabeeren (die ich anstatt der angegebenen Heidelbeeren gerade daheim hatte) verschiedene Rottöne. Ich war gespannt, welche Pflanzenfarbe das Versprochene halten würde. Nachdem nicht alle Zutaten verfügbar waren, mußte ich einige Angaben in den Anleitungen situationselastisch interpretieren ;-) Ein kleines Manko meiner Vorbereitungen: Leider hatte ich zuvor nicht daran gedacht, reinweiße Eier zu besorgen, was für die Farbechtheit von Vorteil gewesen wäre. So mußten es die üblichen hellbraun-beigen (selbstverständlich Freiland-)Eier tun.</p>
<p>Da ich davon ausging, daß die Rottöne ohnehin besser funktionieren würden, begann ich mit den helleren Färbungen – und Kurkuma hat schon einmal nicht enttäuscht. Genau nach Anleitung – zwei gehäufte Eßlöffel Kurkuma in etwa einem halben Liter Wasser zehn Minuten gekocht und dann die Eier direkt im Sud ebenfalls zehn Minuten hartgekocht – ergab das sehr schöne Gelbfärbungen, je nach Ausgangsfarbton des Eies von Hellgelb bis Gelborange.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="407" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/kurkumasud-vor-dem-aufkochen-530x407.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
<img decoding="async" width="530" height="390" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/kochender-kurkumasud-530x390.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
<img decoding="async" width="530" height="298" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ei-im-kurkumasud-530x298.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
</figure>\n
<p>Beim Grüntee war ich dann eher skeptisch ob damit wirklich eine hellgrüne Färbung zu erzielen sein würde, und leider bewahrheitete sich diese Vorahnung. Auch nach längerem Liegenlassen im Teesud tat sich in Sachen Farbe rein gar nichts. Diese zuvor hartgekochten Eier legte ich daher dann für kurze Zeit in den übrig gebliebenen Kurkuma-Sud, was immer noch ein sattes Hellgelb ergab.</p>
<p>Doch nun zu meinen Lieblingsfarben, den Rottönen: Bei der roten Rübe wurden die Eier nach Anleitung ebenfalls gleich im zuvor aufgekochten Saft (mit einem Schuß Essig) zehn Minuten lang hart gekocht. Angesichts der Farbe des Saftes hatte ich mir hier ein etwas „röteres“ Ergebnis erwartet – es wurde eher ein Rotbraun (mit eioberflächenbedingten Sprenkeln). Eventuell könnte hier mit frischen Rüben ein besseres Ergebnis erzielt werden?</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/eier-faerben-mit-gruenem-tee-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eier färben mit grünem Tee">
<img decoding="async" width="530" height="430" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/rote-rueben-sud-530x430.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
</figure>\n
<p>Die Zwiebelschalen weckten Kindheitserinnerungen an meine (leider schon verstorbene) Oma, die lange Zeit ebenfalls mit dieser Methode Ostereier gefärbt hat. Zuerst habe ich die Schalen von einem Kilogramm roten Zwiebeln in ca. einem halben Liter Wasser zwanzig Minuten lang gekocht. Im Gegensatz zu Kurkuma und roten Rüben werden hier jedoch zuvor hart gekochte Eier in den nicht mehr kochenden Sud gegeben und etwa eine halbe Stunde (je nach gewünschter Farbintensität) liegen gelassen. Bei meinem Versuch war das Ergebnis schon nach einer Viertelstunde sehr schön. Neben Kurkuma ist das Zwiebelschalenrostrot definitiv eine der zu notierenden Methoden.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="506" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/zwiebelschalensud-530x506.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
<img decoding="async" width="530" height="410" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/eier-im-zwiebelschalensud-530x410.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
</figure>\n
<p>Die meiner Meinung nach schönste Färbung jedoch ergab der Holunder. Da ich eine besonders intensive Färbung wollte, bin ich hier stärker von der Anleitung abgewichen: Statt einer 1:1‑Mischung habe ich die 330 Milliliter Holunder-Direktsaft mit nur 200 Millilitern Wasser gestreckt. Hier wurden die Eier wieder direkt im Sud hartgekocht. Das Ganze ergab ein wunderschönes, dunkles Blauviolett. Die Wiederholung nächstes Jahr ist damit garantiert. :-)</p>
<p>Die letzte Variante war schließlich ein Sud aus einem halben Liter Wasser und 50 Gramm getrockneten Aroniabeeren. Kurios bei diesem Färbeversuch war, daß es während der Kochzeit der Eier lange so aussah, als würde die Farbe wie beim grünen Tee nicht „greifen“. Glücklicherweise ergab es am Ende aber doch ein zartes Hellrosabraun. Hier wären wahrscheinlich die eigentlich vorgeschlagenen Heidelbeeren besser gewesen (zumindest auf Kleidung hält deren Farbe bekanntlich hervorragend).</p>
<p>Natürlich ist es Geschmackssache, aber mir gefallen die Pflanzenfarben, trotz – oder gerade wegen? – der erdigen Töne, die sie ergeben, viel besser als die knalligeren Industriefarben. Meine Favoriten sind dabei eindeutig Holundersaft, rote Zwiebelschalen und Kurkuma. Oder habt ihr, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht weitere Vorschläge?</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-61392 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-530x530.jpg" alt="Pflanzlich gefärbte Ostereier im Nest" width="530" height="530" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-530x530.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-300x300.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-768x768.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-960x960.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest-1060x1060.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/04/ostereier-im-nest.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p><a href="https://mundschenk.at/ostereier-pflanzlich-faerben/">Überraschungs-Eierfarben</a></p>
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				<title>Unter Insektenfressern</title>
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				<pubDate>Wed, 18 Feb 2015 19:41:36 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Markttag]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Irka]]></category>
		<category><![CDATA[Insekten]]></category>
		<category><![CDATA[Speiseplan]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Ganz unbekannt war die Entomophagie auch im deutschsprachigen Raum nicht, wie aus dem 19. Jahrhundert stammende Rezepte für Maikäfersuppe beweisen. Man rechnete 30 Maikäfer pro Person und geschmeckt haben soll sie ähnlich wie Krebssuppe, also durchaus delikat. Danach aber war lange Zeit Pause mit dem Insektenessen und anders als in Mittel- und Südamerika, Asien und [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/unter-insektenfressern/">Unter Insektenfressern</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz unbekannt war die Entomophagie auch im deutschsprachigen Raum nicht, wie aus dem 19. Jahrhundert stammende Rezepte für Maikäfersuppe beweisen. Man rechnete 30 Maikäfer pro Person und geschmeckt haben soll sie ähnlich wie Krebssuppe, also durchaus delikat. Danach aber war lange Zeit Pause mit dem Insektenessen und anders als in Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika ist diese kulinarische Traditionslinie bei uns lange in Vergessenheit geraten.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-61298 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-530x398.jpg" alt="Heuschrecken in einer Schüssel" width="530" height="398" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-530x398.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-960x720.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel-1060x795.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/heuschrecken-in-einer-schuessel.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><span id="more-61205"></span>
<p>Dabei gäbe es für das Verspeisen von Kerbtieren in einem Land mit weitgehend katholischer Sozialisation sogar ein biblisches Vorbild:</p>
<blockquote>
<p lang="gr">καὶ ἦν ὁ Ἰωάννης ἐνδεδυμένος τρίχας καμήλου καὶ ζώνην δερματίνην περὶ τὴν ὀσφὺν αὐτοῦ, καὶ ἐσϑίων ἀκρίδας καὶ μέλι ᾄγριον.</p>
<p>Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig.</p>
<footer>– <cite><a href="https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/mk1.html" target="_blank" rel="noopener">Markus 1,6 (EÜ)</a><br>
</cite></footer>
</blockquote>
<h2>Insekten auf den Speiseplan</h2>
<p>Christoph Thomann und sein <a href="http://www.speiseplan.wien/" target="_blank" rel="noopener">Verein Speiseplan</a> (Eigenbeschreibung: „Verein zur Bewusstseinsförderung alternativer und nachhaltiger Ernährung“) wollen das nun mit regelmäßigen Insektenverkostungsabenden in <a href="https://www.futurefoodstudio.at/" target="_blank" rel="noopener">Hanni Rützlers <em>futurefoodstudio</em></a> ändern. Als Einstieg gab es Mitte Jänner für eine ausgewählte Schar einschlägig Interessierter ein viergängiges Menü, gekocht von Harald Irka (sonst in der Saziani Stub’n im steirischen Straden tätig), bei dem auch der ORF mit dabei war. (Bis 23. Feber sollte der <em>Thema</em>-Beitrag „Insekten auf dem Teller“ noch verfügbar sein.)</p>
<p>Für mich war dies nun <a title="Das war die Vienna Design Week 2013" href="https://mundschenk.at/vienna-design-week-2013/">der zweite Selbstversuch zur Insektenfresserei</a>.&nbsp;Daß die (durchaus wortwörtlich zu verstehenden) Berührungsängste diesmal deutlich geringer ausfielen, lag zum Teil sicher auch an der Kochkunst Harald Irkas, aber eben nicht nur.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/futurefoodstudio-bespielt-von-speiseplan-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die Tafel des futurefoodstudio mit dem Speiseplan-Logo versehen">
<img decoding="async" width="530" height="256" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/hanni-ruetzler-paul-machat-harald-irka-christoph-thomann-georg-rubicko-530x256.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Hanni Rützler, Paul Machat, Harald Irka, Christoph Thomann, Georg Rubicko">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/mise-en-place-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kresse, Eidotter in einer Schüssel, verschiedene Insekten">
</figure>\n
<h2>Ekel entsteht im Kopf</h2>
<p><span class="pullquote-off">Hand aufs Herz: Wem war, zumindest wenn diese Erlebnisse nach der Pubertät stattfanden, beim ersten <em>beef tartare</em>, bei der ersten Auster nicht etwas mulmig zumute? Auch mit Schnecken haben viele Menschen kulinarisch&nbsp;ein Problem – übrigens noch so eine verlorengegangene Eßtradition. Warum also nicht Insekten essen? </span></p>
<p><span class="pullquote-off">Je unverarbeiteter sie mir dargeboten wurden, desto höher war die zu überwindende Hemmschwelle in meinem Kopf. Doch auch zwischen den Insektenarten gibt es Unterschiede. Heimchen essen sich leichter „pur“ als Fliegenmaden. „Schwarze Soldatenfliege“ klingt halt auch entschieden weniger heimelig. Von der Vorstellung, daß Insekten notwendigerweise <em>crunchy</em> wären, hatte ich mich ja schon Ende 2013 verabschiedet. Nein, die Körper der damals dargebotenen gebratenen Kleininsekten waren&nbsp;(ungeschält!) im Biß&nbsp;eher irgendwo zwischen Kaviar und kleinen Garnelen angesiedelt. Anders diesmal die frittierte Variante: Ja, knusprig geht auch. Aber halt nur knusprig, erkennbaren Eigengeschmack hatten die Mehlwürmer keinen.<br>
</span></p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/muesliriegel-mit-insekten-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Müsliriegel mit Insekten auf einer Schieferplatte">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/mehlwuermer-in-einer-schuessel-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Mehlwürmer in einer Schüssel">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/larven-der-schwarzen-soldatenfliege-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Larven der schwarzen Soldatenfliege in einer Schüssel">
</figure>\n
<h2>… aber warum sollte man?</h2>
<p>Die einzelnen <a href="https://www.derstandard.at/consent/tcf/2000010433665/mehlwurm-krokant-und-grillen-burger-vom-dreihaubenkoch" target="_blank" rel="noopener">Speisen hat Severin Corti im Standard schon schön beschrieben</a>, geschmeckt haben sie auch mir wunderbar. Nur: Nicht nach Insekten. Oder besser gesagt, ich weiß immer noch nicht, wie Insekten schmecken. Zwischen Mairüben und Wildschwein gingen die Heuschrecken schneller unter als die <em>Titanic</em>. Auch den Grillen und Heimchen im Burger erging es nicht anders. Einzig der Fliegenlarvenkrokant in der <a href="https://kurier.at/genuss/insekten-essen-wie-schmecken-larven-oder-fliegen/55.619.162" target="_blank" rel="noopener">Müslimischung&nbsp;</a><em><a href="https://kurier.at/genuss/insekten-essen-wie-schmecken-larven-oder-fliegen/55.619.162" target="_blank" rel="noopener">Grubnola</a></em><a href="https://kurier.at/genuss/insekten-essen-wie-schmecken-larven-oder-fliegen/55.619.162" target="_blank" rel="noopener"> von LIVIN</a> konnte mit seinem Eigengeschmack hervorstechen – allerdings halt auch nicht positiv: Irgendwie metallisch-bitter, am ehesten wie <em>shrimp</em>, denen der Darm nicht gezogen wurde. Sollte das so intendiert sein, <em>definitely an acquired taste</em>.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/geroestete-mehlwuermer-auf-geselchter-rahmsauce-mit-pochiertem-ei-und-kresse-von-harald-irka-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Geröstete Mehlwürmer auf geselchter Rahmsauce mit pochiertem Ei und Kresse von Harald Irka">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/geroestete-mehlwuermer-auf-geselchter-rahmsauce-mit-pochiertem-ei-und-kresse-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Geröstete Mehlwürmer mit Eidotter auf einem Löffel">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/wildschweinterrine-mit-mairueben-und-heuschreckenpastete-mit-gin-dressing-und-anis-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wildschweinterrine mit Mairüben und Heuschreckenpastete mit Gin-Dressing und Anis von Harald Irka">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/briocheburger-mit-rindfleisch-grille-heimchen-laberl-und-mehlwurm-knusper-von-harald-irka-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Briocheburger mit Rindfleisch-Grille-Heimchen-Laberl und Mehlwurm-Knusper von Harald Irka">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/briocheburger-mit-rindfleisch-grille-heimchen-laberl-und-mehlwurm-knusper-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein angebissener Briocheburger mit Rindfleisch-Grille-Heimchen-Laberl und Mehlwurm-Knusper">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/vanilleeis-mit-mehlwurmkrokant-und-matcha-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Vanilleeis mit Mehlwurmkrokant und Matcha von Harald Irka">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/mehlwurmschokolade-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Mehlwurmschokolade von Harald Irka">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/grubnola-von-livin-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Grubnola von Livin - Müsli mit karamellisierten Fliegenlarven">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/katharina-unger-mit-der-farm-432-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Katharina Unger mit der Farm 432">
</figure>\n
<p>Auch wenn es also keine Gründe gibt, die grundsätzlich gegen den Verzehr von Insekten sprechen, so scheint es, zumindest geschmacklich, auch ganz wenige zu geben, die dafür sprechen würden. Wobei: Vermutlich kommt es bei Kerbtieren ebenso auf Sorte und Fütterung an, wie auch sonst in der Tierzucht. Nach Dänemark hab ich es leider noch nicht geschafft, aber <a href="https://www.derstandard.at/consent/tcf/1341845100684/das-prickeln-der-ameise" target="_blank" rel="noopener">die im Noma servierten Ameisen</a> klingen durchaus interessant. Auch die nicht ganz kleinen Larven der im Englischen als <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Manduca_quinquemaculata" target="_blank" rel="noopener"><em>tomato hornworm</em></a> bekannten Schmetterlingsart (im deutschsprachigen Raum scheint es <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Manduca_quinquemaculatus" target="_blank" rel="noopener">keinen Trivialnamen für dieses Insekt</a> zu geben) schauen <a href="https://www.thedailymeal.com/recipes/fried-green-tomato-hornworms-recipe" target="_blank" rel="noopener">sautiert ganz ansprechend</a> aus. Geschmacklich sollen sie – oh Wunder, bei der Ernährung! – an Paradeiser erinnern.</p>
<p>Eins steht jedenfalls fest: Bis man in Österreich den wöchentlichen Insekteneinkauf im Bio-Laden statt im Zoobedarf erledigen kann, wird jedenfalls noch eine ganze Menge Wasser die Donau hinabfließen.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-61315 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-530x398.jpg" alt="Zweimal Heuschreck aus Karton" width="530" height="398" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-530x398.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-960x720.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton-1060x795.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/02/zweimal-heuschreck-aus-karton.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p><a href="https://mundschenk.at/unter-insektenfressern/">Unter Insektenfressern</a></p>
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				<title>Bitter, nicht süß: Tomr’s Tonic</title>
				<link>https://mundschenk.at/tomrs-tonic/</link>
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				<pubDate>Sun, 19 Jan 2014 14:00:22 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Markttag]]></category>
		<category><![CDATA[Gin]]></category>
		<category><![CDATA[Schweppes]]></category>
		<category><![CDATA[Tomr's]]></category>
		<category><![CDATA[Tonic]]></category>
				<guid isPermaLink="false">http://mundschenk.at/?p=60094</guid>
									<description><![CDATA[<p>Der Gin &#38; Tonic hat eine lange und glorreiche Tradition. Die feineren Details der Zubereitung dieses Erfrischungsgetränks aus den Tagen des British Empire sollen ja schon manche Freundschaft zerstört haben (Limette oder Zitrone? Gurke gar? Häretiker!). In den letzten Jahren sind auch immer mehr craft gins aufgekommen, die den Liebhaberinnen und Liebhabern des Gin &#38; [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/tomrs-tonic/">Bitter, nicht süß: Tomr’s Tonic</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Der <em>Gin &amp; Tonic</em> hat eine lange und glorreiche Tradition. Die feineren Details der Zubereitung dieses Erfrischungsgetränks aus den Tagen des <em>British Empire</em> sollen ja schon manche Freundschaft zerstört haben (Limette oder Zitrone? Gurke gar? Häretiker!). In den letzten Jahren sind auch immer mehr <em>craft gins</em> aufgekommen, die den Liebhaberinnen und Liebhabern des <em>Gin &amp; Tonic</em> feinere und vor allem unterschiedlichere Aromen und Geschmacksnoten versprechen. Doch was ist mit der mengenmäßig viel wichtigeren Komponente, dem <em>Tonic</em>?</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-4"><img decoding="async" class="wp-image-60106 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-530x397.jpg" alt="Ein fast leere Flasche &quot;Tomr's Tonic&quot;-Sirup, eine halbe Zitrone und ein Glas Tonic" width="530" height="397" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-530x397.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-960x719.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic-1060x794.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/01/tomrs-tonic.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><span id="more-60094"></span>
<p>Bis vor wenigen Jahren war praktisch nur der Marktführer Schweppes mit seinem <em>Indian Tonic Water</em> erhältlich. Inhaltstoffe: „Wasser, Zucker, Kohlensäure, Säuerungsmittel Citronensäure, natürliches Aroma, Aroma Chinin“. Uhm ja. Obwohl uns G&amp;T‑affine Menschen aus Amerika für diese Zutaten beneiden. <em>High-fructose corn syrup, anyone?</em> Dann kamen langsam Alternativen auf, z.B. von <a href="https://www.thomas-henry.de/produkte/tonic-water/" target="_blank" rel="noopener">Thomas Henry</a>. Schmeckt vielleicht anders, an der Zutatenliste würde man es halt nicht erkennen. (<a href="https://www.esskultur.at/bitter-wenn-bitter-nicht-gleich-bitter-ist/" target="_blank" rel="noopener">Warum auch „natürliche Aromen“ jetzt nicht so der Bringer sind</a>, hat Katharina Seiser vor ein paar Jahren schön zusammengeschrieben.)</p>
<p>Kürzlich saßen wir also zusammen und beklagten den Zustand des Tonic-Markts: Picksüßes Gschlader überall, nirgends ordentliche Zutaten ohne Aromastoffe. Ja, da gäbe es inzwischen schon spannende Produkte in Sirupform, zum Aufspritzen mit Sodawasser, zum Beispiel <a href="https://tomrstonic.com/" target="_blank" rel="noopener"><em>Tomr’s Tonic Syrup</em></a>. Viel Innovation (oder eigentlich: Rückbesinnung), aber halt leider nicht in Europa (oder gar Österreich). Wobei: Nachfragen müßte man da auch erst einmal, was wirklich drin ist, denn leider sind die Zutaten nicht <em>online</em>. Einigen elektronischen Postverkehr mit Tom Richter in NYC später aber dann die Bestätigung – ja, das könnte es sein.</p>
<p><em>„We use no a­rtificial ingredients!“</em> schrieb er mir gleich zurück. Neben gefiltertem Wasser enthielte sein Tonic nur Chinarinde, verdampften Zuckerrohrsaft (also das, was in Südamerika als <em>panela</em> bekannt ist), Citronensäure, Zitrusfrüchte und verschiedene Kräuter und Gewürze – bis auf die Citronensäure alles in Bio-Qualität. Oh, und seit kurzem gäbe es einen <a href="http://web.archive.org/web/20160627162130/http://ginobility.de:80/tomrs-tonic-sirup-usa-online-kaufen.html" target="_blank" rel="noopener">Vertrieb in Europa, den deutschen Gin-Spezialisten Ginobility</a>. Die Versandkosten nach Österreich sind leider deutlich höher als nach Deutschland, aber dank einer Sammelbestellung fielen sie dann nicht wirklich ins Gewicht. Bezahlung per <em>PayPal</em> (anders als bei vielen Händlern wurden für diese Zahlungsart keine zusätzlichen Spesen berechnet); feiertagsbedingt kam die Sendung planmäßig in der zweiten Jännerwoche an.</p>
<p>Der erste Eindruck: putzige Fläschchen. Sie wirken doch deutlich kleiner, als ich das erwartet hatte. Die Farbe: ein dunkles Rotbraun, denn ja, <em>Tomr’s Tonic</em> ist unfiltriert. Man möge die Flaschen vor Gebrauch aufschütteln. Ich bin allerdings ehrlich gesagt nicht ganz sicher, wozu das gut sein soll, außer man will das Mundgefühl von türkischem Kaffee erzielen. Die Geschmacksstoffe der Gewürze (neben der Chinarinde schmeckt man sehr deutlich eine Zimtnote heraus) sind ohnehin schon in Lösung und beim Aufspritzen mit Soda führen die feineren Schwebstoffe ohnehin schon zu einem überaus kräftigen Aufschäumen. Weitere Nukleationskeime braucht es da wirklich nicht, die Kohlensäure soll ja möglichst im Getränk bleiben.</p>
<p>Der Erstversuch ohne Eis (ganz im Sinne von Colonel Henderson in <em>The Year of Living Dangerously</em>): ein Teil Tonic-Sirup, zwei Teile Gin, drei Teile Sodawasser. Laut Rezeptur auf der Flasche wären das <em>fluid ounces</em> gewesen (ziemlich genau 3 cl), ich habe etwas großzügig 4 cl substituiert. Gemeinsam mit dem Verzicht auf Eis ist das Ergebnis etwas zu stark (sowohl hinsichtlich des Alkoholgehalts wie des Tonic-Geschmacks), aber durchaus angenehm zu trinken. Mit Schmelzwasser sicher perfekt!</p>
<p>Variante zwei dann ohne Gin, aber mit einer Scheibe Zitrone: 2 cl Tonic-Sirup in einem <em>Highball</em>-Glas, aufgefüllt mit 250 ml Soda. Erfrischend, nicht zu bitter, überhaupt nicht süß. Die Zimtnote ist nicht mehr so dominant, dafür das Glas sofort leer. Mehr davon! Leider sind bei Ginobility nur die kleinen 200-Milliliter-Fläschchen zu bekommen. <a href="https://www.amazon.com/Tomrs-Handcrafted-Tonic-Syrup-Concentrate/dp/B005ELN7JQ/" target="_blank" rel="noopener">In den USA gibt es den Sirup auch in 750-Milliliter-Gebinden</a>, da wäre das Preis-Leistungsverhältnis noch ein bißchen besser. Legt man das auf der Flasche aufgedruckte <em>Gin &amp; Tonic</em>-Rezept zugrunde, reicht ein Flascherl für sechseinhalb <em>Highballs</em> – pro G&amp;T kommt man damit auf Kosten von ungefähr 1,70 Euro für das Tonic (ohne Soda gerechnet). Zum Vergleich: ein 200-Milliliter-Fläschchen <em>Schweppes Indian Tonic Water</em> kommt <em>online</em> auf 1 Euro.</p>
<p>Mindestens siebzig Prozent Preisdifferenz – kann es das wert sein? Wenn man mit der ungewohnten Farbe zurechtkommt, auf jeden Fall. Im direkten Vergleich (das heißt auch ohne Eis und ohne Gin) stellt sich das Industrieprodukt als untrinkbar heraus: Viel zu viel Zucker und ein penetranter Geschmack nach Citronensäure und Aromen. Dafür bin ich jetzt wohl verdorben.</p>
<h2>Nachtrag</h2>
<p><em>Ein sehr <a href="https://web.archive.org/web/20130322005438/http://www.starchefs.com:80/cook/mixology/product/tomrs-tonic-cocktail-ingredient" target="_blank" rel="noopener">lesenswertes Feature zu Tomr’s Tonic</a> gibt es auf StarChefs.com .</em></p>
<p><a href="https://mundschenk.at/tomrs-tonic/">Bitter, nicht süß: Tomr’s Tonic</a></p>
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				<title>Der Schweinsbraten zum Feiertag</title>
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				<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 19:31:18 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Wenn in Österreich Fleisch auf den Teller kommt (was es sehr oft tut), dann meistens Schwein. So stammten 2011 von den über 900.000 gegessenen Tonnen Fleisch mehr als 500.000 vom Borstentier. Daß die Schweinehaltung trotz oder vielmehr wegen dieser enormen Mengen zum Grauslichsten gehört, was in der industriellen Landwirtschaft so getrieben wird, wissen vermutlich die [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/schweinsbraten-sous-vide/">Der Schweinsbraten zum Feiertag</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn in Österreich Fleisch auf den Teller kommt (was es sehr oft tut), dann meistens Schwein. So stammten 2011 von den über <a href="https://www.global2000.at/sites/global/files/import/content/fleisch/Sonntagsbraten_Hintergrundpapier4.pdf_me/Sonntagsbraten_Hintergrundpapier4.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">900.000 gegessenen Tonnen Fleisch</a> mehr als 500.000 vom Borstentier. Daß die Schweinehaltung trotz oder vielmehr wegen dieser enormen Mengen zum Grauslichsten gehört, was in der industriellen Landwirtschaft so getrieben wird, wissen vermutlich die wenigsten Konsumentinnen und Konsumenten. Das Standardschwein entstammt einer schnellwachsenden Hybridrasse und wird innerhalb von sechs Monaten mit Sojaschrot und Maissilage auf 100 bis 120 Kilogramm Lebensgewicht abgefüttert. In der Intensivhaltung könnten sich Krankheiten schnell durch ganze Herden verbreiten, daher werden prophylaktisch oft Antibiotika gefüttert. Das ist zwar streng genommen verboten, viele Tierärzte drücken aber beide Augen zu. Wer mag das wirklich essen?</p>
<p>Die Alternative heißt, nur Fleich aus Bio-Freilandhaltung zu kaufen. In den großen Supermarktketten wird man diesbezüglich aber leider nicht fündig. Extensiv wirtschaftende Züchterinnen und Züchter gäbe es wohl, allein, wenn man nicht in der Nähe wohnt, weiß man’s oft einfach nicht. Wer keinen Bio-Bauern mit Freilandschweinen kennt, hatte für ethisch und kulinarisch unbedenklichen Schweinsbraten bis jetzt eher schlechte Karten. Ein unbefriedigender Zustand, fanden auch Miriam Strobach und Gregor Einetter von <a href="https://lefoodink.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Le Foodink</a>. Gemeinsam mit dem <a href="https://bio-schober.at/fleischermeister/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bio-Fleischer Roman Schober</a> aus Gars am Kamp sorgen sie seit Anfang Juli mit ihrem Projekt „<a href="https://www.porcella.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Porcella</a>“ für Abhilfe.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-5"><img decoding="async" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-530x353.jpg" alt="Turopolje-Karree mit Rosmarin, Knoblauch, Salz und schwarzem Pfeffer" width="530" height="353" class="size-large wp-image-12472" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer-1060x707.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/10/turopolje-karree-mit-rosmarin-knoblauch-salz-und-schwarzem-pfeffer.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p><span id="more-12469"></span></p>
<p>Neben Rindfleisch vom Waldviertler Blondvieh (und zwar wirkliches Rindfleisch von zwei Jahre alten Tieren, nicht dieses Quasi-Kalb AKA „Jungrind“ mit seinen neun Monaten) gibt es auch Schwein aus Freilandhaltung. Genauer: vom Turopolje-Schwein. Geliefert wird einmal pro Woche in ganz Österreich. Natürlich kann der Preis nicht mit dem Supermarktfleisch mithalten, aber die langsame Aufzucht kostet pro Schwein natürlich mehr als Massentierhaltung. Wenn man den unten beschriebenen Schweinsbraten aber erst einmal probiert hat, weiß man – es zahlt sich aus!</p>
<p><br>
</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/schweinsbraten-sous-vide/">Der Schweinsbraten zum Feiertag</a></p>
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				<title>Unter Marmeladingern: Wie die Pomeranzen aufs Brot kommen</title>
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				<pubDate>Sun, 03 Mar 2013 22:02:06 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Keller]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Begonnen hat alles ganz unschuldig. Daß Katharina Seiser die Zitrusexpertin unter den österreichischen Foodbloggerinnen und ‑bloggerin ist, haben wir ja schließlich schon vor ihrem Auftritt bei Andi &#38; Alex gewußt. Als Katharina dann rechtzeitig vor dem Ende der Zitrussaison ihr reich bebildertes Rezept für Pomeranzenmarmelade nach Dan Lepard auf esskultur.at online gestellt hat, mußte ich [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/pomeranzen-marmelade/">Unter Marmeladingern: Wie die Pomeranzen aufs Brot kommen</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-4"><img decoding="async" class="wp-image-9430 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-nahaufnahme-150x150.jpg" alt="Schönbrunner Pomeranzenmarmelade" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-nahaufnahme-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-nahaufnahme-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Begonnen hat alles ganz unschuldig. Daß <a href="https://www.esskultur.at/heureka-schoenbrunner-gold/" target="_blank" rel="noopener">Katharina Seiser <em>die</em> Zitrusexpertin</a> unter den österreichischen Foodbloggerinnen und ‑bloggerin ist, haben wir ja schließlich schon vor ihrem <a href="https://www.esskultur.at/es-ist-nicht-so-wie-es-ausschaut/" target="_blank" rel="noopener">Auftritt bei Andi &amp; Alex</a> gewußt. Als Katharina dann rechtzeitig vor dem Ende der Zitrussaison ihr <a href="https://www.esskultur.at/pomeranzenmarmeladenseminar-zweitaegiges/" target="_blank" rel="noopener">reich bebildertes Rezept für Pomeranzenmarmelade nach Dan Lepard</a> auf esskultur.at online gestellt hat, mußte ich zumindest <em>pro forma</em> nachfragen, ob man auch als Normalsterblicher irgendwie an das „Schönbrunner Gold“ kommen könnte. (An der Theorie, daß die Briten die ganze Ernte aus Spanien aufkaufen, dürfte ja tatsächlich etwas dran sein. Jedenfalls hab ich noch nie in einem Laden Pomeranzen liegen gesehen in Österreich.)
<p><span id="more-9368"></span></p>
<p>An die Möglichkeit, tatsächlich an die begehrten Früchte aus Kaisers Garten zu gelangen, hatte ich dabei nicht ernsthaft gedacht. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Zufall (oder die Jahreszeit) wollte, daß Heimo Karner, seines Zeichens oberster Zitrusgärtner in Schönbrunn, dringend Abnehmerinnen und Abnehmer für die aktuelle Pomeranzenernte suchte. Offenbar ist mit 60 Kilogramm rasch verderblichen Frischobstes auch die Aufnahmekapazität der österreichischen Spitzengastronomie überfordert.</p>
<p>An sich wollt ich ja mit zehn Kilogramm gleich groß ins Geschäft einsteigen, aber glücklicherweise hat mich Katharina noch rechtzeitig daran erinnert, daß in ihrem Marmeladenrezept ja noch die doppelte Menge Zucker dazu kommt. Selbst wenn ich nur fünf Kilo davon zu Marmelade verarbeitet hätte, wäre das mit dem Zucker dann doch etwas … überdimensioniert … für den privaten Bedarf gewesen. Sogar wenn man jeden Morgen Bitterorangenmarmelade zum Toast ißt und alle Verwandten, Freundinnen und Freunde zu Ostern, Weihnachten und zum Geburtstag damit beschenkt.</p>
<p>Trotz der knappen Zeit bei der Abholung der Pomeranzen (es kamen schließlich laufend esskultur.at-Leserinnen und ‑Leser vorbei), erlaubte uns Heimo Karner auch noch einen kurzen Blick in eines der Glashäuser. (An dieser Stelle möchte mich noch einmal kurz bedanken, es war wirklich ein absolut spitzenmäßiger Rund-um-Service!) Leider habe ich vergessen, gleich vor Ort nach den einzelnen Sorten zu fragen und auch mit Unterstützung von Katharina Seiser und Robert Gordon ist es uns nicht gelungen, alle Bilder zweifelsfrei zu identifizieren. Sachkundige Hinweise nimmt die Redaktion daher gerne entgegen ;-)</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/glashaus-in-schoenbrunn-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitrus-Glashaus in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitrusfrucht-i-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitrusfrucht in Schönbrunn (möglicherweise panaschierte Blutorange)">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/buddhas-hand-i-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Buddha's Hand in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitrusgarten-in-schoenbrunn-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitrusgarten in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitrusfrucht-ii-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitrusfrucht in Schönbrunn (möglicherweise Zedratzitronen)">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitronen-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitronen in Schönbrunn (möglicherweise Zagara bianca)">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitrusfrucht-iv-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/zitrusfrucht-v-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="ZItrusfrucht in Schönbrunn (möglicherweise gehirnförmige Zedratzitrone)">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/buddhas-hand-ii-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Buddha's Hand in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/kumquat-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kumquat in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/kaffirlimetten-citrus-hystrix-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kaffirlimetten in Schönbrunn">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/kiste-mit-pomeranzen-und-panaschierten-zitronen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kiste mit Pomeranzen und panaschierten Zitronen">
</figure>\n
<p>Am Sonntag kam dann meine Premiere als Marmeladekoch. Im wesentlichen habe ich mich an Katharinas Rezept gehalten, für das Weichkochen der Schalen verließ ich mich aber auf verstärkten Druck. Statt das weiße Mesokarp nach dem Auspressen herauszukratzen, befreite ich die Pomeranzen mittels Mandoline beziehungsweise V‑Hobel von ihrer Orangenhaut. Damit erhält man ganz schnell wunderbar gleichmäßige Orangenstiftchen ohne allzuviel des bitteren Mesokarps. Der Nachteil dieser Technik: Beim Pressen der Früchte muß man ein bißchen aufpassen, sonst zerreißt die verbliebene Hülle zu schnell und es gibt eine große Patzerei.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-5"><img decoding="async" class="wp-image-9419 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-530x398.jpg" alt="Die Schale einer Orange wird mit dem V-Hobel in feine Streifen geschnitten" width="530" height="398" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-530x398.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-960x720.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln-1060x795.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/orangenschale-hobeln.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/pomeranzenschalen-gestiftelt-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Fein gestiftelte Pomeranzenschalen">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/aufgeschnittene-pomeranze-ohne-schale-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Aufgeschnittene Pomeranze ohne Schale">
</figure>\n
<p>Ja und noch einen Unterschied gab es: Statt eines Etamins verwendete ich meine <em>Superbag</em>. (Für irgendetwas muß das Ding ja gut sein.) Das Herausquetschen des Pektingels bleibt aber trotzdem eine elende Plackerei. Gekocht habe ich Schalen und Abfälle (wie bereits <a href="https://www.bbc.co.uk/food/recipes/medium-cut_seville_70291" target="_blank" rel="noopener">von Dan Lepard vorgeschlagen</a>) für 30 Minuten auf Stufe zwei des Druckkochtopfes. Es empfiehlt sich, den Topf gleich anschließend unter kaltem, fließendem Wasser auszukühlen. Wenn die Mesokarpabschnitte zu weich gekocht werden, wird das Orangengelee sonst nämlich trüb.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-3 icon-6"><img decoding="async" class="wp-image-9429 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-530x707.jpg" alt="Ausgekochte Pomeranzenschalen vor dem Abstreichen des Pektins" width="530" height="707" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-960x1280.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen-1060x1413.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/ausgekochte-schalen.jpg 1536w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Meinen ersten Versuch führte ich mit eineinhalb Kilo Rohfruchtgewicht durch. Als Anfänger hatte ich natürlich auf die Gelierprobe verzichtet und nur auf Temperatur (das heißt letztlich wohl auf einen bestimmten Feststoffanteil) gekocht. Die 105 °C hatte ich mit einer kalibrierten Thermapen gemessen (natürlich nicht ohne vorher kräftig umzurühren, um lokale <em>hot spots</em> zu vermeiden). Alles sah wunderbar aus, allein – die Marmelade blieb nach dem Auskühlen ziemlich flüssig. Ungefähr wie sehr flüssiger Honig. Auf einer Semmel eh OK, aber für ein Kipferl halt ein bisserl blöd.
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-7"><img decoding="async" class="wp-image-9431 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-530x707.jpg" alt="Schönbrunner Pomeranzenmarmelade" width="530" height="707" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-960x1280.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade-1060x1413.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/schoenbrunner-pomeranzenmarmelade.jpg 1536w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<div style="clear: both;"><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-4 icon-8"><img decoding="async" class="wp-image-9437 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/pomeranzenmarmelade-charge-2-150x150.jpg" alt="Pomeranzenmarmelade" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/pomeranzenmarmelade-charge-2-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/pomeranzenmarmelade-charge-2-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure></div>
<p>Für Versuch Nr. 2 habe ich dann das Mesokarp-Wasser-Gemisch separat gekocht und erst hinterher in den <em>Superbag</em> gefüllt. Leider war’s ein bißchen zu lang (ca. 45 Minuten), mit dem oben beschriebenen Resultat. Patzig war ein Hilfsausdruck! Aber geliert hat die Marmelade schön. Ganz ohne Temperaturmessung, dafür mit Gelierprobe. OK, hauptsächlich deshalb, weil ich nicht die ganze Zeit danebengestanden bin und es schon ordentlich gesprudelt hat im Topf („zweites Aufschäumen“ sozusagen). Diese Marmelade ist auch deutlich dunkler geworden, möglicherweise weil der Saftanteil höher war. Vom Ansetzen eines Pomeranzenlikörs waren noch zusätzliche Früchte übrig.</p>
<p>Aufgrund eines <em>Facebook</em>-Tips wurde ich ein paar Tage später dann noch auf ein weiteres Zitrus-<em>Highlight</em> aufmerksam gemacht: Brigitte Schmidhuber und Mimmo Pugliese importieren unter dem <em>Label</em> <a href="https://www.shop.casacaria.com/" target="_blank" rel="noopener"><em>Casa Caria</em></a> allerlei süditalienische Spezialitäten – und in der Saison auch Bergamotten. Die genauen Verwandschaftsverhältnisse lassen sich nicht mehr eruieren, aber Bergamotten dürften aus einer Kreuzung von Zedratzitrone und Pomeranze entstanden sein. Ihr intensiver Duft wird nicht nur in der Parfumindustrie, sondern auch von Schwarzteetrinkerinnen und ‑trinkern geschätzt – Bergamottenöl gibt dem <em>Earl Grey</em> seinen charakteristischen Geschmack.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-9444 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-530x530.jpg" alt="Mehrere ganze und eine aufgeschnittene Bergamotten" width="530" height="530" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-530x530.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-300x300.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-768x768.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-960x960.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten-1060x1060.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamotten.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-9448 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamottenschale-fuer-earl-grey-marmelade-150x150.jpg" alt="Bergamottenschale für Earl-Grey-Marmelade" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamottenschale-fuer-earl-grey-marmelade-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/03/bergamottenschale-fuer-earl-grey-marmelade-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Das könnte doch auch als Marmelade funktionieren … Geistesblitz? Schnapsidee? Ich bin immer noch nicht ganz sicher. Die Bergamottenschale schmeckt doch deutlich intensiver alles alle anderen mir bekannten Zitrusschalen. Selbst weich gekocht und in winzige Würfel geschnitten und um die Hälfte reduziert empfinde ich das Draufbeißen in der Earl-Grey-Marmelade nur bedingt als angenehm. Vielleicht würde Pürieren helfen? Momentan erinnert mich die Marmelade jedenfalls mehr an Lipton-Eistee als an <em>Earl Grey</em>. Bergamottenschale ist halt auch nicht gleich Bergamottenöl. Andererseits: Eistee ist ja auch was Feines.
<h2>Marmeladetausch</h2>
<p><em>Apropos, wer mag probieren? Ich biete einen Zitrusmarmeladetausch an. Wenn du deine selbstgemachte Zitrusmarmelade mit einer meiner Kreationen tauschen möchtest, hinterlasse einfach einen Kommentar hier, ich melde mich dann per <em>Mail</em></em>.</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/pomeranzen-marmelade/">Unter Marmeladingern: Wie die Pomeranzen aufs Brot kommen</a></p>
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				<title>Ausflug in den Kräutergarten</title>
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				<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 20:29:31 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Die Gärt­ne­rin</dc:creator>
						<category><![CDATA[Hortikultur]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Heute wurde die Gärtnerin von einer Freundin, die ebenfalls eine begeisterte Hobbygärtnerin ist,&#160; eingeladen, den Kräutergarten und Genussladen „Die Amtmann“ in Gamlitz zu besuchen. Da es derzeit am angenehmsten ist, die Mittagshitze eher zu vermeiden, machte ich mich dementsprechend früh auf in die Südsteiermark. Gegen 10 Uhr kamen wir schließlich beim Kräutergarten an. Das Erste, [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/ausflug-in-den-kraeutergarten/">Ausflug in den Kräutergarten</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-759 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/eingang-150x150.jpg" alt="Der Eingang zum Genußgarten &quot;Die Amtmann&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/eingang-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/eingang-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Heute wurde die Gärtnerin von einer Freundin, die ebenfalls eine begeisterte Hobbygärtnerin ist,&nbsp; eingeladen, den Kräutergarten und Genussladen „<a href="https://www.die-amtmann.at/" target="_blank">Die Amtmann</a>“ in Gamlitz zu besuchen. Da es derzeit am angenehmsten ist, die Mittagshitze eher zu vermeiden, machte ich mich dementsprechend früh auf in die Südsteiermark. Gegen 10 Uhr kamen wir schließlich beim Kräutergarten an.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-769 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/minzenacker-schild-150x150.jpg" alt="Schild &quot;Minzenacker&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/minzenacker-schild-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/minzenacker-schild-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Das Erste, was man danach sieht, ist der Aufgang zum Hofgebäude und zum Hauptgarten, an dessen Rand schon die ersten Pflanzen wie Baldrian und roter Sonnenhut wachsen. Folgt man diesem Weg, kommt man zuerst in den Minzegarten – für mich persönlich gleich ein Highlight des Besuchs. Viele Sorten, auch eher unbekanntere Exemplare wie z.B. Erdbeerminze, Ananasminze, Feigenminze oder Nadelminze wuchern hier eifrig die Beete zu. Einzelne Blättchen abzupfen und riechen natürlich erlaubt. :-) Neben jeder Pflanze oder Kraut steckt übrigens ein kleines Infoschild in der Erde, sodass sich Besucherinnen und Besucher auch ohne Führung zurechtfinden.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-11"><img decoding="async" class="wp-image-765 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/lavendelspirale-150x150.jpg" alt="&quot;Lavendelspirale&quot; im Genußgarten &quot;Die Amtmann&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/lavendelspirale-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/lavendelspirale-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Oberhalb des Minzegartens befindet sich die „Lavendelspirale“ – leider war diese teilweise schon abgeblüht. Um ihre volle Schönheit zu bewundern, ist hier wohl ein Besuch im Frühjahr ratsam.&nbsp; Geht man dann weiter den Hügel hinauf kommt man, vorbei an ein paar jungen seltenen Obstbäumchen, wie Kornelkirsche oder Mispel, zum Rosengarten. Dieser ist ebenfalls an einem Hang angelegt. Das Besondere daran ist, dass hier Bulgarische Ölrosen wachsen, deren Blüten zur Herstellung echten Rosenöls verwendet werden. Leider hatten wir auch hier die Blüte (fast) verpasst.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-762 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/kraeuterkrater-150x150.jpg" alt="Der &quot;Kräuterkrater&quot; im Genußgarten &quot;Die Amtmann&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/kraeuterkrater-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/kraeuterkrater-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" id="attachment_757" class="wp-caption alignright width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-757 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/aronia-150x150.jpg" alt="Aronia" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/aronia-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/aronia-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption id="figcaption_attachment_757" class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span> Aronia</figcaption></figure>Das geheime Herzstück des Gartens bildet jedoch der sogenannte „Kräuterkrater“, wo eine Vielfalt von Küchenkräutern amphitheaterartig angelegt wachsen. Der Sinn der Sache ist angeblich, dass die Wärme besser „eingefangen“ wird. An der tiefsten Stelle befindet sich ein kleiner Tümpel. Von den Kräutern die auf den „Stufen“&nbsp; wachsen, hatten es mir besonders die diversen Salbeisorten angetan, wie Muskateller-Salbei, Mandarinen-Salbei, dreifarbiger Salbei (dunkelgrün, beige und lila gesprenkelt) und noch so einige mehr. Ebenfalls vorhanden sind z.B. diverse Arten von Thymian, Majoran oder Melisse, aber auch Pflanzen wie Aronia, Fette Henne oder Schwarze Malve, die am Rand des „Kraters“ ihr Plätzchen bekommen haben. Nicht fehlen in diesem kleinen Naturparadies darf auch das Biotop, in dem sich diverse Bewohnerinnen und Bewohner tummeln sollen – jedoch muß man Glück haben um sie zu erblicken.
<p>Der Name der Wirtschaft stammt von der ehemaligen Besitzerin des Hofes, einer alten Frau, die dafür bekannt war immer mit ihrem alten Fahrrad mit vollbepacktem Anhänger unterwegs zu sein und im ganzen Ort nur „die Amtmann“ genannt wurde. Verewigt wurde sie im Logo des Betriebes.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-763 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/genussladen-150x150.jpg" alt="Marmeladengläser im Genußladen &quot;Die Amtmann&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/genussladen-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/genussladen-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Neben dem Kräutergarten gibt es im Haus auch einen sogenannten Genussladen, wo eine kleine, aber feine Auswahl an selbst hergestellten Produkten wie Fruchtaufstriche und Gelees, Minzzucker, Rosenblütensirup, eingelegte Vogelbeeren, Kräutertee und Wein verkauft werden. Ich hab mich für einen Weinbergpfirsichaufstrich für mich und eine (laut Etikett) „Scharfe Pflaumensoße“ als Mitbringsel für den Küchenmeister entschieden – ich hoffe es wird munden. :-)
<p>Mit Anfang August eröffnet die Hofbesitzerin übrigens ein kleines Freiluft-Café auf der Terrasse des Hauses. Nicht nur deswegen ist „Die Amtmann“ einen weiteren Besuch absolut wert.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="371" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/minzenacker-530x371.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Der Minzenacker im Genußgarten &quot;Die Amtmann&quot;">
<img decoding="async" width="530" height="435" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/ananasminze-530x435.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ananasminze">
<img decoding="async" width="530" height="771" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/kornelkirsche-530x771.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kornelkirsche">
<img decoding="async" width="530" height="627" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/bulgarische-oelrose-530x627.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Bulgarische Ölrose">
<img decoding="async" width="530" height="459" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/muskatellersalbei-530x459.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Muskatellersalbei">
<img decoding="async" width="530" height="491" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/dreifaerbiger-salbei-530x491.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Dreifärbiger Salbei">
<img decoding="async" width="530" height="700" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/schwarze-malve-530x700.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Schwarze Malve">
<img decoding="async" width="530" height="394" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/volle-regale-530x394.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Volle Regale im Genußladen &quot;Die Amtmann&quot;">
</figure>\n
<p><a href="https://mundschenk.at/ausflug-in-den-kraeutergarten/">Ausflug in den Kräutergarten</a></p>
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				<title>Rhabarber, Rhabarber</title>
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				<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 09:53:31 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Markttag]]></category>
		<category><![CDATA[#tierfreitag]]></category>
		<category><![CDATA[Britische Küche]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Angeblich wurde oder wird das Wort „Rhabarber“ gerne im Theater- und Filmgeschäft verwendet, um die Lippenbewegungen und den Geräuschpegel eines angeregten Gesprächs zu simulieren, ohne durch tatsächlich verstehbare Gesprächsfetzen die eigentliche Handlung zu stören. Ob die Nebenbedeutungen „Unsinn“, „unverständliches Gemurmel“ von dieser Praxis oder doch direkt von der griechischen Wurzel barbaros abgeleitet sind, ist da [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/rhabarber-sous-vide/">Rhabarber, Rhabarber</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-66 size-thumbnail" title="Rhabarber roh" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/rhabarber-roh-150x150.jpg" alt="Zwei rohe Rhabarberstangen" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/rhabarber-roh-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/rhabarber-roh-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p>Angeblich wurde oder wird das Wort „Rhabarber“ gerne im Theater- und Filmgeschäft verwendet, um die Lippenbewegungen und den Geräuschpegel eines angeregten Gesprächs zu simulieren, ohne durch tatsächlich verstehbare Gesprächsfetzen die eigentliche Handlung zu stören. Ob die Nebenbedeutungen „Unsinn“, „unverständliches Gemurmel“ von dieser Praxis oder doch direkt von der griechischen Wurzel <em>barbaros</em> abgeleitet sind, ist da schon fast nebensächlich. Fest steht: Der Rhabarber wird laufend verleumdet.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-585 size-thumbnail" title="Rhabarberkompott traditionell" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/rhabarberkompott-traditionell-150x150.jpg" alt="Traditionell ge- bzw. verkochtes Rhabarberkompott" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/rhabarberkompott-traditionell-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/rhabarberkompott-traditionell-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/mave/">Die Gärt­ne­rin</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p>Was mit dazu beitragen mag: die klassische Zubereitungsmethode im deutschsprachigen Raum ist das Kompott. Und das sieht bei Rhabarber dann doch eher ein bißchen unappetitlich aus. Nona, die Stengel werden wie vieles meist viel zu stark ge- und verkocht. Glücklicherweise haben wir mit der <em>sous-vide</em>-Methode ein probates Gegenmittel im Repertoire.</p>

<p><a href="https://mundschenk.at/rhabarber-sous-vide/">Rhabarber, Rhabarber</a></p>
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				<title>Sie werden einen größeren Topf brauchen</title>
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				<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 20:15:07 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Eine gute Suppe beginnt mit einem gelungenen Fond, um einen Ausspruch eines immer wieder medial präsenten Expolitikers abzuwandeln. Genauer: Eine gute Fischsuppe beginnt mit einem gelungenen Fischfond. Am kommenden Freitag steigt Teil IV unserer „Kochshow“, angesagt haben sich inklusive des kochenden Duos (die Weinhauerin und meine Wenigkeit) dreizehn Personen. Eine Bouillabaisse mit Wasser kommt nicht [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/fischkarkassen/">Sie werden einen größeren Topf brauchen</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Eine gute Suppe beginnt mit einem gelungenen Fond, um einen Ausspruch eines immer wieder medial präsenten Expolitikers abzuwandeln. Genauer: Eine gute Fischsuppe beginnt mit einem gelungenen Fischfond.</p>
<p>Am kommenden Freitag steigt Teil IV unserer „Kochshow“, angesagt haben sich inklusive des kochenden Duos (die Weinhauerin und meine Wenigkeit) dreizehn Personen. Eine <em>Bouillabaisse</em> mit Wasser kommt nicht in Frage, also müssen sechs Liter Fischfond her. Ein Anruf bei <a href="https://www.fisch-gruber.at" target="_blank">Fisch Gruber</a> am Naschmarkt: Ja, Weißfischkarkassen seien kein Problem und tiefgefroren in quasi beliebiger Menge vorrätig. Preislich „wie immer“ (was ich nicht weiß, weil ich noch nie welche gekauft habe), „50 Schilling“. Hör ich richtig? „Na 3 Euro 50 halt, pro Kilo“. Da muß ich wohl den Seniorchef am Apparat gehabt haben.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-302 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-530x421.jpg" alt="Kopf eines Kabeljaus und eines Seehechts" width="530" height="421" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-530x421.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-300x238.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-768x610.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-960x762.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-und-seehecht-1060x842.jpg 1060w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Nach der Arbeit dann auf zum Naschmarkt. Der Verkäufer (<a href="https://web.archive.org/web/20130827031712/http://www.fisch-gruber.at/uber-uns/team/" target="_blank"><em>Herr Jean</em>, wie ich der Fisch-Gruber-Homepage entnehme</a>), an den ich mich wende, fragt unvorsichtigerweise nicht gleich nach der Menge. Die tagesfrischen Karkassen bringen nur knapp über eineinhalb Kilo auf die Waage. Also zurück in den Kühlraum. Gemeinsam mit einem Kollegen bringt er dann einen großen Beutel tiefgefrorene Fischköpfe und ‑gräten.
<p>Sechseinhalb Kilo sind dann im Volumen doch etwas mehr, als ich mir vorgestellt hatte. Und die Fische etwas größer. Dem Kabeljau am Photo möchte ich als Schwimmer nicht allein begegnen (auch wenn der laut Wikipedia <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kabeljau#Zucht" target="_blank">nichts frißt, was größer als sein Auge ist</a>). Beim Lesen des Wikipedia-Eintrags bekomme ich kurz ein schlechtes Gewissen. Einen stark gefährdeten Fisch wollte ich eigentlich nicht kaufen. Andererseits: Gefangen und gegessen wurde er ja schon – ob ich nun seinen Kopf noch würdig verwerte, oder nicht, hilft der Kabeljaupopulation auch nicht weiter.</p>
<p>Ein Dilemma, das ich heute nicht mehr lösen werde. Eigentlich wollte ich den Fond heute noch herstellen (nach dem Modernist-Cuisine-Rezept), aber die schiere Menge hat mich davon abgehalten. Also ab in den Tiefkühler, natürlich vakuumiert. Zumindest die Kiemenputzerei wollte ich aber noch vorher erledigen. Blöderweise ging das genau bei einem Kopf, einem frischen. Die anderen – insbesondere auch der riesige Kabeljaukopf – waren noch immer steinhart gefroren. Morgen Abend muß dann also alles wieder in den Kühlschrank zum Auftauen. Hoffentlich denk ich dran.</p>
<p>Die Fischgräten sind für die Siegelrandbeutel überraschenderweise ein nicht zu unterschätzendes Problem (mit Knochen konnte ich da leichter umgehen). Alle Beutel haben Löcher. Daher samt Beutel noch einmal in Alufolie gepackt und in einen zweiten Beutel hinein. Ob die jetzt wirklich dicht sind, möchte ich aber nicht wetten. Aber bis Donnerstag wird schon alles halten!</p>
<hr>
<p>Begonnen hat die „Kochshow“ übrigens als Wettbewerb um den besten Tafelspitz. Die Weinhauerin bestand darauf, daß das selbstverständlich ihr traditioneller wäre (nur um dann die Consommé mit Zimt aufzupeppen, von wegen traditionell!). Ich hielt mit moderner Technik dagegen: Kruspelspitz (Tafelspitz war beim Merkur gerade aus, mein Fleischer hatte kurz davor zugesperrt :() 24 Stunden bei 55 °C, die Suppe zweieinhalb Stunden im Druckkochtopf. Die Beilagen und Saucen (im Rohr leider völlig vertrocknete Erdäpfel, Semmel- und Apfelkren) haben wir uns geteilt.</p>
<p>Das Publikum votierte einstimmig für ein Unentschieden und die baldige Fortsetzung mit weiteren Themen. Aufgrund der schweren Proteinüberdosierung beim ersten Versuch (zweimal Consommé und zweimal Rindfleisch an einem Abend war halt doch ein bisserl heftig) mußten wir das Format allerdings etwas mehr ins Kooperative abändern. Die Vor- und Zubereitungsarbeit bei den Episoden „Lamm“ (Linsensuppe, Lamm-<em>Tajine</em>, Lamm-Enten-Pastete mit schwarzen Nüssen, Lammkeule <em>sous-vide</em>) und „Frühlingssauereien“ (Artischocken <em>barigoule</em> mit <em>rilletes de porc</em>, Klachlsuppe, confierter Schweinsbauch mit <em>Teriyaki</em>-Glasur und Frühlingsgemüse, Buchteln mit Vanillesauce und karamellisiertem Speck) haben wir uns also aufgeteilt. Ist auch weniger Streß.</p>
<p>Nun gut, ich muß wohl auch noch die Menüfolge für Freitag verraten (die Weinbegleitung stellt wieder der aus Graz anreisende Mundschenk zusammen):</p>
<ul>
<li>Gegrillter <em>scampo</em> mit Jakobsmuschel und Fenchel</li>
<li><em>Bouillabaisse</em> mit <em>rouille</em> und Kasses-Weißbrot</li>
<li><em>Clafoutis</em></li>
<li>Käse</li>
</ul>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="471" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/fischkarkassen-530x471.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Frische Fischkarkassen">
<img decoding="async" width="530" height="482" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/gefrorene-fischkoepfe-530x482.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Gefrorene Fischköpfe">
<img decoding="async" width="530" height="363" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/kabeljau-vakuumiert-530x363.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kabeljaukopf im Vakuumbeutel">
</figure>\n
<p><a href="https://mundschenk.at/fischkarkassen/">Sie werden einen größeren Topf brauchen</a></p>
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