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		<title>Schlagwortarchiv für &#039;Vakuummaschine&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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		<description>Was Küche und Keller hergeben.</description>
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	<title>Schlagwortarchiv für &#039;Vakuummaschine&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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				<title>(M)ein kleiner Sous-vide-Ratgeber: Die Grundlagen</title>
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				<pubDate>Tue, 01 Jul 2014 18:51:39 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Seit mittlerweile drei Jahren koche ich privat nach der Sous-vide-Methode – höchste Zeit für ein paar persönliche Betrachtungen und Tips. Wer diesen Blog liest und die Technik immer noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um hochpräzise kontrolliertes Niedrigtemperaturgaren unter Luftabschluß. Üblicherweise erreicht man das durch ein temperaturgeregeltes Wasserbad oder einen Dampfgarer in Verbindung mit [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sous-vide-ratgeber-grundlagen/">(M)ein kleiner Sous-vide-Ratgeber: Die Grundlagen</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mittlerweile drei Jahren koche ich privat nach der <em>Sous-vide</em>-Methode – höchste Zeit für ein paar persönliche Betrachtungen und Tips. Wer diesen Blog liest und die Technik immer noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um hochpräzise kontrolliertes Niedrigtemperaturgaren unter Luftabschluß. Üblicherweise erreicht man das durch ein temperaturgeregeltes Wasserbad oder einen Dampfgarer in Verbindung mit einer Vakuummaschine. Hört sich sehr <em>nerdy</em> an? Ist es auch. Ohne spezielle Geräte kann man zwar in die Methode hineinschnuppern (Rindslungenbraten eng in Plastikfolie einwickeln, Wasser in einem Topf auf ca. 60 °C erhitzen und das eingewickelte Fleisch eine halbe Stunde darin ziehen lassen, danach auswickeln und anbraten), der eigentliche Vorteil erschließt sich bei solchen improvisierten Garverfahren aber nicht: Durch die genaue Kontrolle der einen Variable (Gartemperatur) ist die zweite Variable (Garzeit) für ein perfektes Ergebnis nicht mehr so kritisch.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-2 icon-3 icon-6"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-60785 size-medium" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-300x400.jpg" alt="Julabo Diamond mit Temperaturfühler" width="300" height="400" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-960x1280.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler-1060x1413.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/julabo-diamond-mit-temperaturfuehler.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Traditionell ist es eher umgekehrt: Außer bei kochendem Wasser wissen wir meist nicht, wie heiß unser Garmedium ist. Und wenn wir es wissen, ist diese Temperatur viel höher, als die, die unser Gargut eigentlich erreichen soll – deshalb ist es auch so kritisch, ob das Frühstücksei direkt aus dem Kühlschrank kommt oder Zimmertemperatur hat. 100 °C ist für ein Hühnerei viel zu viel, aber wie viele Minuten müssen wir es genau im Wasser lassen, bis der Kern gerade cremig ist? Schon 30 Sekunden zu lange in einem zu heißen, nicht kontrollierten Medium und der perfekte Punkt ist verpaßt. Anders <em>sous-vide</em> (ausnahmsweise ohne Vakuumbeutel): Ob <a title="Zurück vom Foodcamp Vienna 2012" href="https://mundschenk.at/foodcamp-vienna-2012-report/">das Ei bei 63,5 °C ein Stunde länger im Wasserbad</a> ist als unbedingt nötig, spielt für das Ergebnis fast keine Rolle (irgendwann dann doch wieder, aber da reden wir von Tagen). Manche Resultate lassen sich mit anderen Zubereitungsmethoden gar nicht erzielen (ein zartes Steak, <em>medium rare</em>, vom Wadschinken oder Ochsenschlepp), viele „nur“ einfacher und konsistenter (perfekt gegartes Roastbeef ohne grauen Rand, saftige Hendlbrust). Ein Gewinn ist <em>sous-vide</em> in beiden Fällen.
<p><span id="more-60764"></span></p>
<p>Was eignet sich als Grundausstattung? Ist ein Maschinenpark um mehrere tausend Euro nötig? Nicht unbedingt. Klar macht’s mit den „großen“ Geräten gleich viel mehr Spaß, aber für die ersten Gehversuche geht’s auch deutlich billiger – ohne, daß man sich für die Zukunft etwas verbaut. An sich braucht man für <em>sous-vide</em> nur zwei Dinge:</p>
<ul>
<li>Luftabschluß und</li>
<li>Temperaturkontrolle.</li>
</ul>
<p>Beiden Aspekten kann man sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise nähern. Im folgenden gibt es einen kurzen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, konkrete Gerätetests und ‑empfehlungen wird es dann im Lauf der nächsten Wochen geben.</p>
<h2>Luftabschluß</h2>
<p>Ein traditionelles <em>confit</em> unterscheidet sich von <em>sous-vide</em> hauptsächlich dadurch, daß die Temperaturkontrolle nicht besonders exakt ist. Ob hingegen der Luftabschluß durch die Bedeckung mit Fett, das Einschweißen in einen Plastikbeutel oder schlicht mittels eines Marmeladeglases erfolgt, ist nicht entscheidend.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-7"><img decoding="async" class="wp-image-82 size-medium" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-300x400.jpg" alt="Spargelstangen werden vakuumiert" width="300" height="400" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>In den meisten Fällen ist der Umgang mit einer <strong>Kammervakuumiermaschine</strong> am komfortabelsten, für die allermeisten Anwendungen gelten diese Maschinen als die Königsklasse. Der Nachteil: Man hat ein 50-kg-Trumm in der Gegend herumstehen und mindestens ein- bis zweitausend Euro weniger am Konto. Hier wird in einer festen Kammer (meist mit Sichtglocke) ein Vakuum erzeugt (dadurch bläht sich der Beutel auf, ehe die Luft daraus vollständig entwichen ist). Dadurch ist es möglich, auch Flüssigkeiten zu vakuumieren (innerhalb gewisser Temperaturgrenzen – durch den Unterdruck sinkt nämlich der Siedepunkt, so daß man, wenn die Maschine einen genügend großen Unterdruck erzeugen kann, selbst Eiswasser zum Kochen bringen kann). Die verwendeten Beutel sind üblicherweise glatt („Siegelrandbeutel“) und ziemlich günstig erhältlich (beispielsweise bei Allpax <a href="https://web.archive.org/web/20170713130607/https://www.allpax.de/product_info.php/info/p8678_Siegelrandbeutel-200-x-300-mm.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1000 Stück 20x30 cm um knapp 62 Euro inkl. MwSt.</a>).
<p>So lang keine Flüssigkeiten involviert sind tut es für die ersten Gehversuche aber auch ein <strong>Vakuumiergerät</strong> um 60 Euro aus dem nächsten Elektronikmarkt. Hier wird entgegen des Namens keinerlei Unterdruck erzeugt, stattdessen saugen die Geräte einfach die Luft aus dem Beutel heraus. Damit das gelingt, muß man sogenannte <em>goffrierte</em> oder <em>Strukturbeutel</em> verwenden. Diese Beutel verfügen über eine Unzahl von feinsten vertikalen Rillen, wodurch auch beim Zusammenpressen des offenen Endes Luft abgesaugt werden kann. Leider wirken diese Rillen auch als Kapillaren für Flüssigkeiten, so daß man von Marinaden besser die Finger lassen sollte. Die Gefahr einer Riesensauerei ist sehr groß, selbst wenn man die Beutel über die Tischkante hängen läßt (die heraufsteigende Flüssigkeit muß dann gegen die Schwerkraft ankämpfen). Sie sind etwas teurer als Siegelrandbeutel. <a href="https://web.archive.org/web/20140209123130/http://www.allpax.de/product_info.php/info/p6183_Vakuumbeutel-20-x-30-cm--100-Stueck-extra-dick--mit-Praegung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bei Allpax kosten 1000 Stück 20x30 cm derzeit etwas über 82 Euro inkl. MwSt.</a>, früher war der Unterschied sogar noch größer.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-2 icon-4 icon-8"><img decoding="async" class="wp-image-60804 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-530x353.jpg" alt="Gefrorenes Rindfleisch in einem goffrierten Vakuumbeutel" width="530" height="353" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel-1060x706.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gefrorenes-rindfleisch-in-einem-goffrierten-vakuumbeutel.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Eine dritte Möglichkeit (und für empfindliches Gargut wie Fisch sogar die beste) ist die Verwendung von <em>ZipLoc</em>-Beuteln mittels des <strong>archimedischen Prinzips</strong>. Dazu wird der mit dem Gargut befüllte <em>ZipLoc</em>-Beutel bis auf ein Eck vollständig verschlossen so in ein Wasserbecken getaucht, daß nur dieses offene Eck herausschaut. Durch den Druck des Wassers wird die im Beutel verbliebene Luft herausgepreßt und wenn man die verbliebene Öffnung vorsichtig verschließt, während der Großteil des Beutels unter Wasser ist, bleibt sie auch draußen. (<a href="http://cookingissues.com/primers/sous-vide/part-ii-low-temperature-cooking-without-a-vacuum/#sectionII3b1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dave Arnold demonstriert die Technik sehr schön auf <em>Cooking Issues</em>.</a>) Schonender geht’s nicht!
<h2>Temperaturkontrolle</h2>
<p>Neben der luftdichten Verpackung des Garguts ist aber seine behutsame und genau kontrollierte Erwärmung ebenso wichtig. Alle dafür verwendbaren Geräte bestehen im Prinzip aus drei Hauptkomponenten: einem Heizelement, einer Temperaturregelung und einem Medium. Bei küchenüblichen Behältnisgrößen ist alles zwischen 1000 und 2000 Watt Heizleistung völlig ausreichend. Eine höhere Heizleistung ist auch nicht immer von Vorteil – zwar reduziert sich dadurch die Vorwärmphase, gleichzeitig wird aber der <em>overshoot</em>, also das Überschreiten der eingestellten Gartemperatur durch zu starkes Aufheizen, fast zwangsläufig größer.</p>
<p>Auch bei der Temperaturregelung gibt es keine essentiellen Unterschiede. Bis auf umfunktionierte Dampfgarer arbeiten alle Geräte mit einem sogenannten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Regler#PID-Regler" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PID-Regler</a>. PID steht dabei für <em>proportional integral derivative</em> (und nein, ich verstehe die Mathematik dahinter auch nicht). Als Temperaturfühler wird außer bei sehr billig produzierten Haushaltsgeräten ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsthermometer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platin-Widerstandsthermometer</a> (Pt100 oder Pt1000) verwendet. Nach einer entsprechenden Kalibrierung (meist durch den Hersteller) lassen sich durch diese Regelungskreise Temperaturen sehr exakt einstellen und halten.</p>
<p>Die meisten Unterschiede zwischen verschiedenen <em>Sous-vide</em>-Geräten gibt es beim verwendeten Garmedium. Luft, wie in einem normalen Backrohr, scheidet aufgrund ihrer schlechten Wärmeleitfähigkeit von vornherein aus. Wasser und Wasserdampf sind daher die beiden Medien mit Praxisrelevanz (Ölbäder, wie sie in Laboren üblich sind, haben in Küchen keine Verbreitung gefunden). Wasserbäder halten dabei aufgrund ihrer im Vergleich zum Gargut größeren thermischen Masse konstanter (d.h. der Temperaturabfall beim Einlegen des Garguts fällt geringer aus, ebenso der <em>overshoot</em>). Bei Wasserbädern ist noch wichtig, ob sie über eine Umwälzpumpe verfügen, oder für die Durchmischung des Wassers auf die natürliche Konvektion bauen, denn Geräte mit Pumpe halten die Temperatur gleichmäßiger, da sich weniger leicht lokale <em>hotspots</em> bilden.</p>
<p>Aus meiner Sicht eignen sich <strong>Dampfgarer</strong> nur bedingt für <em>sous-vide</em>. Im kommerziellen Umfeld werden Dampfgarer bzw. Kombidämpfer gerne eingesetzt, weil sie bereits vorhanden sind bzw. waren und das Personal mit der Bedienung vertraut ist. Die Temperaturkonstanz und ‑genauigkeit und die Wärmeübertragung sind jedoch deutlich schlechter als bei Wasserbädern. Bei Haushaltsgeräten läßt sich zudem die Temperatur oft nur in Fünf-Grad-Schritten einstellen. Wer schon einen Dampfgarer hat und erste Gehversuche mit <em>sous-vide</em> machen möchte: <em>Go for it!</em> – Von einer Neuanschaffung für diesen Zweck würde ich aber abraten.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-3 icon-9"><img decoding="async" class="wp-image-10767 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-530x398.jpg" alt="Vakuumierter Spargel im AEG-Multi-Dampfgarer" width="530" height="398" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-530x398.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-300x225.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-768x576.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-960x720.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer-1060x795.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2013/06/vakuumierter-spargel-im-aeg-multi-dampfgarer.jpg 2048w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Für technisch Interessierte gibt es <strong>fertig montierte PID-Regler</strong> wie den <a href="https://web.archive.org/web/20170313063948/https://freshmealssolutions.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=73&amp;Itemid=100086" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SousVideMagic 1500D</em> von <em>Fresh Meals Solutions</em></a> zu kaufen, allerdings meines Wissens nach nur als Direktimport aus den USA. Den Regler kann man mit einem hierzulande wenig verbreiteten <em>slow cooker</em> oder einem Tauchsieder und einem vorhandenen Kochtopf (oder der Badewanne) benützen. Das ist recht preiswert, in der Küche schaut es dann aber halt immer ein bißchen wie in einer Elektronikwerkstatt aus. Man sollte dann auch ungefähr wissen, was man tut, Wasser und spannungsführende Gerätschaften sind ja nicht ganz risikofrei.
<p><strong>Wasserbäder ohne Pumpe</strong> sind relativ preiswerte „Gesamtlösungen“. Prominentestes Beispiel ist sicher der auch in Europa erhältliche <a href="https://sousvidesupreme.com/products/sousvide-supreme-water-oven-11l-stainless-steel" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sous Vide Supreme</em></a>. Ihr Vorteil: auf einander abgestimmte Elemente (z.B. Deckel), fast lautloser Betrieb. Der Nachteil ist eine ungleichmäßigere Temperaturverteilung. Insbesondere bei Langzeitgarung und wenn mehrere Dinge gleichzeitig gegart werden sollen, kann sich das negativ auswirken. Und: man kann später nicht auf ein größeres Becken umsteigen, falls man einmal doch ein ganzes Spanferkel zubereiten möchte.</p>
<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-2 icon-5 icon-10"><img decoding="async" class="wp-image-2999 size-medium" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-300x400.jpg" alt="Polyscience SousVide Professional" width="300" height="400" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-300x400.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-768x1024.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-530x707.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-960x1280.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator-1060x1413.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/zirkulator.jpg 1536w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure><em>Last, but not least</em> wären da noch die schon erwähnten <strong>Einhängethermostate mit Umwälzpumpen</strong> (hier kurz auch Zirkulator genannt, vom englischen <em>immersion circulator</em>). Hier sind Heizelement, Regler und Pumpe integriert; das Wasserbecken kann man sich aussuchen (wobei es zum Teil auch speziell angepaßte isolierte Becken gibt). Optisch schwanken Zirkulatoren zwischen „<a href="https://web.archive.org/web/20201111174258/https://polyscienceculinary.com/collections/sous-vide-circulators/products/sous-vide-professional-chef-series" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umfunktioniertes Laborgerät</a>“ und „<a href="http://web.archive.org/web/20150729053851/http://store.anovaculinary.com:80/products/anova" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buntes Abflußrohr</a>“. Ersteres ist kein Zufall, die beiden größten und angesehensten Hersteller stammen beide aus dem Laborbereich: <a href="https://www.fusionchef.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julabo</a> (Deutschland) und <a href="https://web.archive.org/web/20221119141548/https://polyscienceculinary.com/collections/sous-vide-circulators" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Polyscience</a> (USA). Etwas überspitzt formuliert: Wer professionell <em>sous-vide</em> betreibt, verwendet einen Zirkulator einer dieser beiden Firmen (oder halt den schon vorhandenen Rational-Ofen).
<h2>Ausblick</h2>
<p>Ich selbst verwende seit Beginn meiner „<em>Sous-vide</em>-Karriere“ das <a href="https://web.archive.org/web/20201111174258/https://polyscienceculinary.com/collections/sous-vide-circulators/products/sous-vide-professional-chef-series" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sous Vide Professional</em> (nunmehr: <em>Chef Series</em>) von Polyscience</a>. Julabo hat mir nun freundlicherweise für einige Monate ein <a href="https://www.fusionchef.de/de/sous-vide-garer/pearl-sous-vide-garer/pearl-xs" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Pearl XS</em></a> zur Verfügung gestellt. Wie sich dieses Modell in der Praxis bewährt hat? Das und auf welche <em>features</em> es wirklich ankommt, erfahrt ihr nächste Woche im zweiten Teil des <em>Sous-vide</em>-Ratgebers.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption left width-530 size-large icon-11"><img decoding="async" class="wp-image-60771 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-530x298.jpg" alt="Polyscience SousVide Professional, Julabo Diamond, Julabo Pearl" width="530" height="298" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-530x298.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-300x169.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-768x432.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-960x540.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren-1060x596.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/06/3-zirkulatoren.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<p><a href="https://mundschenk.at/sous-vide-ratgeber-grundlagen/">(M)ein kleiner Sous-vide-Ratgeber: Die Grundlagen</a></p>
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				<title>Eine kleine Sous-vide-Bibliographie</title>
				<link>https://mundschenk.at/sous-vide-tips/</link>
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				<pubDate>Sun, 04 Aug 2013 12:57:51 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
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									<description><![CDATA[<p>Knapp ein Jahr ist es jetzt her, daß ich meinen Sous-vide-Vortrag am Foodcamp Vienna gehalten habe. Inzwischen beschäftigen sich immer mehr Küchenamateurinnen und ‑amateure mit dieser Garmethode – und die Küchengerätehersteller ziehen nach. Nur die Gebrauchsanleitungen und Rezepte lassen bei diesen Heimgeräten meist zu wünschen übrig. Sei es, weil man den Konsumentinnen und Konsumenten nicht [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sous-vide-tips/">Eine kleine Sous-vide-Bibliographie</a></p>
]]></description>
											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail"><img decoding="async" class="wp-image-3330 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/polyscience-sousvide-professional-zirkulator-150x150.jpg" alt="Einhängethermostat auf 55 °C eingestellt" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/polyscience-sousvide-professional-zirkulator-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/09/polyscience-sousvide-professional-zirkulator-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Knapp ein Jahr ist es jetzt her, daß ich meinen <a title="Zurück vom Foodcamp Vienna 2012" href="https://mundschenk.at/foodcamp-vienna-2012-report/"><em>Sous-vide</em>-Vortrag am <em>Foodcamp Vienna</em></a> gehalten habe. Inzwischen beschäftigen sich <a href="http://web.archive.org/web/20170114185503/http://goldschwarz.at/1-teil-aeg-multi-dampfgares-mit-sous-vide-funktion/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">immer mehr Küchenamateurinnen und ‑amateure</a> mit dieser Garmethode – und <a href="https://web.archive.org/web/20181108203036/http://www.simply4friends.at:80/blog/index.php/kitch-n-blog/permalink/leider_geil_komplettausstattung_mit_dem_aeg_sous_vide_dampfgarer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Küchengerätehersteller ziehen nach</a>. Nur die Gebrauchsanleitungen und Rezepte lassen bei diesen Heimgeräten meist zu wünschen übrig. Sei es, weil man den Konsumentinnen und Konsumenten nicht „zu viel“ zumuten will (Schweinsfilet <em>medium rare</em>), weil man Angst vor Klagen hat und hygienetechnisch auf absoluten <em>overkill</em> setzt oder weil sich die Gerätehersteller selbst nicht so genau auskennen. (Ich vermute ja eine Mischung diesen drei Faktoren.)
<p>Jedenfalls: Roman von Simply4Friends hat mich kürzlich um ein paar Literaturtips zum Thema <em>sous-vide</em> gebeten und hier sind sie (ein bißchen multimedial aufgepeppt ;-)).</p>
<p><span id="more-12099"></span></p>
<h2>Online</h2>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-150 size-thumbnail icon-2"><img decoding="async" class="wp-image-82 size-thumbnail" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-150x150.jpg" alt="Spargelstangen werden vakuumiert" width="150" height="150" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-150x150.jpg 150w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2012/05/vakuummaschine-300x300.jpg 300w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>
<ul>
<li>Einer der Vorreiter war sicher der Mathematiker Douglas Baldwin, der sein <a href="https://douglasbaldwin.com/sous-vide.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>A Practical Guide to Sous Vide Cooking</em></a> seit 2008 laufend aktualisiert (momentaner Versionsstand: 0.4i). Wissenschaftlich Interessierte finden darin neben neben vorberechneten Tabellen zu Gar- und Pasteurisierungszeiten auch die verwendeten Formeln. Wenn man den Anhang <em>The Mathematics of Sous Vide</em> aber beiseite läßt, braucht man keinen <em>PhD</em>, um seine Ausführungen zu verstehen. Die Vorversion 0.4h steht auch als <a href="https://douglasbaldwin.com/Guide_German.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF in deutscher Sprache</a> zur Verfügung. Besonders wichtig sind die erwähnten Tabellen, die Lektüre ist jedoch ganz generell zu empfehlen!</li>
<li>Die Tabellen sind wichtig, habe ich geschrieben? Das stimmt nicht mehr: Die Tabellen waren wichtig. <em>Now there’s an app for that!</em> Zumindest für iOS umfaßt <a href="https://web.archive.org/web/20171012001555/http://www.sousvidedash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SousVide Dash</em></a> alles, was man sich von einem <em>Sous-vide</em>-Helferlein wünschen kann: Berechnung der Gar- und Pasteurisierungszeiten abhängig von Gargut, Form und Dicke, Wassertemperatur und sogar vom verwendeten Wasserbad! Kombibackrohre finden leider noch keine spezielle Berücksichtigung, aber das den Berechnungen zugrundegelegte Physikmodell ist vollständig anpaßbar. Der Entwickler ist Anregungen gegenüber sehr aufgeschlossen – eine <a href="https://web.archive.org/web/20150422013937/http://www.sousvidedash.com:80/sousvide-dash-contact-us/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontaktaufnahme</a> könnte sich daher lohnen!</li>
<li>Chris Young, Grant Lee Crilly und Ryan Matthew Smith, drei ehemalige Mitglieder des <em>„Modernist Cuisine“</em>-Teams, haben mit der <a href="https://www.chefsteps.com/about" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kostenlosen <em>Website</em> <em>Chefsteps.com</em> schon viele großartige Rezepte und Techniken vorgestellt</a>. Den Beginn machte ihr <a href="https://www.chefsteps.com/classes/cooking-sous-vide-getting-started/landing#/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">video-unterstützter <em>Sous-vide</em>-Kurs</a> – derzeit leider auch nur in englischer Sprache verfügbar, aber dank <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-NC-SA</a>-Lizenz könnte auch das sich noch ändern.</li>
<li>Nie fertiggestellt wurde leider Dave Arnolds <a href="http://cookingissues.com/primers/sous-vide/part-i-introduction-to-low-temperature-cooking-and-sous-vide/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Low-Temperature and Sous-Vide Primer</em></a>. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die bestehenden Kapitel. Aktueller als sein <em>Blog</em> <em>Cooking Issues</em> ist die <a href="https://heritageradionetwork.org/series/cooking-issues" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gleichnamige Radiosendung auf <em>Heritage Radio Networks</em></a>, die als <em>Podcast</em> zur Verfügung steht (<a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/cooking-issues/id380317598" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch im <em>iTunes-Store</em></a>).</li>
<li>Und dann wäre da natürlich noch der Diskussionsstrang, mit dem alles begonnen hat: <a href="https://forums.egullet.org/index.php?act=findpost&amp;pid=527254" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Sous Vide: Recipes, Techniques, &amp; Equipment</em> auf eGullet.org</a>. Seit 2004 wird hier leidenschaftlich und meist auf hohem fachlichem Niveau über <em>sous-vide</em> debattiert. Auch Nathan Myhrvolds <em>opus magnum</em>, <em>Modernist Cuisine</em>, nahm hier seinen Ausgang. Mittlerweile mußte der <em>thread</em> aufgespalten werden, um die Foren-<em>Software</em> nicht zu überfordern. Um in den tausenden Nachrichten nicht vollends den Überblick zu verlieren, haben fleißige Moderatorinnen und Moderatoren die <a href="https://forums.egullet.org/topic/136274-sous-vide-index/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussionsthemen bis 2011 beschlagwortet und mit einem Inhaltsverzeichnis</a> versehen.</li>
</ul>
<h2>Auf toten Bäumen</h2>
<p>Ein <em>caveat</em> zu den gedruckten Werken: ich besitze keine deutschsprachige Literatur zum Thema. Die amerikanischen Autoren waren schneller und spätestens nach <em>Modernist Cuisine</em> war mein Bedarf an Basiswissen dann einfach gedeckt. Generell habe ich mir zum <em>Sous-vide</em>-Garen aber mehr aus den verlinkten Foren und Blogs angelesen, als aus Büchern. Was nicht heissen soll, daß sie nicht lesenswert wären.</p>
<ul>
<li>Eines der ersten allgemein verfügbaren (das heißt, nicht nur auf Spanisch oder Französisch erschienenen) Bücher zu <em>sous-vide</em> war <em>Under Pressure</em> von Thomas Keller. Neben einigen wunderschönen Photographien (beim Titelbild handelt es sich übrigens um Rhabarber) enthält es eine Reihe von sehr guten, modernistisch präsentierten Rezepten. Leider haben sich im Text wohl die Rechtsanwälte durchgesetzt – ich kann und will nicht glauben, daß Kellers Restaurant <em>French Laundry</em> Fleischstücke mit diesen Gartemperaturen serviert. Trotzdem würde ich es wohl wieder kaufen – allein schon wegen des Rezepts für Artischocken <em>barigoule</em>.</li>
<li>Douglas Baldwin habe ich ja schon weiter oben erwähnt. Wenn man sich mit dem Thema noch gar nicht befaßt hat, ist sein gedrucktes Buch <em>Sous Vide for the Home Cook</em> keine schlechte Investition, aber wer schon den <em>A Practical Guide to Sous Vide Cooking</em> gelesen hat, braucht es eigentlich nicht. Die wichtigen Tabellen gibt es ja <em>online</em>, die Rezepte sind halt eher auf die Kochgewohnheiten in US-amerikanischen Haushalten hin orientiert. Die Präsentation ist eher spartanisch, dafür ist der Preis niedrig.</li>
<li>Wer zumindest ansatzweise verstehen will, <em>warum</em> gewisse Küchentechniken funktionieren, kommt an <em>Modernist Cuisine</em> nicht vorbei. Das gilt natürlich besonders für das Kapitel zu <em>sous-vide</em> – denn eigentlich hat Nathan Myhrvold sein Projekt hauptsächlich deshalb gestartet, weil er mit der vorhandenen Literatur dazu nicht zufrieden war. Die Techniken sind solide recherchiert und getestet und lassen sich (was <em>sous-vide</em> anlangt) fast alle auch in Privatküchen einsetzen. (Gelegentlich muß man sich allerdings den flüssigen Stickstoff wegdenken und für die <em>plated recipes</em> sollte man eine Küchenbrigade einplanen.) Die Querschnittsphotographen/-graphiken sind atemberaubend und anschaulich zugleich, das separate <em>Kitchen Manual</em> in Ringbindung sollten sich andere Kochbücher abschauen.</li>
<li>Letztes Jahr ist dann mit <em>Modernist Cuisine at Home</em> quasi die abgespeckte Fassung für den Heimgebrauch. Anders als in <em>Modernist Cuisine</em> wird nicht stillschweigend eine Kammervakuummaschine vorausgesetzt – die Erklärungen zum Wie und Warum sind allerdings naheliegenderweise ebenfalls geschrumpft. Die Rezepte deutlich einfacher nachzukochen, die Techniken an sich ident. Bezüglich der Rezepte gibt es eine teilweise, aber nicht vollständige Überschneidung zum „Hauptwerk“ – insbesondere das Kapitel zu <em>custards</em> gibt es in <em>Modernist Cuisine</em> so nicht. Die Ausstattung ist eine Spur weniger luxuriös (der Schuber ist aus Karton statt Acrylglas), aber auch hier gibt es wieder das praktische <em>Kitchen Manual</em>. Wenn ich mich für eines der beiden Bücher entscheiden müßte, würde ich aber zur großen Ausgabe greifen.</li>
<li>Annähernd gleichzeitig mit MC@H erschienen, ist <em>Heston Blumenthal at Home</em> deutlich preisgünstiger. Auch hier gibt es Erklärungen zum Warum, allerdings deutlich kompakter und ohne umfangreiches Tabellenmaterial. Als Einführung in moderne Küchentechniken keine schlechte Wahl, das <em>Sous-vide</em>-Kapitel ist mit fünf Seiten aber recht kurz.</li>
</ul>
<p>Soweit eine kurze Bestandsaufnahme meiner häufig benutzten Quellen für alles, was mit <em>sous-vide</em> zu tun hat. Vielleicht findet irgendwann doch noch einmal das eine oder andere deutschsprachige Buch den Weg in meine Bibliothek (Heiko Antoniewicz würde mich interessieren) – im Fall des Falles werde ich die Liste natürlich ergänzen. Über Empfehlungen und eigene Erfahrungen mit den Büchern und Blogs würde ich mich jedenfalls sehr freuen!</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/sous-vide-tips/">Eine kleine Sous-vide-Bibliographie</a></p>
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