Autor(inn)enarchiv: Der Mundschenk

Der Mundschenk ist Doktorand in der Medizintechnik und genießt es gute Getränke und Speisen zu verkosten und darüber - eher hedonistisch - zu diskutieren.

Secondo: Pollo al limone (und ein bißchen Wein)

Die Aus­wahl der Wein­be­glei­tung war zu die­sem Menü etwas anspruchs­vol­ler. Einer­seits zeich­nen sich alle Spei­sen durch einen recht star­ken Eigen­ge­schmack aus und ande­rer­seits sollte der Wein auch aus Ita­lien kommen. 

Zum Vitello ton­n­ato wähl­ten wir einen Vernac­cia di San Gimignano von der Fat­to­ria di Pan­cole, Tos­kana, aus dem Jahr 2010. Der recht kräf­tige Geschmack mit Grape­fruit-Noten har­mo­nierte gut mit Fisch und Kapern, hätte aber auch noch eine etwas stär­kere Wür­zung ver­tra­gen. Ein wei­te­rer Grund für die Wahl die­sen Wei­nes war jedoch auch, daß er geschmack­lich noch etwas Spiel­raum für die wei­te­ren Gänge ließ. 

Für die näch­sten bei­den Gänge plan­ten wir drei ver­schie­den Weine mit einem Wech­sel von Weiß- auf Rot­wein und stei­gende Kraft.

Gallischer Wein zum Gelage

Auch dies­mal wurde die Wein­be­glei­tung wie­der mit der Hilfe von Hel­mut vom Gal­lier in Graz aus­ge­wählt (ein herz­li­ches Danke an die­ser Stelle). Weiß­wein zum Fisch war irgend­wie klar, aber zumin­dest die Weine zur Bouil­la­baisse müs­sen auch genü­gend Kraft haben um mit der Würze mitzuhalten. 

Die ersten bei­den Weine waren sehr schnell gefun­den: Zu Scampo und Jakobs­mu­schel ein Alb­ariño Gun­dian 2011 aus der Nähe von Sant­iago de Com­po­stella (Gali­cien, Spa­nien). Ein fri­scher, fruch­ti­ger Wein mit, für spa­ni­sche Weine, aus­ge­präg­ter Säure und wenig Alko­hol (12 % vol). 

Danach zur Bouil­la­baisse ein Xarel·lo 2011 von Miquel Pons aus der Gegend von Bar­ce­lona (Kata­lo­nien, Spa­nien).