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		<title>Italienisch e Rezepte | Der Mundschenk &amp; Cie.</title>
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		<description>Was Küche und Keller hergeben.</description>
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	<title>Italienisch e Rezepte | Der Mundschenk &amp; Cie.</title>
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				<title>Den Tauben trotzend: Pesto, pluralistisch</title>
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				<pubDate>Tue, 22 Nov 2016 14:07:42 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Die Gärt­ne­rin</dc:creator>
						<category><![CDATA[Hortikultur]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Basilikum]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuter]]></category>
		<category><![CDATA[Kräuterpflege]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Nachdem unser Kräuterexperiment mit den neuen Kisterln letztes Jahr so gut verlaufen ist, gab es dieses Jahr selbstverständlich eine Wiederholung. Und bis auf ein paar Details ist sie auch gelungen und die Ernte war zwar nicht so reich wie in einem Garten, aber für unseren Verbrauch ausreichend. Kisterl Nr. 1, auf der Hausseite mit Nachmittagssonne, [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/kraeuterkisteln-pesto-dreierlei-basilikum/">Den Tauben trotzend: Pesto, pluralistisch</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem unser <a href="https://mundschenk.at/kraeuter-pflanzen-fensterbank-blumenkisterl/">Kräuterexperiment mit den neuen Kisterln</a> letztes Jahr so gut verlaufen ist, gab es dieses Jahr selbstverständlich eine Wiederholung. Und bis auf ein paar Details ist sie auch gelungen und die Ernte war zwar nicht so reich wie in einem Garten, aber für unseren Verbrauch ausreichend.</p>
<p>Kisterl Nr. 1, auf der Hausseite mit Nachmittagssonne, beinhaltete diesmal</p>
<ul>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Rosm_off.html">Rosmarin</a>,</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Majo_hor.html">Majoran</a>,</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Cori_sat.html">Koriander</a>,</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Pers_odo.html">vietnamesischen Koriander</a> und</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Ocim_bas.html">Strauchbasilikum</a>.</li>
</ul>

<figure>
<img fetchpriority="high" decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/majoran-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Majoran">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/strauchbasilikum-und-vietnamesischer-koriander-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Strauchbasilikum und vietnameischer Koriander">
</figure>\n
<p><span id="more-63798"></span>Diese Zusammenstellung war, wie wir feststellen mussten, nicht ganz ideal. Trotz des Konzepts des Lechuza-Kisterls, dass jedes Kraut sich die Menge Wasser holt, die es braucht, ging es dem Rosmarin, neben dem durstigen Vietnamesischen Koriander nicht sehr gut und er sah mit der Zeit dementsprechend bemitleidenswert aus. Dafür wucherte aber das Strauchbasilikum und bildete richtige feste Zweige. Fazit: nächstes Jahr werden Rosmarin und Vietnamesischer Koriander voneinander getrennt und in verschiedene Kisterln an unterschiedliche Fensterbänke gesetzt.</p>
<p>Kisterl Nr. 2, ebenfalls mit Nachmittagssonne, beherbergte</p>
<ul>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Satu_hor.html">Bergbohnenkraut</a>,</li>
<li><a href="https://www.hortipendium.de/Kaskaden-Thymian">Steinpilzthymian</a>,</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Laur_nob.html">Lorbeer</a>,</li>
<li>„normalen“ <a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Thym_vul.html">Thymian</a> und</li>
<li>Zitronenthymian.</li>
</ul>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/kerbel-koriander-zitronenthymian-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kerbel, Koriander, Zitronenthymian">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/thymian-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Thymian">
</figure>\n
<p>Ursprünglich wohnte ja hier außerdem noch von letztem Jahr ein Salbei, der aber im Laufe des Frühjahrs leider einging – ev. ein ähnliches Problem wie beim Rosmarin und auch der Wind an der Außenseite des Hauses scheint der hohen Pflanze nicht so bekommen zu haben. Hier vertrugen sich alle soweit gut. Da wir erstere beiden jedoch etwas später eingesetzt hatten als die anderen, blieben sie etwas kleiner im Wuchs. Besonders der Lorbeer war dieses Jahr sehr hübsch und hatte viele Blätter.</p>
<p>Darüber hinaus spielten heuer diverse Basilikumsorten bei der Kräuterauswahl eine große Rolle – Kisterl Nr. 3, auf der Hofseite mit Morgensonne, beinhaltete diesmal gleich drei Sorten davon:</p>
<ul>
<li><em>Genovese</em>-Basilikum,</li>
<li>Thai-Basilikum und</li>
<li>Zitronenbasilikum.</li>
</ul>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/thai-und-genovese-basilikum-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Thai- und Genovese-Basilikum">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/zitronenbasilikum-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zitronenbasilikum">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2016/11/strauchbasilikum-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Strauchbasilikum">
</figure>\n
<p>Ergänzt wurde dieses Trio durch eine Mojito-Minze (nachdem die Apfelminze, die noch von letztem Jahr drin war, von Kräuterzikaden befallen wurde). Während diese nicht ganz so groß wurde, wucherten ihre Kisterlnachbarn, und zwar kollektiv alle drei. Das Genovese lieferte feine Blätter für einige Male <em>Insalata Caprese</em>. Der Rest davon, plus das Zitronenbasilikum und das ergiebige Strauchbasilikum, fanden ihre Bestimmung in einem Pesto (das Rezept gibt’s weiter unten). Geduld war hier beim Blätter Abzupfen gefragt, besonders beim Strauchbasilikum. Dafür wurden wir dann mit einer hausgemachten Nudelsauce (kein Vergleich zu gekauftem Pesto!) belohnt. Die Zupfarbeit zahlt sich also definitv aus.</p>
<p>Im letzten Kisterl, ebenfalls hofseitig, wuchsen noch die Klassiker</p>
<ul>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Alli_sch.html">Schnittlauch</a> und</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Petr_cri.html">Petersilie</a>, sowie</li>
<li>Bohnenkraut und</li>
<li><a href="http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Meli_off.html">Zitronenmelisse</a>.</li>
</ul>
<p>Bis auf das Bohnenkraut hatte ich alle Pflanzen aus dem Garten meiner Mutter ausgegraben. Während es Zitronenmelisse und Bohnenkraut grundsätzlich gut ging, wurde der Schnittlauch leider früh von Blattläusen befallen und auch die Petersilie wurde in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem tummelt sich im Hinterhof leider nach wie vor eine kleine Taubenkolonie, was für die Kräuterernte leider nicht so ideal ist.</p>
<p>Während wir grundsätzlich zufrieden waren, werden wir nächstes Jahr auf jeden Fall – trotz „High-Tech“-Kisterl – stärker darauf achten, dass wir mediterrane Kräuter wie Rosmarin nicht neben durstige Gesellen wie den vietnamesischen Koriander setzen. Außerdem werden wir Kräuter nicht überwintern und jene die wir fast gar nicht verwendet hatten, wie die Zitronenmelisse, nächstes Jahr durch andere ersetzen. Wir freuen uns auf jeden Fall schon wieder aufs Aussuchen und auf die nächste Kräutersaison!</p>
<p><em>Bezugsquellen für die Jungpflanzen waren dieses Jahr die <a href="http://gaertnerei-bach.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gärtnerei Bach</a>, das <a href="http://www.raritaeten-eck.at/versuch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raritäten-Eck</a>, <a href="https://www.feigenhof.at/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Feigenhof</a> sowie der Gemüsegarten meiner Mutter.</em></p>

<p><a href="https://mundschenk.at/kraeuterkisteln-pesto-dreierlei-basilikum/">Den Tauben trotzend: Pesto, pluralistisch</a></p>
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				<title>Sonne und Meer am Teller</title>
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				<pubDate>Fri, 31 Jul 2015 16:00:24 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[bio]]></category>
		<category><![CDATA[Casa Caria]]></category>
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		<category><![CDATA[Yuu'n Mee]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrus]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Kaum eine Frucht verkörpert für uns so sehr Italien, wie die Zitrone. Ob als Limoncello, als gelato oder im pollo al limone, die gelbe Zitrusfrucht verbreitet selbst an trüben Regentagen italianità – noch mehr aber während der Tropenwochen im Juli. Da traf es sich gut, daß die Gärtnerin einige Tage zuvor bei Casa Caria einkaufen [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sonne-und-meer-am-teller-risotto-ai-gamberi-e-cedri/">Sonne und Meer am Teller</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum eine Frucht verkörpert für uns so sehr Italien, wie die Zitrone. Ob als <em>Limoncello</em>, als <em>gelato</em> oder im <a href="https://mundschenk.at/secondo-pollo-al-limone/"><em>pollo al limone</em></a>, die gelbe Zitrusfrucht verbreitet selbst an trüben Regentagen <em>italianità</em> – noch mehr aber während der Tropenwochen im Juli. Da traf es sich gut, daß die Gärtnerin einige Tage zuvor bei <em>Casa Caria</em> einkaufen war und zusätzlich zum geplanten Sackerl <em>cipolle rosse di Tropea</em> auch noch ein paar <em>cedri</em> mitgebracht hatte. <em>Cedri</em> oder Zedratzitronen (<em>Citrus medica</em>) sind eine der wenigen natürlich vorkommenden „Ursorten“, während die meisten Zitrusfrüchte Kreuzungen sind. Genutzt wird hauptsächlich die dicke, nicht bittere Schale (Mesokarp bzw. Albedo). Die Sortenvielfalt ist wie bei praktisch allen Zitrusfrüchten schier endlos (unsere sahen innen mehr nach „normaler“ Zitrone aus, mit relativ viel Fruchtfleisch). Ein schnelles Abendessen aus diesen Schätzen? <em lang="it">Sì, sì, subito!</em></p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/07/zutaten-fuer-risotto-ai-gamberi-e-cedri-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine Schüssel mit geriebenem Parmesan, eine Schüssel mit Risotto-Reis, eine rote Zwiebel aus Tropea und eine Cedro auf einem Holzbrett">
<img decoding="async" width="530" height="588" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2015/07/risotto-ai-gamberi-e-cedri-am-tisch-530x588.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein Teller mit Risotto ai gamberi e cedri, bedeckt von Zitronenscheiben und gekrönt mit einer Garnele">
</figure>\n
<p><span id="more-62161"></span></p>
<p>Aber halt, ein bißchen Meer gehört da auch noch dazu! Kein Fischhändler des Vertrauens in der Nähe? Kein Problem, es gibt auch im Tiefkühlregal ordentliche <em>gamberi</em>. (Ja, sie kommen aus Thailand und Vietnam, aber sie sind wirklich gut, die Bio-Garnelen von Yuu’n Mee. Wir müssen ja nicht unbedingt die letzten Bestände der Adria leerfischen, um italienisch zu kochen. Ob und <a href="https://www.keine-rezepte.at/duerfen-wir-garnelen-essen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">welche Garnelen man essen „darf“</a>, hat Lisa von Finespitz letztens sehr umfassend dargestellt, deswegen spar ich mir hier die Wiederholung.)</p>
<hr>
<p><em>Die in diesem Rezept verarbeiteten Garnelen wurden von Yuu’n Mee als Produktproben kostenlos zur Verfügung gestellt.</em><br>
</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sonne-und-meer-am-teller-risotto-ai-gamberi-e-cedri/">Sonne und Meer am Teller</a></p>
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				<title>Erinnerungen an meinen Vater</title>
				<link>https://mundschenk.at/erinnerungen-an-meinen-vater/</link>
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				<pubDate>Mon, 29 Dec 2014 14:06:58 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
		<category><![CDATA[Al Cacciatore della Subida]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Vor&#160;dreieinhalb&#160;Monaten ist mein Vater gestürzt. Fast zwei Wochen hat sein Körper durchgehalten, aber die Gehirnblutung ließ sich nicht stoppen. Seit damals bin ich sprachlos. Nicht im Alltag, aber hier, beim Schreiben. Der letzte Text, den ich verfaßt habe, war die Totenrede für meinen Vater. Ich weiß nicht, ob mein Vater diesen Blog jemals zu Gesicht [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/erinnerungen-an-meinen-vater/">Erinnerungen an meinen Vater</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p>Vor&nbsp;dreieinhalb&nbsp;Monaten ist mein Vater gestürzt. Fast zwei Wochen hat sein Körper durchgehalten, aber die Gehirnblutung ließ sich nicht stoppen. Seit damals bin ich sprachlos. Nicht im Alltag, aber hier, beim Schreiben. Der letzte Text, den ich verfaßt habe, war die Totenrede für meinen Vater.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob mein Vater diesen Blog jemals zu Gesicht bekommen hat. Wahrscheinlich hätte er schon mit dem Begriff <em>blog</em> nichts anzufangen gewußt. Das Internet war für ihn kein Neuland, sondern <em>terra incognita</em> im ursprünglichen Sinn: <em>HIC SVNT LEONES</em>. Nicht nur in dieser Hinsicht lebten wir in völlig verschiedenen Welten: Er in einem Blockhaus in den Tiroler Bergen, ich in einer Altbauwohnung in Wien. Eine größere Distanz könnte man innerhalb Österreichs fast nicht konstruieren.</p>
<p><span id="more-61157"></span></p>
<p>Und doch würde es <em>Der Mundschenk &amp; Compagnie</em> nicht geben ohne meinen Vater. Er hat meine Leidenschaft für Essen und Trinken geweckt. (Nicht ganz alleine, aber Monokausalität ist eben selten. Auch meine Mutter hat natürlich eine wichtige Rolle gespielt, denn für das Kochen zuhause war im Regelfall – eher traditionell – sie zuständig, wenn auch nicht ausschließlich.) Jedenfalls ist eine meiner frühesten kulinarischen Erinnerungen eine gemeinsame Reise mit meinem Vater durch Norditalien. Ich schreibe „Reise“, denn in der Erinnerung, meiner Erinnerung, war es <em>eine</em> Reise, aber wenn ich heute die Ortschaften und Städte auf der Landkarte betrachte, bin mir nicht mehr ganz sicher, ob das stimmen kann. Doch wen sollte ich noch fragen?</p>
<p>Hier also die Reise meiner Erinnerung: Zwei Wochen hatte ich, fünfzehn oder sechzehn Jahre alt, allein in Brescia verbracht, ein für sich eher mißglückter Sprachaufenthalt. Ob zur Belohnung für das Ausharren oder als Entschädigung, führte uns der gemeinsame Rückweg, der Osteriaführer immer am Armaturenbrett, auf etwas verschlungenen Wegen von Ort zu Ort.</p>
<p>In Mantua stellte ich erstaunt fest, daß die <em>Piazza delle Erbe</em> um Mitternacht belebter war als am frühen Abend. In Cormons kehrten wir bei <em>Al Cacciatore della Subida</em> ein. Die Wirtin möge bringen, was sie für gut empfände, bestellte mein Vater in seinem wohl fehlerhaften, aber im Vergleich zu meinem wesentlich flüssigeren Italienisch. An die Parmesan-Chips als <em>aperitivo</em> erinnere ich mich, an die <em>faraona con lampone</em>, Perlhuhn mit einer Himbeersauce und auch daran, daß die schwarzen Nudeln mit Tintenfischtinte, die mein Vater aufgrund seiner Fischallergie nicht essen wollte, ohne Probleme ausgetauscht wurden. In Cividale del Friuli sahen wir uns im Nationalmuseum die Relikte der Langobarden an, dann ging es wohl über Kärnten zurück nach Tirol. Oder nach Graz? Genau weiß ich es nicht mehr. Auch Erinnerung kennt Prioritäten.</p>
<p>Nein, Rezepte habe ich mir damals keine notiert. Kochen konnte ich zu dieser Zeit noch nicht. Aber die Saat war gelegt. (Die Parmesan-Chips habe ich dann eines Tages zu rekonstruieren versucht. Auch wenn es gefühlte 100.000 Anleitungen dazu im Netz gibt, diese hier ist ganz meine.)</p>

<p><a href="https://mundschenk.at/erinnerungen-an-meinen-vater/">Erinnerungen an meinen Vater</a></p>
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				<title>Dolce: Sorbetto all’arancia</title>
				<link>https://mundschenk.at/sorbetto-all-arancia/</link>
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				<pubDate>Tue, 13 Nov 2012 20:57:37 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Biozoon]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Frozen Desserts]]></category>
		<category><![CDATA[Hydrokolloide]]></category>
		<category><![CDATA[Italienische Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Nemox]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Zum Abschluß eines italienischen Menüs gehört einfach ein dolce – mit einem sommerlichen Sorbet endet daher auch unsere Italienische Reise. Auch wenn der heurige Sommer nur noch eine ferne Erinnerung ist, möchte ich euch mein Eisrezept nicht vorenthalten. Schon lange bevor ich eine Eismaschine mein eigen nennen konnte (kleiner Exkurs: eine Nemox Gelatissimo, gleiche Technik [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sorbetto-all-arancia/">Dolce: Sorbetto all’arancia</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<div class="mceMediaCreditOuterTemp alignright" style="width: 300px;"><a href="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-5429 size-medium" title="Angerichtetes Sorbet" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-300x200.jpg" alt="Mehrere Glasschüsseln mit Orangensorbet" width="300" height="200" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-960x639.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet-1060x706.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/angerichtetes-sorbet.jpg 2048w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"></a></div>
<p>Zum Abschluß eines italienischen Menüs gehört einfach ein <em>dolce</em> – mit einem sommerlichen <em>Sorbet</em> endet daher auch unsere <a href="https://mundschenk.at/tag/italienische-reise/">Italienische Reise</a>. Auch wenn der heurige Sommer nur noch eine ferne Erinnerung ist, möchte ich euch mein Eisrezept nicht vorenthalten.</p>
<p>Schon lange bevor ich eine Eismaschine mein eigen nennen konnte (kleiner Exkurs: eine <em>Nemox Gelatissimo</em>, gleiche Technik wie die kleinste „Profi“-Maschine von Nemox, die <em>Gelato Pro 1700</em>; zwar mit Plastikgehäuse, dafür aber um den halben Preis erhältlich), habe ich mich an einem Blutorangen-Campari-<em>Parfait</em> versucht, mit durchaus wohlschmeckenden Ergebnissen. Mittlerweile bevorzuge ich aber bei den gefrorenen Fruchtdesserts die <em>Sorbets</em>, sie sind einfach erfrischender.</p>
<p>Meine Technik lehnt sich dabei an <a href="http://web.archive.org/web/20161007044343/http://www.thequenelle.com/2010/03/frozen-desserts-now-available-in-german.html" target="_blank" rel="noopener">Francisco Migoyas Standardwerk <em>Frozen Desserts</em></a> (Fruchtsaft + Sirup + Stabilisator), ersetzt aber einige der Hydrokolloide durch die im Einzelhandel erhältlichen Produkte der Firma <a href="https://biozoon.de/de/produkte/texturepro/" target="_blank" rel="noopener">Biozoon</a>. Das Buch ist übrigens wirklich empfehlenswert, wenn man auch über die technischen Aspekte der Eisbereitung Bescheid wissen will (aber eher nichts für diejenigen, die unkomplizierte Rezepte zum Nachkochen suchen). Ah ja, zum ersten Mal bei einem Rezept für dieses Festmahl mußte ich die Mengenangaben deutlich herunterskalieren. Alle Rezepte in <em>Frozen Desserts</em> sind in Restaurantmengen angegeben und ergeben fünf Kilogramm fertiges Eis.</p>
<p>Viele Faktoren wirken in der Eisbereitung auf hoch komplexe Art zusammen. Man kann zum Beispiel nicht einfach den Zuckergehalt eines Rezepts reduzieren und sich erwarten, daß das Ergebnis bis auf die Süße ident wäre. Um dies zu erreichen könnte man aber den Anteil des normalen Haushaltszuckers reduzieren und mehr Glucose verwenden, denn sie hat eine deutlich geringere Süßkraft. Wenn das Sorbet gleich verspeist werden soll, kann auf die Zugabe eines Stabilisators verzichtet werden. Muß es aber länger im Tiefkühler ausharren, besteht die Gefahr, daß es seine cremige Konsistenz verliert und steinhart wird. Der Stabilisatormix im Rezept reduziert einerseits die Bildung zu großer Eiskristalle und sorgt andererseits dafür, daß das <em>Sorbet</em> beim Antauen nicht gleich in ein Lackerl Orangensaft zerfließt.</p>
<p>Besonderheiten dieses <em>sorbetto all’arancia</em>: Ein Schuß Campari, um die bitteren Geschmackskomponenten der Orangen zu verstärken. Demselben Zweck dient das Mazerieren der Zesten in der Eismasse. Als texturellen Kontrapunkt zum Schmelz des <em>Sorbets</em> (und weil ich auch die Farbe so hübsch fand), habe ich Orangenschalen fein gehackt wieder untergemischt. Das fanden allerdings nicht alle Gäste so prickelnd, nach einer informellen Umfrage stand die Zustimmungsrate dabei ziemlich bei 50:50. Für das nächste Mal würde ich daher die Zesten nach dem Mazerieren über Nacht kandieren und damit nur das fertig angerichtete Sorbet dekorieren.</p>

<p><a href="https://mundschenk.at/sorbetto-all-arancia/">Dolce: Sorbetto all’arancia</a></p>
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											</item>
											<item>
				<title>Secondo: Pollo al limone (und ein bißchen Wein)</title>
				<link>https://mundschenk.at/secondo-pollo-al-limone/</link>
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				<pubDate>Sun, 21 Oct 2012 15:21:20 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Mundschenk</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wein]]></category>
		<category><![CDATA[Zitrus]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Die Auswahl der Weinbegleitung war zu diesem Menü etwas anspruchsvoller. Einerseits zeichnen sich alle Speisen durch einen recht starken Eigengeschmack aus und andererseits sollte der Wein auch aus Italien kommen. Zum Vitello tonnato wählten wir einen Vernaccia di San Gimignano von der Fattoria di Pancole, Toskana, aus dem Jahr 2010. Der recht kräftige Geschmack mit [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/secondo-pollo-al-limone/">Secondo: Pollo al limone (und ein bißchen Wein)</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-4748 size-thumbnail" title="Gedeckter Tisch" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/gedeckter-tisch-150x150.jpg" alt="Festlich gedeckter Tisch mit Weingläsern und Menükarten" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/gedeckter-tisch-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/gedeckter-tisch-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure>Die Auswahl der Weinbegleitung war zu diesem Menü etwas anspruchsvoller. Einerseits zeichnen sich alle Speisen durch einen recht starken Eigengeschmack aus und andererseits sollte der Wein auch aus Italien kommen.
<p>Zum <em><a title="Antipasto: Vitello tonnato" href="https://mundschenk.at/vitello-tonnato/">Vitello tonnato</a></em> wählten wir einen <em>Vernaccia di San Gimignano</em> von der <em>Fattoria di Pancole</em>, Toskana, aus dem Jahr 2010. Der recht kräftige Geschmack mit <em>Grapefruit</em>-Noten harmonierte gut mit Fisch und Kapern, hätte aber auch noch eine etwas stärkere Würzung vertragen. Ein weiterer Grund für die Wahl diesen Weines war jedoch auch, daß er geschmacklich noch etwas Spielraum für die weiteren Gänge ließ.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-4749 size-thumbnail" title="Weinflaschen" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/weinflaschen-150x150.jpg" alt="Vernaccia di San Gimignano, Roero Arneis, Barbera d'Alba &quot;Sposabella&quot;, Terra da confine" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/weinflaschen-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/weinflaschen-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure>Für die nächsten beiden Gänge planten wir drei verschieden Weine mit einem Wechsel von Weiß- auf Rotwein und steigende Kraft. Zunächst einen <em>Roero Arneis</em> 2011 von <em>Ceste</em>, Piemont. Etwas kräftige in Geschmack und Alkoholgehalt als der Vernaccia, paßte er sehr gut zu den <em><a title="Primo: Tagliatelle ai finferli di Carinzia" href="https://mundschenk.at/tagliatelle-ai-finferli/">Tagliatelle ai finferli</a></em>. Nach einer Runde wurde ein <em>Barbera d’Alba „Sposabella“</em>, ebenfalls von <em>Ceste</em>, aus dem Jahr 2010 ausgeschenkt und damit den Wechsel auf Rotwein vollzogen. Der körperreiche Wein und die Eierschwammerln waren eine sehr feine Kombination.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-4488 size-thumbnail" title="Zitronenhendl angerichtet Totale" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/zitronenhendl-angerichtet-totale-150x150.jpg" alt="Mehrere Teller mit Zitronenhendl und Polenta" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/zitronenhendl-angerichtet-totale-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/10/zitronenhendl-angerichtet-totale-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure>Zum <em><a title="Secondo: Pollo affogato alla Ligure" href="https://mundschenk.at/pollo-affogato-alla-ligure/">Pollo affogato</a></em> wurde zunächst ebenfalls der <em>Barbera</em> ausgeschenkt, der auch mit den Zitronenaromen des <em>Pollo al Limone</em> gut mithielt. (Apropos Zitronenhuhn: Das Weinhauerin-<em>pollo</em> unterscheidet sich doch wesentlich vom <a title="Secondo: Pollo affogato alla Ligure" href="https://mundschenk.at/pollo-affogato-alla-ligure/"><em>sous-vide</em>-Konkurrenzhendl</a>. Ihr Rezept findet Ihr weiter unten.) Zum Abschluß wählten wir aber einen Rotwein aus Umbrien: <em>Terra da confine</em> von <em>Vitalonga</em> aus dem Jahr 2009. Mit den kräftigen Geschmack und dem feinen Holzeinsatz (zwölf Monate in Holz gelagert) war dies der perfekte Wein zum <em>Pollo affogato</em> und dem ersten Verdauen vor dem Dessert.
<p>Zum <em>Sorbetto all’arancia</em> schließlich reichten wir einen <em>Moscato d’Asti</em> 2011 (wieder aus dem Hause <em>Ceste</em>), der durch seine Süße sehr gut mit den Orangen harmonierte.</p>
<p>&nbsp;<br>
</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/secondo-pollo-al-limone/">Secondo: Pollo al limone (und ein bißchen Wein)</a></p>
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				<title>Secondo: Pollo affogato alla Ligure</title>
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				<pubDate>Wed, 10 Oct 2012 21:36:44 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Unsere Italienische Reise liegt immer weiter zurück und ich habe immer noch nicht alle Rezepte eingestellt. Ein Beitrag pro Monat ist definitiv zu wenig – außerdem naht schon bald das nächste Festmahl (der Jahreszeit entsprechend mit viel wildem Wild – näheres dazu nächste Woche). So kann’s also nicht weitergehen. Ich gelobe feierlich Besserung! Die Weinhauerin [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/pollo-affogato-alla-ligure/">Secondo: Pollo affogato alla Ligure</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-4307 size-medium alignright" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-300x450.jpg" alt="Eine Menükarte mit zwei Secondi: Pollo affogato alle Ligure e Pollo al limone" width="300" height="450" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-300x450.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-768x1152.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-530x795.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-960x1440.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi-1060x1590.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-mit-secondi.jpg 1365w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="http://gregorjoham.at">Gregor Joham</a></span></figcaption></figure>Unsere <a title="Auch ich in Arkadien!" href="https://mundschenk.at/huehnerfond-druckkochtopf/">Italienische Reise liegt immer weiter zurück</a> und ich habe immer noch nicht alle Rezepte eingestellt. Ein Beitrag pro Monat ist definitiv zu wenig – außerdem naht schon bald das nächste Festmahl (der Jahreszeit entsprechend mit viel wildem Wild – näheres dazu nächste Woche). So kann’s also nicht weitergehen. Ich gelobe feierlich Besserung!
<p>Die Weinhauerin bestand ja darauf, daß wir unbedingt zwei Hauptspeisen bräuchten, so von wegen Wettbewerb und so. Sechs Hühner sind dann aber auch für 20 (bzw. letztlich 18) Menschen zu viel. Zumindest wenn es vorher auch noch <a title="Antipasto: Vitello tonnato" href="https://mundschenk.at/vitello-tonnato/"><em>vitello tonnato</em></a> und <a title="Primo: Tagliatelle ai finferli di Carinzia" href="https://mundschenk.at/tagliatelle-ai-finferli/"><em>tagliatelle ai finferli</em></a> gibt!</p>
<p>Das von ihr vorgeschlagene Zitronenhuhn war mir trotz zahlreicher Internet-Rezepte irgendwie zu unauthentisch (falls ich mich das überhaupt schreiben trauen darf). Also schnell in dem dünnen Band „Fleisch, Geflügel &amp; Wild“ mit den <em>Carluccio’s</em>-Rezepten geblättert. Ah ja, da war ja der Kiniglhas mit Oliven. Kaninchen, Hendl, eh alles einerlei? Nachträglich bedaure ich die Substitution. Hendl ist fad. Zumindest in der Form, in der man es bei uns käuflich erwerben kann (also jung). Zweimal Hendl, angesichts der Gästezahl notgedrungen in ähnlicher Auflaufform und mit derselben Beilagee serviert, kann eigentlich nur <em>overkill</em> sein. Selbst wenn’s allen geschmeckt hat: Meine Menüplanung war schon einmal besser ;-)</p>
<p>Aber nun zum Rezept selbst: Abgesehen von der Mengenskalierung war es mir natürlich ein Anliegen, das Fleisch möglichst saftig zu halten, was bei Hendl traditionell ja oft ein Problem ist. Also <em>sous-vide</em>. Die Brüste hatte ich mir mit Haut, aber ohne Knochen schon vom Fleischer zuschneiden lassen. Bei den Haxerln blieben die Knochen drin (ich hatte ursprünglich vor, sie nach der Garung zu entfernen, aber in der Hitze des Gefechts unterblieb das dann). Im Originalrezept wird zum Stauben der Fleischstücke natürlich Mehl verwendet. Da eine <em>commensale</em> an einer Glutenunverträglichkeit leidet, war der Griff zur Maisstärke obligatorisch. Der Knusprigkeit sollte das aber eh eher zuträglich gewesen sein.</p>
<p><br>
</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/pollo-affogato-alla-ligure/">Secondo: Pollo affogato alla Ligure</a></p>
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				<title>Primo: Tagliatelle ai finferli di Carinzia</title>
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				<pubDate>Mon, 24 Sep 2012 09:51:46 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Die Weinhauerin</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Eierschwammerl]]></category>
		<category><![CDATA[Italienische Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Pasta]]></category>
		<category><![CDATA[Primo]]></category>
		<category><![CDATA[Steinpilze]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Mit den richtigen Zutaten ist das ein Gericht, dessen Zubereitung keine fünf Minuten benötigt! (OK, für 20 Leute stimmt das nur, wenn man auch die entsprechend großen Töpfe und Pfannen hat und das Wasser schon kocht ;-)) Die Nudeln wurden frisch geschnitten erjagt in La Pasteria im Wiener Servitenviertel (und der feine italienische Käse kam [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/tagliatelle-ai-finferli/">Primo: Tagliatelle ai finferli di Carinzia</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-3 icon-6"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-3225" title="Menükarte &quot;Tagliatelle ai finferli di Carinzia&quot;" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-tagliatelle-ai-finferli-di-carinzia-150x150.jpg" alt="Menükarte &quot;Tagliatelle ai finferli di Carinzia&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-tagliatelle-ai-finferli-di-carinzia-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/menuekarte-tagliatelle-ai-finferli-di-carinzia-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure>Mit den richtigen Zutaten ist das ein Gericht, dessen Zubereitung keine fünf Minuten benötigt! (OK, für 20 Leute stimmt das nur, wenn man auch die entsprechend großen Töpfe und Pfannen hat und das Wasser schon kocht ;-)) Die Nudeln wurden frisch geschnitten erjagt in <a href="http://www.lapasteria.at" target="_blank">La Pasteria</a> im Wiener Servitenviertel (und der feine italienische Käse kam gleich mit)!

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="315" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/nudeln-530x315.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Bandnudeln von La Pasteria">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/kaese-salva-di-grotta-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="&quot;Salva di grotta&quot;-Käse in der Vitrine von La Pasteria">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/italienische-kaese-in-der-vitrine-von-la-pasteria-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Verschiedene italienische Käse in der Vitrine von La Pasteria">
</figure>\n
<p>Eigentlich waren nur <em>Tagliatelle ai finferli</em> geplant, aber zwei Kilo Steinpilze konnten wir dann auch nicht ausschlagen. Die Eierschwammerl und Steinpilze wurden direkt aus dem <del>feindlichen</del> <ins>südlichen</ins> Ausland importiert.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/eierschwammerl-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kärntner Eierschwammerl">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/steinpilze-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kärntner Steinpilze">
</figure>\n
<p>Wir hatten übrigens keine ausreichend großen Kochutensilien verfügbar, weswegen wir die Tagliatelle in zwei Tranchen servieren mußten. Das nächste Mal muß <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">der Mundschenk</a> seinen 10-Liter-Suppentopf mitbringen!</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-7"><img decoding="async" class="wp-image-3091 size-large" title="Schwammerlnudeln" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-530x353.jpg" alt="Tagliatelle ai finferli" width="530" height="353" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln-1060x706.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/schwammerlnudeln.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure><br>

<p><a href="https://mundschenk.at/tagliatelle-ai-finferli/">Primo: Tagliatelle ai finferli di Carinzia</a></p>
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				<title>Antipasto: Vitello tonnato</title>
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				<pubDate>Sat, 25 Aug 2012 16:46:17 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Italienische Reise]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Oft geht bled. Da wartet man schon sehnsüchtig auf die schönen Photos vom letzten Festmahl und dann kommen sie ausgerechnet, während man auf Urlaub ist. Nachdem das Wetter nun aber keine Ausreden mehr bietet („Na, ich kann heut keinen Blog-Eintrag schreiben, am Pool könnte der Computer naß werden!“) beginne ich heute mit der ersten Etappe [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/vitello-tonnato/">Antipasto: Vitello tonnato</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3 icon-9"><img decoding="async" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/vitello-am-teller-150x150.jpg" alt="Eine Portion vitello tonnato mit Kapern und einer Zitronenscheibe" title="Vitello am Teller" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1762" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/vitello-am-teller-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/vitello-am-teller-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit"></span></figcaption></figure>
<p>Oft geht bled. Da wartet man schon sehnsüchtig auf die schönen Photos vom letzten Festmahl und dann kommen sie ausgerechnet, während man auf Urlaub ist. Nachdem das Wetter nun aber keine Ausreden mehr bietet („Na, ich kann heut keinen Blog-Eintrag schreiben, am Pool könnte der Computer naß werden!“) beginne ich heute mit der ersten Etappe der <a href="https://mundschenk.at/huehnerfond-druckkochtopf/" title="Auch ich in Arkadien!">Italienischen Reise</a>. Ein italienisches Festmahl beginnt natürlich mit dem <em>antipasto</em>. Den sommerlichen Temperaturen Ende Juli angepaßt war das diesmal <em>vitello tonnato</em>.</p>
<p>Kaum ein Gericht bietet sich so sehr für eine Zubereitung <em>sous-vide</em> an, wie <em>vitello tonnato</em>. Das zarte Kalbfleisch übergart leicht und unter drei Flaschen Wein käme man bei einer Portion für 20 Personen auch nicht aus. Frisch sollte das Fleisch natürlich sein. Es gibt kaum etwas Grauslicheres als überlagertes Kalbfleisch (so wir bei noch grundsätzlich verzehrfähigen Produkten bleiben). Wenn das Wiener Schnitzel seltsam schmeckt, muß das nicht an schlechtem Frittierfett liegen.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/kalbfleisch-150x150.jpg" alt="Kalbfleisch" title="Kalbfleisch" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1764" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/kalbfleisch-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/kalbfleisch-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p>Nach Vorbestellung bei der Fleischerei Szabo hatte ich diesbezüglich aber keinerlei Probleme, obwohl ich nach Abholung am Mittwoch erst am Donnerstag zum Kochen gekommen bin. Im dicken Vakuumbeutel war auch ein weiterer Tag Rast in meinem Kühlschrank kein Malheur. Das an sich nette Angebot, das gegarte Fleisch zum Aufschneiden auf der großen Schneidmaschine vorbeizubringen, hatte ich dankend abgelehnt. Dreieinhalb Kilo sind doch für meine Graef Euro 1900 kein Problem. Für alle, die keine (wenn auch kleine) Gewerbeaufschnittmaschine zuhause haben, ist das aber natürlich ein feiner Service.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-11"><img decoding="async" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/zutaten-150x150.jpg" alt="Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Knoblauch" title="Zutaten" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1767" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/zutaten-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/08/zutaten-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p>Als Ausgangspunkt wählte ich ein <a href="https://web.archive.org/web/20180409143253/http://antonio-carluccio.co.uk/" target="_blank">Carluccio</a>-Rezept, das ich in meiner Vor-sous-vide-Zeit schon einmal zu allgemein großer Zufriedenheit zubereitet hatte. Angegeben ist ein Liter Wein auf ein Kilo Fleisch, was ich aus Ökonomiegründen für meine sous-vide-Variation auf eine Flasche bei gleichbleibender Gemüseeinwaage reduziert habe. Keine große Ersparnis? Doch, denn mit dieser einfachen Fondmenge wird bei mir die dreifache Menge Fleisch pochiert. Bevor es aber langweilig wird, hier das Rezept.</p>
<p><br>
</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/vitello-tonnato/">Antipasto: Vitello tonnato</a></p>
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