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		<title>Schlagwortarchiv für &#039;Babette&#039;s&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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		<description>Was Küche und Keller hergeben.</description>
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	<title>Schlagwortarchiv für &#039;Babette&#039;s&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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				<title>„Werden hier etwa Tiere getötet?“</title>
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				<pubDate>Sat, 16 Aug 2014 19:05:03 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Potpourri]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Pause]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Niemand lernt in einem Kochkurs kochen. Allein schon die Vorstellung ist absurd. Kochen ist zuallererst Handwerk. (Die Kochkunst im eigentlichen Sinn, wie sie Ferran Adrià und andere Spitzenköchinnen und ‑köche betreiben oder betrieben haben, soll für die folgenden Gedanken außen vor bleiben.) Wie jedes Handwerk ist auch das Küchenhandwerk in Wahrheit nur auf eine Art [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/nutzen-kochkurse/">„Werden hier etwa Tiere getötet?“</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand lernt in einem Kochkurs kochen. Allein schon die Vorstellung ist absurd. Kochen ist zuallererst Handwerk. (Die Kochkunst im eigentlichen Sinn, wie sie Ferran Adrià und andere Spitzenköchinnen und ‑köche betreiben oder betrieben haben, soll für die folgenden Gedanken außen vor bleiben.) Wie jedes Handwerk ist auch das Küchenhandwerk in Wahrheit nur auf eine Art erlernbar: durch das fortwährende Tun.</p>
<p>Damit möchte ich natürlich nicht ausdrücken, daß das Lernen unter Anleitung den meisten Menschen nicht etwas leichter fällt. Das stimmt zweifellos. Aber auch der Lehrberuf „Koch/Köchin“ besteht eben hauptsächlich aus Tun und der Wiederholung von, ja, auch stumpfsinnigen (manche sagen: meditativen) Tätigkeiten. Nur so kann sich die Routine einstellen, die signalisiert, daß man ein Handwerk wirklich beherrscht. Diese Routine war früher keineswegs auf den professionellen Bereich beschränkt. Während es jedoch vormals fast ausschließlich Frauen waren, die derart fest in die tägliche Essensversorgung eingebunden waren (und es vereinzelt noch sind – mir kommt dazu die türkische Großmutter in den Sinn, die im Akkord Mantı für die Familienfeier formt), hat sich die Beschäftigung mit und in der Küche in Bezug auf die Geschlechter egalisiert: Es findet einfach fast niemand mehr die Zeit, sich täglich in die Küche zu stellen und in entsprechendem Umfang zu kochen.</p>
<p>Daher: In einem der üblichen Kochkurse für den privaten Bedarf lernt niemand kochen (mehrtägige oder gar ‑wöchige Spezialkurse für ausgelernte Köchinnen und Köche sind damit natürlich nicht gemeint). Trotzdem gehe ich gerne in Kochkurse. Warum eigentlich?</p>
<p><span id="more-60332"></span></p>
<h2>Drei Gründe für Kochkurse</h2>
<p>Billig sind sie ja nicht gerade – unter 100, eher 120 Euro für einen drei- bis vierstündigen Abend spielt sich selten etwas ab. Auf den ersten Blick ist das viel Geld, auch wenn eine kurze Kalkulation dies doch recht schnell relativiert. Neben dem reinen Wareneinsatz für Speisen und Getränke sowie der notwendigen Infrastruktur je nach Gruppengröße auch noch mindestens zwei Menschen für die diversen Hilfstätigkeiten (und für das große Aufräumen im Anschluß).</p>
<ol>
<li>Kochkurse als Ersatz für Restaurantbesuche</li>
<li>Kochkurse als „geschützte Werkstatt“</li>
<li>Kochkurse als Hilfe gegen Fernweh</li>
</ol>
<p>In erster Linie ist ein Kochkurs eine Gelegenheit, mit (im besten Fall) netten und am Kochen interessierten Menschen einen geselligen Abend zu verbringen. Quasi ein Restaurantbesuch mit partieller Eigenverantwortung für die Qualität der Speisen. Die undankbaren und langwierigen Tätigkeiten werden einem meist eh abgenommen. (Nebenbei auch einer der Gründe, warum der Erkenntnisgewinn bei Kochkursen oft bescheiden ist. Zuhause hat man ja auch selten eine Küchenbrigade zur Verfügung.) Gewisse Rezeptschritte fallen aus Zeitgründen sowieso aus (z.B. Fleisch marinieren oder Sauerteig ansetzen) und daß alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles ausprobieren, geht sich sowieso selten aus. Mit dem Küchenalltag hat so eine Kurssituation also recht wenig gemein.</p>
<p>Der erste Grund bedarf also, so denke ich, keiner weiteren Erläuterung. Doch was hat es mit dem zweiten und dritten Punkt auf sich? Hier muß ich etwas weiter ausholen.</p>
<hr>
<h2>Unheimliche Ingredienzien</h2>
<p>Kochkurse sind jedenfalls eine gute Möglichkeit, in einem „geschützten“ Umfeld mit unbekannten, ungewöhnlichen oder „unheimlichen“ Zutaten zu experimentieren. Dafür eignen sich natürlich nicht alle Kurse gleichermaßen. Je nach Vorwissen und kulinarischer Sozialisation unterscheidet sich individuell, welche Ingredienzien für jemand unvertraut sind. Bei mir waren es in den letzten beiden Jahren drei Kochkurse, die ich explizit aus diesem Grund besucht habe:</p>
<ul>
<li>„Schalen- und Krustentiere“ (<a href="http://www.diestadtspionin.at/interviews/pernstich.php" target="_blank" rel="noopener">Nathalie Pernstich</a>, <a href="https://babettes.at/" target="_blank" rel="noopener">Babette’s</a>, Dezember 2012)</li>
<li>„Innereien – auf Herz und Niere geprüft!“ (<a href="http://www.bittermann-vinarium.at/adi_bittermann-3477" target="_blank" rel="noopener">Adi Bittermann</a>, <a href="https://kochkurse.ichkoche.at" target="_blank" rel="noopener">ichkoche.at</a>, März 2013)</li>
<li>„Fisch und Meeresfrüchte“ (<a href="https://www.ichkoche.at/aaron-waltl-ichkoche-kochschule-artikel-2979" target="_blank" rel="noopener">Aaron Waltl</a>, ichkoche.at, August 2013)</li>
</ul>
<p>Nicht selbsterklärend genug? OK, dann also hier die <em>Reader’s Digest</em>-Fassung der Kurse.</p>
<h3>Fallbeispiel 1: Schalen- und Krustentiere</h3>

<figure>
<img fetchpriority="high" decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/teilnehmerinnen-des-kochkurses-schalen-und-krustentiere-bei-babette-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Teilnehmerinnen des Kochkurses &quot;Schalen- und Krustentiere&quot; bei Babette's">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/dramatis-personae-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Im Vordergrund Nathalie Pernstich mit einem Hummer, im Hintergrund Luisa Schrammel">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/austern-oeffnen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Nathalie Pernstich öffnet eine Auster">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/luisas-auster-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Luisa Schrammel hat ihre erste Auster geöffnet">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/gekochter-hummer-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein gekochter Hummer wird aus dem Kochtopf gehoben">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/flusskrebse-landen-im-kochtopf-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Lebende Flußkrebse werden in einen Topf mit sprudelnd kochender Court-bouillon geworfen.">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/oktopus-zerteilen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Der Oktopus wird mit dem Messer zerteilt">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/hinterleib-eines-eiertragenden-hummerweibchens-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Hinterleib eines eiertragenden Hummerweibchens">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/hummerschalen-flambieren-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Hummerschalen werden einem Kupferkessel flambiert">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/offener-raviolo-mit-geschmortem-oktopus-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die offenen Ravioli mit geschmortem Oktopus auf weißen Tellern angerichtet">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/02/meeresfruechtekekse-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Keksausstecher in Form von Meeresfrüchten: Oktopus, Seestern, Hummer, Fisch">
</figure>\n
<p>Es gibt Kochkurse, da sollte man die eigenen Erwartungen besser vorab überprüfen, sonst ergeht es einem wie einer Teilnehmerin, die bei den „Schalen- und Krustentieren“ nach einem Blick auf den Tageseinkauf leicht indigniert in die Runde fragte, ob hier denn etwa Tiere getötet würden? Uh-oh. In der Tat waren alle Austern, die zu öffnen wir lernten, noch am Leben (und wir sind das daher auch bis heute). Auch die Hummer und Flußkrebse kamen nach alter französischer Tradition lebend in den Topf. (<a href="http://cookingissues.com/2012/07/04/how-to-become-a-seafood-anesthesiologist-and-kill-your-4th-of-july-lobster/" target="_blank" rel="noopener">Warum andere Tötungsmethoden wahrscheinlich auch geschmacklich besser sind, hat Dave Arnold vor einiger Zeit in einem <em>Cooking Issues</em>-Beitrag beschrieben.</a>) Nur der Oktopus, der war tiefgefroren. (Also eventuell doch Paul, die Krake. Bei Tiefkühlkost weiß man ja nie so genau …)</p>
<h3>Fallbeispiel 2: Innereien</h3>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/kalbsbries-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Rohes Kalbsbries">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/vorgekochtes-beuschel-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine Scheibe vorgekochtes, gepreßtes Beuschel">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/messerrolle-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Messerrolle">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/adi-bittermann-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Adi Bittermann erklärt uns die Innereinküche.">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/kutteln-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Adi Bittermann schneidet Kutteln">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/kutteln-in-sauce-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kutteln in Sauce">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/kalbsbries-mit-spargel-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kalbsbries mit Spargel">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/beuschelpalatschinken-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Beuschelpalatschinken">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/rohe-kalbsleber-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="In feine Scheiben geschnittene rohe Kalbsleber auf einem Schneidbrett, daneben ein großes Küchenmesser">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/kalbsnieren-werden-arrosiert-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kalbsnieren werden in der Pfanne arrosiert">
<img decoding="async" width="530" height="298" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/adi-bittermann-schneidet-angebratene-kalbsnieren-auf-530x298.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Adi Bittermann schneidet angebratene Kalbsnieren auf">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/stierhoden-vakuumiert-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Vakuumierte Stierhoden">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/halbierte-stierhoden-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Halbierte Stierhoden">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/stierhoden-im-wok-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Stierhoden als Tofu-Ersatz im Wok">
</figure>\n
<p>Ich bin der Meinung, man sollte alles zumindest einmal gegessen haben. Bei manchen Gerichten liegt die Betonung allerdings auf dem <em>einmal</em>. Für alle, die diese <a title="Im Freyenstein zählen die inneren Werte" href="https://mundschenk.at/innereien-freyenstein/">Reise ins Innere eines Tieres</a> noch vor sich haben: Grauslichkeit spielt sich nur im Kopf ab. Abschalten, kosten, und erst hinterher wieder daran denken, was das jetzt eigentlich genau war. Nur weil etwas eine traditionelle Spezialität ist, muß es nicht unbedingt prickelnd schmecken. Umgekehrt verbirgt sich hinter manchem Arme-Leute-Essen (oder, ebenfalls oft gehört: Hundefutter) eine schmackhafte Delikatesse. Grillmeister Adi Bittermann ist in seinem Wirtshaus in Göttlesbrunn auch als Spezialist für die inneren Werte des Tieres bekannt.</p>
<p>Hier also meine persönlichen Notizen: Kalbsniere muß nicht sein. Außer zäh hauptsächlich zäh (was dafür spricht, daß sie ausreichend gewässert war, sonst kann einem da auch ein dezentes <em>pipi de chat</em> entgegenduften). Bries: Dafür würde ich das Kalb auch eigenhändig schlachten. Eindeutig meine liebste Innerei – ich find’s einfach unfaßbar gut. Hirn ist ganz nett, aber nicht extrem geschmacksintensiv. Selbiges gilt für Kutteln. Eh OK, aber den <em>hype</em> darum kann ich nicht nachvollziehen. Schmecken halt nach der jeweiligen Sauce. Stierhoden – der Tofu des Rinds. Sowohl geschmacklich wie von der Konsistenz her. Verzichtbar. Beuschel und Herz, <em>I like</em>. Ordentlich putzen ist halt wichtig, aber das gilt eh für alle Innereien. War da noch was? Ah ja, die Leber. Eine Haßliebe. Mir wird der Geschmack schnell zu penetrant, ein paar Bissen können schon sehr, sehr gut sein, wenn die Leber nicht zu Tode gebraten wurde. Generell ziehe ich die Geflügelvariante vor.</p>
<h3>Fallbeispiel 3: Fisch</h3>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/aaron-waltl-erklaert-die-anatomie-eines-pulpo-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Aaron Waltl erklärt die Anatomie eines Pulpo">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/fuenf-frische-fische-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Fünf frische Fische auf einem Küchentuch">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/filetieren-eines-saiblings-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Filetieren eines Saiblings">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/filetieren-eines-steinbutts-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Filetieren eines Steinbutts">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/ceviche-marinieren-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wolfsbarschfilets werden mit Limettensaft und Chili mariniert">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/ceviche-kleinschneiden-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die fertig &quot;gegarten&quot; Wolfsbarschfilets werden in mundgerechte Stücke geschnitten">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/gegarter-pulpo-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein gekochter Pulpo und verschiedene Gemüsereste in einem Plastiksieb">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/miesmuscheln-mit-weissbrot-und-chilioel-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Miesmuscheln mit Weißbrot und Chiliöl">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/surf-turf-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Spießchen mit Kalbstafelspitz und Garnelen, Marillen-Thymian-Chutney, gegrillter Erdäpfelsalat">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/calamaretti-im-wok-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Calamaretti brutzeln im Wok">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/gebratene-calamaretti-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Gebratene Calamaretti">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/calamaretti-gegrillte-wassermelone-rote-rueben-salat-wasabi-dressing-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Calamaretti, gegrillte Wassermelone, Rote-Rüben-Salat, Wasabi-Dressing">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/saiblings-und-forellenfilet-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Ein Saiblings- und ein Forellenfilet, Thymian, und eine halbe Knoblauchknolle werden in einer Pfanne gebraten">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/zitrone-zum-fisch-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine Zitrone wird über zwei gebratenen Fischfilets ausgequetscht.">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/oktopusarme-in-einer-gusseisenpfanne-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Oktopusarme werden in einer Gußeisenpfanne gebraten">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/03/gegrillter-pulpo-pfirsich-mozarella-salat-mojito-pesto-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Gegrillter Pulpo, Pfirsich-Mozarella-Salat, Mojito-Pesto">
</figure>\n
<p>Aaron Waltl legt großen Wert darauf, daß tatsächlich alle Arbeitsschritte im Kurs geübt werden können. „Wir haben noch genug da, alle sollen das einmal ausprobieren können!“, fordert er uns zum Filetieren eines Steinbutts auf. Platz ist im Kochstudio von ichkoche.at glücklicherweise genügend und auch ordentlich scharfe Messer (Wüsthof) gibt es in ausreichender Anzahl. Neben den einheimischen Klassikern Forelle und Saibling wagten wir uns auch an das Filetieren von Plattfischen (der schon erwähnte Steinbutt und, wenn ich mich recht erinnere, auch Scholle).</p>
<p>Erfreulich weltläufig ging es auch weiter: Zusätzlich zum hierorts verbreiteten Braten und Räuchern standen auch „exotischere“ Zubereitungsmethoden wie <em>ceviche</em> (an sich roher Fisch wird dünn aufgeschnitten – meist mit Chili – in Limettensaft mariniert wodurch er eine „gegarte“ Konsistenz erhält, da die Eiweiße aufgrund der Säure des Zitrussafts denaturiert werden) auf dem Lehrplan.</p>
<hr>
<h2>Schnuppern in fremde(n) Küchen</h2>
<p>Einen dritten Grund für beziehungsweise eine dritte Kategorie von besuchenswerten Kochkursen will ich nicht verschweigen: Das Kennenlernen neuer Küchen. Logisch, am besten tut man das in der jeweiligen Weltgegend, aber das kann man sich halt nicht in jeder Lebenssituation (oder für jede Weltgegend) leisten. Außerdem: Mehr als allenfalls ein kurzer Blick in die Küche gelingt im Urlaub selten, oder?</p>
<p>Auch für diesen dritten Aspekt habe ich ein Beispiel aus dem letzten Jahr parat. In den Genuß von <a title="Olivenöl und Thai-​Küche in der Kochwerkstatt 7" href="https://mundschenk.at/olivenoel-thai-kochwerkstatt-7/">Wolfgang Krivanec‘ südostasiatischer Küche</a> bin ich ja schon 2012 gekommen, letztes Jahr war ich dann auch zu einem entsprechenden Kochkurs in die damalige Kochwerkstatt 7 (jetzt: <a href="http://web.archive.org/web/20160313130952/http://www.diepause.at/kochstudio/" target="_blank" rel="noopener">Die Pause</a>) eingeladen. Wolfgang hat mehrere Jahre in Thailand gelebt und gearbeitet, hält aber glücklicherweise wenig von übertriebenem Authenzitätsgetue à la „wenn ich diese spezielle Thai-Gemüsesorte nicht bekomme, muß ich leider das ganze Essen absagen“. Klar also, daß die Currypasten im Thermomix entstehen – der Mörser kommt nur für den Papaya-Salat zum Einsatz.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/zutaten-fuer-curry-paste-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die Zutaten für eine Thai-Curry-Paste: rote und grüne Chili, Ingwer, Galgant, Zitronengras, Knoblauch">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/zutaten-fuer-curry-paste-im-thermomix-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zutaten für Curry-Paste im Thermomix">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/vietnamesische-fruehlingsrolle-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wolfgang Krivanec rollt ein Reisblatt zu einer vietnamesischen Frühlingsrolle.">
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/wolfgang-krivanec-richtet-an-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wolfgang Krivanec richtet die vietnamesischen Frühlingsrollen an">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/gehackte-erdnuesse-gehoeren-dazu-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die Vollendung der Frühlingsrolle: gehackte Erdnüsse">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/salat-aus-roher-papaya-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Salat aus roher Papaya wird im Mörser gestampft.">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/wolfgang-krivanec-hackt-pak-choi-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wolfgang Krivanec hackt Pak-choi">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/thailaendische-fischbaellchen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Rohe Thailändische Fischbällchen">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/fischbaellchen-frittiert-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Fischbällchen mit Reisnudeln">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/reis-im-reiskocher-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Reis im Reiskocher">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/eine-leichte-curry-sauce-zum-weissen-spargel-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine leichte Curry-Sauce zum weißen Spargel">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/penang-curry-mit-beiriedschnitte-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Eine Schüssel Panang-Curry mit Beiriedschnitte">
</figure>\n
<p>Aufgrund der relativ kleinen Gruppe (ich finde ja sieben oder acht Menschen ideal – mehr ist nur für die Veranstalterinnen und Veranstalter gut) war genügend Zeit fürs Ausprobieren und Nachfragen. Abgesehen von den wichtigsten Grundlagen der Curry-Pastenbereitung und des Frühlingsrollenfaltens, nahm ich auch einige überraschende Erkenntnisse mit: Wer hätte zum Beispiel gedacht, daß Spargel durchaus eine (leichte) Curry-Sauce verträgt? Und zuviel Fischsauce kann man auch kaum verwenden. Die süß-scharf-sauer-salzige Vielfalt machte jedenfalls Lust auf mehr – und selbst die zarten Reispapierblätter sind schließlich gar nicht so schwer handzuhaben, wie es am Anfang aussieht. (Und falls wer Hunger bekommen hat: Im Juni hat Wolfgang endlich ein eigenes Lokal eröffnet, das <a href="http://www.okra1020.com" target="_blank" rel="noopener">Okra in der kleinen Pfarrgasse im 2. Bezirk</a>. Feine Ramen, Maki und ein Holzofen für allerlei Experimente erwarten die Besucherinnen und Besucher. Reservierung empfohlen.)</p>
<h2>Conclusio</h2>
<p>In einen Kochkurs, um kochen zu lernen? Nimmermehr. Nutzbringend sind Kochkurse genau dann, wenn man die eigene kulinarische Komfortzone verläßt und sich auf neue Zutaten, neue Küchen, neue Geschmackskombinationen einläßt.</p>
<hr>
<p><em>Zum Kurs „Fisch und Meeresfrüchte“ von ichkoche.at und zu Wolfgang Krivanec‘ Thai-Kochkurs war ich als Blogger eingeladen. Alle anderen erwähnten Kochkurse habe ich privat besucht und bezahlt.</em></p>
<p><a href="https://mundschenk.at/nutzen-kochkurse/">„Werden hier etwa Tiere getötet?“</a></p>
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				<title>Der englische Fasan</title>
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				<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 18:18:33 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Festmahl]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Anfang November war es wieder einmal Zeit für ein Festmahl. Der Jagdsaison entsprechend hatten die Weinhauerin und ich uns auf das Motto „Wilder Abend“ geeinigt. Bei der Menüplanung blieben wir ganz traditionell (um nicht zu sagen: kulinarisch reaktionär). Der erste Gang sollte aus einer Pastete oder Terrine bestehen, danach ein Hirschragout mit Spätzle. Als pièce [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/pate-en-croute-de-faisan/">Der englische Fasan</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-4"><img decoding="async" class="wp-image-7755 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/menuekarte-pasteten-150x150.jpg" alt="Menükarte &quot;Pâté en croûte de Faisan mit kandierten Schwarzen Nüssen / Terrine de chevreuil et canard&quot;" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/menuekarte-pasteten-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/menuekarte-pasteten-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="http://gregorjoham.at">Gregor Joham</a></span></figcaption></figure>Anfang November war es wieder einmal Zeit für ein Festmahl. Der Jagdsaison entsprechend hatten <a href="https://mundschenk.at/author/tina/">die Weinhauerin</a> und ich uns auf das Motto „Wilder Abend“ geeinigt. Bei der Menüplanung blieben wir ganz traditionell (um nicht zu sagen: kulinarisch reaktionär). Der erste Gang sollte aus einer Pastete oder Terrine bestehen, danach ein Hirschragout mit Spätzle. Als <em>pièce de résistance</em> dann Rehfilet, rosa gebraten, mit dem ganzen altmodischen Brimborium: Rotweinbirnen, Preiselbeeren, Kroketten, Blaukraut. Und damit auch wirklich niemand ohne zumindest einen Damenspitz nachhause kommt, als Nachspeise besoffene Kapuziner.

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/hirschgulasch-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Hirschgulasch mit Spätzle">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/reh-mit-rotweinglace-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Reh mit Blaukraut, glasierten Maroni, Portweinbirnen und Kroketten">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/besoffener-kapuziner-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Besoffener Kapuziner mit marinierten Waldbeeren und Schlagobers">
</figure>\n
<p><span id="more-7710"></span></p>
<p>Im Detail war es dann etwas komplizierter: Zweimal warmes Fleisch direkt aufeinanderfolgend geht nicht. Also noch ein Sorbet zur Abkühlung des Gaumens. Birne bot sich in diesem Fall an. Nachdem wir eh für das Reh auch noch Rotweinbirnen haben wollten, diente das Kompottrezept aus <a href="https://www.esskultur.at/frisch-aus-der-buchbinderei-oesterreich-vegetarisch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Österreich vegetarisch“</a> gleich als Sorbetbasis (einfach noch ein bißchen länger gekocht, bis die Birnen schön weich waren). Die Sauce des Rehs bestand aus der <em>red wine glaze</em> aus „Modernist Cuisine at Home“, nicht ganz unaufwendig, aber aber nichts im Vergleich zum elaboriertesten Vorhaben des Abends, den Vorspeisen.</p>
<hr>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-5"><img decoding="async" class="wp-image-7719 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/luisa-schrammel-und-nathalie-pernstich-150x150.jpg" alt="Luisa Schrammel und Nathalie Pernstich" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/luisa-schrammel-und-nathalie-pernstich-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/luisa-schrammel-und-nathalie-pernstich-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-3 icon-6"><img decoding="async" class="wp-image-7971 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/01/sophie-laurent-150x150.jpg" alt="Sophie Laurent" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/01/sophie-laurent-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/01/sophie-laurent-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Schon allein deshalb, weil die Vorbereitungen gut zwei Wochen früher mit der Zusammenstellung der richtigen Gewürzmischungen begonnen hatten. Terminlich traf es sich gut, daß das Babette’s‑Team für Ende Oktober den ersten <em>Spice Workshop</em> zum Thema „Wildgewürze“ angesetzt hatte. Anders als die <a title="Häppchenweise bei Babette’s" href="https://mundschenk.at/kochkurs-tapas-mezze-babettes/">Kochkurse</a> fand der Gewürz-<em>Workshop</em> in der Filiale am Hof statt. Nach einer theoretischen Einführung (inklusive einer Einteilung in Gewürzklassen wie „scharf“, „bitter“, „säuerlich“ usw.) konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Lust und Laune mit den zahlreichen vorrätigen Gewürzen experimentieren und zum Beispiel ausprobieren, wie sich Aromen durch Röstung verändern. Auch Mörser standen in ausreichender Zahl bereit. Zu essen und trinken gab es natürlich auch etwas (aber eben anders als in den Kochkursen nicht selbst zubereitet).

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/gewuerze-mit-namenskaertchen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Gewürze mit Namenskärtchen">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/gewuerze-roesten-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Verschiedene Gewürze werden in der Pfanne trocken geröstet">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/moerser-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Die Gewürzmischung wird um Steinmörser zerkleinert">
</figure>\n
<p>Bei mir kamen dabei zwei unterschiedliche Gewürzmischungen heraus, die ich in der Folge auch für die Pastete und die Terrine verwendet habe. (Die Maßangaben sind nur ungefähr, da wir beim Experimentieren keine Feinwaage zur Verfügung hatten.)</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-7"><img decoding="async" class="wp-image-7717 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/gewuerzmischung-1-150x150.jpg" alt="Meine Pastetengewürzmischung #1" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/gewuerzmischung-1-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/gewuerzmischung-1-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><strong>Mischung #1:</strong>
<ul>
<li>Kakao (½ TL)</li>
<li>Wacholder (1 TL) [<em>Anm.: steht nicht in meinen Notizen, aber auf den Photos eindeutig zu erkennen</em>]</li>
<li>Piment (1 TL)</li>
<li>Nelken (1 TL)</li>
<li>Zimtblüten (1 TL)</li>
<li>Macis (½ TL)</li>
<li>Senfkörner geröstet (½ TL)</li>
<li>Ingwer getrocknet (½ TL)</li>
<li>Lorbeer (2 Blätter)</li>
</ul>
<p><strong>Mischung #2:</strong></p>
<ul>
<li>Cumin (1 TL)</li>
<li>Korianderkörner (1 TL)</li>
<li>Wilder Kardamom (3 Körner)</li>
<li>Hibiskus (1 Blüte)</li>
<li>Macis (2 Stück)</li>
<li>Orangenschale getrocknet (½ TL)</li>
<li>Paradieskörner (½ TL)</li>
<li>Zimtblüten (½ TL)</li>
<li>Ingwer getrocknet (½ TL)</li>
<li>Vanille (¼ TL)</li>
<li>Rosmarin (½ TL)</li>
<li>Safran (1 ordentliche Prise)</li>
<li>Dunkler Zucker (¼ TL)</li>
</ul>
<hr>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-4 icon-8"><img decoding="async" class="wp-image-7722 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-verpackt-150x150.jpg" alt="Zwei verpackte Fasane aus Großbritannien" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-verpackt-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-verpackt-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Reh und Fasan wurden natürlich sicherheitshalber vorbestellt. Beim Reh habe ich auch noch explizit nach der Herkunft gefragt (Niederösterreich), für die Fasane habe ich die lokale Provenienz einfach vorausgesetzt. Die Photos zeigen es deutlich: ein Irrtum. Obwohl Fasane an sich Laufvögel sind, waren diese beiden Exemplare schon weit geflogen – von Großbritannien bis nach Österreich. Geschmeckt haben sie ja trotzdem, ganz im Sinne des Kochs war diese weite Reise nicht.
<p>Ganz generell zu Fasanen: Viel dran ist nicht an so einem Vogel. Die Haxerl haben ziemlich feste Sehnen (wie schon erwähnt, ein Laufvogel), Fett fehlt dagegen völlig. Pasteten und Terrinen sind daher meiner Meinung nach die ideale Darreichungsform. Um eine reine Fasanenpastete herzustellen, müßten wohl mehr als zwei Fasane daran glauben (drei sollten passen, wenn man es übers Herz bringt, auch eine Brust zu faschieren), mit ein wenig „Füllfleisch“ (Kalb) geht es aber auch so. Beim Zerlegen sollte man immer alle Fleischstücke sorgfältig nach Schrotkugeln abtasten. Abgesehen von möglichen Gesundheitsrisiken (Blei) mag es der Fleischwolf gar nicht, wenn er mit Metallfragmenten traktiert wird.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-7723 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-nackt-150x150.jpg" alt="Zwei Fasane" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-nackt-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/fasane-nackt-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Mit Schrotflinten geschossene Tiere sind sowieso immer eine Art Überraschungsei – egal wie unversehrt sie von außen aussehen mögen, kann es sein, daß einzelne Muskeln durch Blut schwarz verfärbt sind. Ich schneide solche Stellen immer großzügig weg. Einerseits aus ästhetischen Erwägungen, andererseits auch wegen der Geschmacksbeeinträchtigung durch das im Muskel geronnene Blut. Beim Unteren der beiden abgebildeten Fasane war fast die ganze halbe Brust unbrauchbar. Die Haut habe ich übrigens aus reiner Faulheit ebenfalls entsorgt – ich wollte nicht auch noch Federn zupfen müssen.
<p>Auch wenn die Herkunft der Fasane nicht optimal war: Über den Service der <a href="https://fleischerei-szabo.at/?lang=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fleischhauerei Szabo</a> kann ich mich wirklich nicht beklagen. Auch ohne Vorbestellung war es kein Problem, Rindsnierenfett für den Pastetenteig zu bekommen. Weil wenn schon <em>old school</em>, dann richtig. Butterschmalz ist nur ein schwacher Abklatsch von „richtigem“ tierischem Fett.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-7721 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-530x310.jpg" alt="Ronald Szabo zeigt woher das Nierenfett stammt." width="530" height="310" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-530x310.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-300x176.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-768x450.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-960x562.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-1060x621.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-11"><img decoding="async" class="wp-image-7732 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-ganz-150x150.jpg" alt="Nierenfett ganz" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-ganz-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nierenfett-ganz-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Die Verarbeitung dieses recht festen Fetts war dann schon ziemlich ungewohnt. In der Literatur steht, man soll das Fett aus den umgebenden Häutchen herausbrechen. Am Anfang dachte ich, daß mir viel zu viel Bindegewebe in meinen Fettbröckchen blieb, bis ich ein anderes Trumm in die Hand nahm und feststellte, wie sich die besagten Häute wirklich anfühlen. Also: ein paar Fasern im Fett sind normal und stören nicht! Allgemein wird geraten, das Nierenfett nicht vollständig zu zerkleinern, damit der Teig eine schöne blättrige Struktur entwickeln kann. Mein Fett war aber definitiv zu grob gehackt. Im Zweifel würde ich eher für „zu fein“ als für „zu grob“ plädieren, da sonst die Teigbearbeitung mühsam wird.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-8492 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/fasanenreste-vakuumiert-150x150.jpg" alt="Reste der Fasanenfarce in kleinen Porzellanförmchen vakuumiert" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/fasanenreste-vakuumiert-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/02/fasanenreste-vakuumiert-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Falls sich jemand über die Portionsangabe im Rezept wundert: Wir haben eh 20 Personen verköstigt (bei der Menge ist auch noch genug Farce für zwei <em>sous-vide</em>-Terrinnchen übriggeblieben), aber am Schluß ist’s schon ein bißchen knapp geworden. Eine 24-cm-Kastenform reicht definitiv nicht für 20 Scheiben.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-7752 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nuesse-schneiden-150x150.jpg" alt="Schwarze Nüsse werden in feine Scheiben geschnitten" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nuesse-schneiden-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/nuesse-schneiden-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Irgendwie hatte ich mich in Teubners <em>großem Buch der Pasteten</em> bezüglich der Zielkerntemperatur verlesen – statt 65–70 °C empfehlen sie für Pasteten mit Fileteinlage eh passendere „knapp über 60 °C“. Die letzten paar Grad gehen übrigens recht schnell, ich hab die Pastete dann leider erst bei knapp über 70 °C herausgenommen (was wohl teilweise die deutlich weniger rötliche Farbe im Vergleich zur Reh-Enten-Terrine erklärt). Serviert wurde dann jeweils eine Scheibe der Pastete und der Terrine mit meinen <a title="Bis meine Nüsse schwarz werden" href="https://mundschenk.at/schwarze-nuesse/">schwarzen Nüssen vom Vorjahr</a> und gebratenem Kürbis, den die Weinhauerin beisteuerte – aber natürlich erst, nachdem alle die beiden Prachtstücke gebührend im Ganzen bewundern konnten.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-7750 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-530x398.jpg" alt="Die Fasanenpastete wird gemeinsam mit der Rehterrine auf einem Tablett präsentiert" width="530" height="398" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-530x398.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-960x720.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz-1060x795.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/12/pastete-ganz.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><br>

<p><a href="https://mundschenk.at/pate-en-croute-de-faisan/">Der englische Fasan</a></p>
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				<title>Häppchenweise bei Babette’s</title>
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				<pubDate>Sun, 15 Jul 2012 21:07:26 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Letzten Donnerstag war es wieder einmal soweit: Kochkurs bei Babette’s. Das Thema diesmal, passend zur Jahreszeit: „Sommerliche Tapas &#38; Mezze“. Gleich vor Beginn gesteht mir Nathalie, daß die im Netz angekündigten „neuere[n] Kreationen der spanischen Avantgarde“ zu einem anderen Kurs gehört hätten und daher leider nicht im heutigen Programm mit dabei wären. Macht allerdings nichts, [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/kochkurs-tapas-mezze-babettes/">Häppchenweise bei Babette’s</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-698 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/nathalie-mit-dem-aperitif-150x150.jpg" alt="Nathalie Pernkopf schenkt Szigeti-Frizzante aus" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/nathalie-mit-dem-aperitif-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/nathalie-mit-dem-aperitif-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Letzten Donnerstag war es wieder einmal soweit: Kochkurs bei Babette’s. Das Thema diesmal, passend zur Jahreszeit: „Sommerliche Tapas &amp; Mezze“. Gleich vor Beginn gesteht mir Nathalie, daß die im Netz angekündigten „neuere[n] Kreationen der spanischen Avantgarde“ zu einem anderen Kurs gehört hätten und daher leider nicht im heutigen Programm mit dabei wären. Macht allerdings nichts, ich hatte diesen Satz aus der Kursbeschreibung schon längst wieder vergessen gehabt ;-)
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-706 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/frizzante-von-szigeti-150x150.jpg" alt="Frizzante von Szigeti" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/frizzante-von-szigeti-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/frizzante-von-szigeti-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Wir waren ein bisserl früh dran, aber bei einem Gläschen Szigeti-Frizzante wartet sich’s eh leicht. Die Babette’s‑Kochkurse sind ja grundsätzlich immer für zwölf Personen kalkuliert, meistens sind’s dann aber real ein bißchen weniger. Diesmal war das nicht so, und ich muß sagen: leider. Mit 14 Leuten (zwölf Gäste + Nathalie + Sophie) geht’s in der nicht so riesigen Küche schon sehr wuselig zu – und es hat auch nicht jede/r immer was zu tun.&nbsp;Das tut der Gruppendynamik nicht gut.
<p>Was es diesmal zu essen gab? Viel, auch von den Portionen her. Aber das ist eh auch bei unserem jährlichen Tapasabend so. Man traut sich für so &nbsp;große Gruppen halt nie, die Portionen klein genug zu halten. Obwohl das doch schon bei den Krautfleckerln der Tante Jolesch das große Geheimnis war.</p>
<ul>
<li><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" id="attachment_704" class="wp-caption alignright width-150 size-thumbnail icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-704 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/feigen-mit-romero-und-serrano-schinken-150x150.jpg" alt="Feigen mit Rosmarinkäse und Serrano-Schinken" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/feigen-mit-romero-und-serrano-schinken-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/feigen-mit-romero-und-serrano-schinken-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption id="figcaption_attachment_704" class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span> Feigen mit Romero und Serrano</figcaption></figure>Feigen mit <em>Romero</em>,<em> Serrano</em> und Rosmarinhonig: Letzteren hätten wir fast vergessen – nur die letzten drei Feigenspießchen gab es also in „Vollausstattung“.</li>
<li>Wassermelonen-Feta-Spießchen mit Oregano-Marinade: Sehr erfrischend. Die Kombination Feta/Melone funktioniert gut. Die Stücke sollten aber nicht zu groß sein.</li>
<li>Sardellen in Sherry-Essig: Quasi <em>sarde in saor</em>, wie immer ausgezeichnet.</li>
<li><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-4"><img decoding="async" class="wp-image-700 size-thumbnail" title="Gazpacho" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/gazpacho-150x150.jpg" alt="Gazpacho von gerösteten und geräucherten Paprika" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/gazpacho-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/gazpacho-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><em>Gazpacho</em> von gerösteten Paprika mit Chorizocroutons: Ein Favorit der Gärtnerin!</li>
<li>Spinat-<em>Tsatsiki</em>: Spinat statt Gurke – auch gut.</li>
<li><em>Hummus</em>: Sophie mischt das Olivenöl gleich unter, dadurch wird der <em>Hummus</em> cremiger.</li>
<li><em>Tabouleh</em>: Hätte ich beinah versalzen (OK, ich hab’s versalzen, aber zwei zusätzliche von <a href="https://www.facebook.com/gaertnereibach" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eveline Bachs</a> formidablen Paradeisern haben’s wieder gutgemacht).</li>
<li><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-5"><img decoding="async" class="wp-image-695 size-thumbnail" title="Wachteln, roh" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/wachteln-roh-150x150.jpg" alt="Rohe Wachteln werden mit Gewürzen in Olivenöl geschmort" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/wachteln-roh-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/wachteln-roh-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Confierte Wachtelkeulen in Olivenöl: Wir haben nicht nur die Keulen verwendet, auch wenn im Rezept was anderes steht. Im Unterschied zu Enten-<em>Confit</em>&nbsp;genügen bei Wachteln zwei bis drei Stunden im Salz. Ich würd’s natürlich <em>sous-vide</em> machen, aber nachdem auch die Garzeit nur 30 bis 40 Minuten beträgt, geht’s mit einem Schmortopf auch am Herd sehr gut.</li>
<li>Kleine <em>Tortillas</em> mit <em>Shrimps</em>: Der Gärtnerin haben sie sehr gut geschmeckt, ich war schon etwas über den Sättigungspunkt hinaus ;-)</li>
<li><em>Calamares a la plancha</em>: Feines Knoblauchdressing. Eine flache Gußeisenpfanne ersetzt zuhause die <em>plancha</em>.</li>
<li><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2 icon-3 icon-6"><img decoding="async" class="wp-image-696 size-thumbnail" title="Warmer Melanzanisalat" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/warmer-melanzanisalat-150x150.jpg" alt="Warmer Melanzanisalat mit Harissa" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/warmer-melanzanisalat-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/warmer-melanzanisalat-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Auberginensalat mit Pistazien und Rosinen: Mein <em>Harissa</em>-Einsatz war manchen zu intensiv – mir hat’s geschmeckt. Die Babette’s‑Pistazien sind übrigens göttlich (und noch schöner als meine aus der Türkei mitgebrachten).</li>
<li>Lamm-<em>Fatayer</em>: Ähnlich wie bei den <em>Tortillas</em> war ich geschmacklich nur noch bedingt aufnahmefähig.</li>
<li><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-7"><img decoding="async" class="wp-image-702 size-thumbnail" title="Crema catalana" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/crema-catalana-150x150.jpg" alt="Crema catalana im Glas mit marinierten Erdbeeren" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/crema-catalana-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/crema-catalana-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><em>Crema catalana</em> mit Erdbeeren, orientalisch: <em>Crema catalana</em>, die praktischere (und die Katalanen sagen: ursprünglichere) Schwester der&nbsp;<em>crème brûlée</em>, dank der zugefügten Stärke gelingt sie immer. Die Zitruszesten harmonieren hervorragend mit den marinierten Erdbeeren und Babette’s‑eigenen Gewürzmischung <em>Mélange Orient</em>.</li>
</ul>
<p>Ganz ohne Einkäufe bin ich übrigens natürlich wieder nicht davongekommen: Der Sommer-<em>Chai</em> schmeckt sogar mir als Kräuterteeverweigerer. Und <a href="https://www.gasthaus-gutmann.com/hausgemachtes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Wir kochen Sie ein!</em> von Ilse und Hans Gutmann</a> hat dann auch noch sein müssen, jetzt wo’s den grünen Nüssen endgültig an den Kragen geht in den nächsten Tagen.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/zutaten-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Zwiebeln, Zitronen, Zucchini, im Hintergrund Petersilie und Jungzwiebel">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/pan-con-tomate-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Geröstetes Weißbrot mit Paradeiser eingerieben">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/confierte-wachteln-am-tisch-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Confierte Wachteln mit Petersilie bestreut">
<img decoding="async" width="530" height="402" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/tabouleh-530x402.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Tabouleh mit Bulgur">
<img decoding="async" width="530" height="346" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/07/lammteigtaschen-530x346.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Lamm-Fatayer">
</figure>\n
<p><a href="https://mundschenk.at/kochkurs-tapas-mezze-babettes/">Häppchenweise bei Babette’s</a></p>
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				<title>Feste fallen: Babette’s feierte Geburtstag</title>
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				<pubDate>Sun, 03 Jun 2012 20:59:03 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Das Babette’s ist wohl der netteste Kochbuchladen Wiens. Seit nunmehr zehn Jahren versorgt das Team um Nathalie Pernstich Kochbuch-Junkies wie mich mit dem neuesten Stoff. Auch wenn ich mich bei englischen Buchtiteln manchmal den ökonomischen Zwängen beuge und beim sattsam bekannten Internet-Buchversender bestelle: Weder bzgl. Sachkenntnis noch Charme hat der ein Leiberl gegen das Babette’s. [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/babettes-geburtstag/">Feste fallen: Babette’s feierte Geburtstag</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="https://babettes.at/" target="_blank" rel="noopener">Babette’s</a> ist wohl der netteste Kochbuchladen Wiens. Seit nunmehr zehn Jahren versorgt das Team um Nathalie Pernstich Kochbuch-Junkies wie mich mit dem neuesten Stoff. Auch wenn ich mich bei englischen Buchtiteln manchmal den ökonomischen Zwängen beuge und beim sattsam bekannten Internet-Buchversender bestelle: Weder bzgl. Sachkenntnis noch Charme hat der ein Leiberl gegen das Babette’s. Und wenn man sich wieder einmal Bücherneukaufentzug verordnet hat, gibt es trotzdem einen, nein zwei gute Gründe hinzuschauen. Seit 2008 gibt es nämlich getreu der Tagline <em>spice and books for cooks</em> auch ein umfangreiches und erstklassiges Gewürzangebot (insbesondere am <a href="https://babettes.at/UEber-Babette-s/Filialen-OEffnungszeiten/Babette-s-Am-Hof/" target="_blank" rel="noopener">zweiten Standort Am Hof</a>).</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-273 size-medium" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-300x224.jpg" alt="Bei der runden Geburtstagsfeier von Babette's wurde fest aufgekocht7" width="300" height="224" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-300x224.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-768x574.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-530x396.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-960x717.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/10-jahres-feier-babettes-1060x792.jpg 1060w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Gestern wurde das zehnjährige Bestehen gebührend gefeiert – mit Live-Musik, einem Best-of-Menü und der Präsentation eines eigenen Jubiläumskochbuchs. An sich wollt ich ja nur ganz kurz vorbeischauen, weil ich noch weiter zu einer anderen Geburtstagsfeier mußte (meiner eigenen nämlich). Aber da gerade die berühmte „eine Art Bouillabaisse“ gekocht wurde, bin ich dann doch ein bisserl länger geblieben und hab mir Tips geben lassen (und gekostet). Nächsten Freitag wird es nämlich wieder Zeit für ein Festmahl und meine Co-Köchin (im folgenden <em>die Weinhauerin</em>) und ich wollen diesmal das Thema Fisch durchdeklinieren. Und da gehört die Bouillabaisse einfach dazu.
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-3"><img decoding="async" class="wp-image-274 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/vodka-eiskalt-150x150.jpg" alt="In der Flasche gefrorener Vodka" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/vodka-eiskalt-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/06/vodka-eiskalt-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Ich hab mich dann wirklich ein bißchen verquatscht und bin sogar zu meiner eigene Geburtstagsfeier zu spät gekommen. Hat aber nicht so viel gemacht, der Vodka in der <a href="http://lokal.drahtwarenhandlung.at/" target="_blank" rel="noopener">Drahtwarenhandlung</a> mußte eh erst auftauen. Entsprechend hat das rausch<del>ige</del>ende Fest hat dann auch noch etwas länger gedauert ;-)
<p><a href="https://mundschenk.at/babettes-geburtstag/">Feste fallen: Babette’s feierte Geburtstag</a></p>
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