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		<title>Schlagwortarchiv für &#039;Kevin Hamminger&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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		<description>Was Küche und Keller hergeben.</description>
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	<title>Schlagwortarchiv für &#039;Kevin Hamminger&#039; - Der Mundschenk &amp; Compagnie</title>
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				<title>Bei Katharina Prato im Palais</title>
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				<pubDate>Sun, 27 Jul 2014 21:02:27 +0000</pubDate>
				<dc:creator>Der Küchenmeister</dc:creator>
						<category><![CDATA[Lokalbesuch]]></category>
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									<description><![CDATA[<p>Graz ist ein hartes Pflaster für die gehobene Gastronomie, das hatten wir schon bei der Brasserie Santner gesehen. Das 2011 eröffnete Prato im Palais hat das noch stärker zu spüren bekommen: Insolvenz im letzten Herbst, dazu wechselten die Küchenchefs in relativ kurzen Abständen. Keine guten Voraussetzungen für einen Lokalbesuch, könnte man meinen. Doch wenn einem [&#8230;]</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/prato-im-palais/">Bei Katharina Prato im Palais</a></p>
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											<content:encoded><![CDATA[<p></p><figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="media-credit-container wp-caption right width-300 size-medium icon-2"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-60883 size-medium" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-300x386.jpg" alt="Eine schwarze Schiefertafel mit den Öffnungszeiten des Prato im Palais" width="300" height="386" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-300x386.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-768x987.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-530x681.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-960x1234.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang-1060x1362.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/info-tafel-beim-eingang.jpg 1245w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px"><figcaption class="wp-caption-text"><span class="media-credit">Bild: <a href="https://mundschenk.at/author/pepe/">Der Küchenmeister</a> | mnd.sc</span></figcaption></figure>Graz ist ein hartes Pflaster für die gehobene Gastronomie, das hatten wir schon bei der <a title="Stefan Prieler verläßt die Brasserie Santner — (fast) ein Abschiedsessen" href="https://mundschenk.at/stefan-prieler-verlaesst-die-brasserie-santner/">Brasserie Santner</a> gesehen. Das 2011 eröffnete Prato im Palais hat das noch stärker zu spüren bekommen: Insolvenz im letzten Herbst, dazu wechselten die Küchenchefs in relativ kurzen Abständen. Keine guten Voraussetzungen für einen Lokalbesuch, könnte man meinen. Doch wenn einem eine kritische Genießerin wie Katharina Seiser von dem jungen, neuen Koch vorschwärmt, der dort jetzt das Ruder übernommen hat (ihren Text in der Süddeutschen Zeitung habe ich erst später zu Gesicht bekommen), dann ist das schon eine starke Empfehlung für Kevin Hammingers Küche.
<p>Bei unserem Besuch Anfang Mai war an ein Sitzen im Gastgarten leider noch nicht zu denken. Das Ambiente des Prato war dann trotz Vorwarnung ein wenig gewöhnungsbedürftig. Viel Samt in grau und violett, dazu großformatige Photographien von Schmuckstücken. Erste Assoziation: Hotel-Restaurant „Oligarchentraum“. (Auch bei den offenbar von Lavalampen inspirierten Wassergläsern weiß ich bis heute nicht, ob ich eher amüsiert oder irritiert sein soll. Aber das sind natürlich Nebensächlichkeiten.) Rasch brachte uns ein vermeintlicher Service-Mitarbeiter (inzwischen wissen wir: Geschäftsführer Michael Pech persönlich) die Speisekarte vorbei. „Danke, brauchen wir nicht“ – wir hatten uns ja schon im Netz informiert. Ob es möglich wäre, das Degustationsmenü so zu variieren, daß alle Gerichte der beiden kleinen …? Und die Weinbegleitung, die würden wir gerne teilen? Ja, beides kein Problem, gerne deklinierte man für uns die komplette Karte durch.</p>
<p>
</p><figure>
<img decoding="async" width="530" height="734" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/wasserglas-530x734.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Wasserglas mit Lavalampen-ähnlicher Ausstülpung im Boden">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/gruss-aus-der-kueche-hausgebeizter-forelle-und-avocado-gebackener-kalbskopf-mit-eingelegter-senfgurke-tapioka-chip-mit-beef-tatar-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Sauerteigbrötchen mit hausgebeizter Forelle und Avocado, gebackener Kalbskopf mit eingelegter Senfgurke, Tapioka-Chip mit Beef Tatar">
<img decoding="async" width="530" height="375" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/brotkiste-530x375.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Jourgebäck und Schüttelbrot in einer mit Heu gepolsterten Holzkiste">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/fruehlingserwachen-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Bärlauch, Polenta, Zanderbackerl, Buchenpilze, Wildkräuter und Blüten">
</figure>\n<br>
<span id="more-60853"></span>
<p>Noch vor dem obligaten Brotkorb (hier in Form einer mit Heu gepolsterten Brotkiste) begrüßte uns die Küche mit kleinen Häppchen: <em>Sauerteigbrötchen mit hausgebeizter Forelle und Avocado, gebackener Kalbskopf mit eingelegter Senfgurke, Tapioka-Chip mit Beef Tatar</em>. (Erinnerung: der Tapioka-Cracker hatte einen angenehmen Röstgeschmack und diente nicht nur als Texturkontrast.) Das <em>highlight</em> der Brotkiste ist eindeutig das papierdünne, knusprige Schüttelbrot in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Unser Favorit: schwarzer und weißer Sesam. Kurz darauf kam auch schon das erste Gericht: Ein weiterer Gruß aus der Küche in Form eines „Frühlingserwachens“ bestehend aus Saiblingsbackerl mit Bärlauchgelée und ‑staub sowie marinierten Wildkräutern, Buchenpilzen und Blüten. Falls jemand am Bild den Saibling vermißt: Der versteckte sich unter der Gelée-„Folie“. Weinbegleitung: <a href="http://web.archive.org/web/20130709180628/http://heapsgoodwine.wordpress.com:80/wines/2011-2/sivi-pinotpinot-gris/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sivi Pinot (Grauburgunder) 2011 von der <em>Heaps Good Wine Company</em></a> aus Slowenien.</p>
<h2>Vorspeisen</h2>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/katharina-prato-die-sueddeutsche-kueche-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Titelseite von &quot;Die Süddeutsche Küche&quot; von Katharina Prato in der 5. Ausgabe von 1865">
<img decoding="async" width="530" height="424" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/salzburger-seesaibling-erbse-blutwurst-530x424.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Salzburger Seesaibling, Erbse, Blutwurst">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/backhendl-sot-ly-laisse-murbodner-erdaepfel-petersilie-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Backhendl, Sot-l'y-laisse, Murbodner Erdäpfel, Petersilie">
</figure>\n
<p>Mit dem ersten Wein (der Cuvée „Grassnitzberg 54a“ von Erich &amp; Walter Polz) wurde uns auch eine sehr schön erhaltene 5. Ausgabe der „Süddeutschen Küche“ serviert. Der erste echte Gang: <em>Salzburger Seesaibling. Erbse. Blutwurst</em> für die Gärtnerin und <em>Backhendl. Sot-l’y-laisse. Murbodner Erdäpfel. Petersilie</em> für mich. Der Clou: Das Backhendl ist ein flüssiges. Leider gab’s nur zwei der außen knusprigen Kugeln, ich hätte für eine dritte gern ein Stück <em>sot-l’y-laisse</em> (angeblich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffenschnittchen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auch bekannt als Pfaffenschnittchen oder <em>oysters</em></a>, aber ich mußte dafür auch bei Wikipedia nachschlagen) abgegeben. Der durchaus traditionell abgemachte Erdäpfelsalat verbarg sich übrigens unter einer Petersilfolie, die grüne Crème stammte vom Kochsalat. Vom Saibling mit Erbse und Blunzn konnte ich leider nicht mehr als einen Kostlöffel ergattern, die Gärtnerin war aber als Minzliebhaberin mit der geschmacklichen Abstimmung sehr zufrieden.</p>
<h2>Zwischengang</h2>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/essenz-vom-almo-dotter-vom-herk-ei-knoedel-sherry-i-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Der Dotter vom Herk-Ei, der Knödel und der Sherry warten im leeren Teller auf die Essenz vom Almo">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/essenz-vom-almo-dotter-vom-herk-ei-knoedel-sherry-ii-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Consommé wird in einen Teller mit Einlagen eingeschenkt.">
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/essenz-vom-almo-dotter-vom-herk-ei-knoedel-sherry-iii-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Essenz vom Almo, Dotter vom Herk-Ei, Knödel, Sherry">
</figure>\n
<p>Als zweiten Gang gab es für uns beide die <em>Essenz vom Almo. Dotter vom Herk-Ei. Knödel. Sherry</em>. Sehr <em>straight</em>, sehr klassisch. Die <a href="https://www.diepresse.com/1547505/die-testerinnen-prato-im-palais" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Restaurantkritikerinnen der Presse haben sie geliebt</a>, mir war sie im Vergleich zu den anderen Gängen fast zu klassisch. Angesichts der gebotenen Klasse aber ein Jammern auf verdammt hohem Niveau. Begleitwein: <a href="https://web.archive.org/web/20220126210337/http://www.lastanzadelvino.it/2010/09/13/lestro-2006-di-casa-caterina/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„L’Estro“ von Casa Catarina</a>.</p>
<h2>Fisch &amp; Fleisch I – Fisch</h2>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/flusskrebs-schweinsbackerl-semmelkren-sauerkraut-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Flußkrebs, Schweinsbackerl, Semmelkren, Sauerkraut">
<img decoding="async" width="530" height="428" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/erde-und-graefin-530x428.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Je eine Flasche &quot;Erde&quot; und &quot;Gräfin&quot; des Jahrgangs 2011 vom Weingut Muster in Leutschach">
</figure>\n
<p>Weiter ging es mit Gang drei, nämlich zweimal <em>Flußkrebs. Schweinsbackerl. Semmelkren. Sauerkraut</em>, dazu zweimal Sepp Muster. Michael Pech kredenzte uns nämlich zum Vergleich <a href="https://web.archive.org/web/20140904105513/http://www.weingutmuster.com:80/fileadmin/redakteure/weine/Erde.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Erde“</a> und <a href="https://web.archive.org/web/20140904104021/http://www.weingutmuster.com:80/fileadmin/redakteure/weine/Gr%C3%A4fin.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Gräfin“</a> (jeweils Jahrgang 2011). Vielleicht freunde ich mich mit <em>orange wines</em> doch noch an? Wobei mir die Gräfin dann um ein Alzerl besser gemundet hat. Die am Papier doch ein bisserl seltsam anmutende Kombination aus Flußkrebs, Semmelkren und Sauerkraut(-saft) war am Teller übrigens eines der ganz, ganz großen Gerichte dieses an Höhepunkten nicht armen Abends.</p>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="wp-caption alignleft width-530 size-large icon-3"><a href="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-60869 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-530x298.jpg" alt="Branzino, Pistazie, Variation vom grünen Apfel" width="530" height="298" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-530x298.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-300x169.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-768x432.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-960x540.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel-1060x596.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/branzino-pistazie-variation-vom-gruenen-apfel.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"></a><figcaption class="wp-caption-text">Branzino, Pistazie, Variation vom grünen Apfel</figcaption></figure>
<p>Auf gleichem Niveau Gang Nr. 4, <em>Branzino. Pistazie. Variation vom grünen Apfel</em>. Pistaziencrème pikant? Mhm… mmmmm! Eine Reminiszenz an die österreichischen Küstenlande und ja, an den steirischen Apfel, verriet uns der Service. So gesehen paßt dann auch der <a href="https://web.archive.org/web/20171006224600/http://www.stuehrk.de:80/unser-sortiment/vegetarischer-caviar-ersatz/kuesten-caviar-ersatz-200g" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Küstenkaviar</a>. Auf Nachfrage gab uns die Küche dann auch noch das Geheimnis des unglaublich intensiven Apfelherzens preis: eine einreduzierte Essenz aus Apfelschalen. Dazu: Grüner Veltliner 2009 vom Nikolaihof.</p>
<h2>Erfrischung</h2>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/kokos-ananas-rum-pina-colada-bubbles-i-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kokos, Ananas, Rum, Piña Colada Bubbles">
<img decoding="async" width="530" height="424" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/kokos-ananas-rum-pina-colada-bubbles-ii-530x424.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Der Kern des Desserts: Kokoseis, Rumgelée">
</figure>\n
<p>Als nächstes folgte quasi das Überraschungsei des Menüs: Kokoseis und Ananasgelée verbargen sich unter einem Berg von <em>Piña Colada bubbles</em>. Primär wurde natürlich unser Spieltrieb bedient, als Zwischengang zur Erfrischung paßte das aber gut so (ebenso wie der dazu servierte Wiener Gemischte Satz „Erinnerungsgarten“ von Lenikus).</p>
<h2>Fisch &amp; Fleisch II – Fleisch</h2>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="424" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/weizer-berglamm-artischocke-spargel-roestzwiebel-mit-sauce-530x424.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Weizer Berglamm, Artischocke, Spargel, Röstzwiebel mit Sauce">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/tafelspitz-kalbsbeuscherl-dotter-ravioli-gaenseleber-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Tafelspitz, Kalbsbeuscherl, Dotter-Ravioli, Gänseleber">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/angeschnittener-dotter-raviolo-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Tafelspitz und Kalbsbeuscherl mit einem angeschnittenen Dotter-Raviolo">
</figure>\n
<p>Der Fleischgang (das war dann der sechste, falls wer mitzählt) wieder getrennt: Einmal <em>Weizer Berglamm. Artischocke. Spargel. Röstzwiebel</em>, einmal <em>Tafelspitz. Kalbsbeuscherl. Dotter-Ravioli. Gänseleber</em> (mittlerweile hatten wir uns auf einen Halbzeittausch geeinigt – ein Kostlöffel reichte einfach nicht). Beim Wein sahen wir erstmals rot, einen Blaufränkisch von Wachter-Wiesler nämlich (der Jahrgang war leider nicht mehr zu eruieren). Das Lamm geradezu prototypisch <em>sous-vide</em> gegart, rosa von Rand zu Rand. Die Röstzwiebeln würzig und vielleicht etwas auf der sehr salzigen Seite (wohl aufgrund der Zubereitung unter einer Salzkruste).</p>
<p>Beim Kalbstafelspitz mit ebensolchem Beuschel und Gänseleber (ungestopft, aber das weiß ich jetzt nur von Katharina) konnte man sich nicht einmal über solche Petitessen beklagen. In sich stimmig, wunderbar. (Zum Teilen wär natürlich noch ein zweiter Dotter-Raviolo fein gewesen, weil ich wirklich nur sehr, sehr ungern davon einen Bissen für die Gärtnerin übrigließ, aber das läßt sich nur auf sehr verschlungenen Wegen der Küche anlasten ;-)<br>
​)</p>
<h2>Käse &amp; Nachspeise</h2>
<figure itemprop="image" itemscope itemtype="https://schema.org/ImageObject" class="wp-caption alignleft width-530 size-large icon-2 icon-4"><a href="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-60877 size-large" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-530x353.jpg" alt="Steirerkäse, Bärlauch, Kernöl" width="530" height="353" srcset="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-530x353.jpg 530w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-300x200.jpg 300w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-768x512.jpg 768w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-960x640.jpg 960w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel-1060x707.jpg 1060w, https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/steirerkaese-baerlauch-kernoel.jpg 1600w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px"></a><figcaption class="wp-caption-text">Steirerkäse, Bärlauch, Kernöl</figcaption></figure>
<p>Käse schließt den Magen? Im Prato nicht. Als Gang Nr. 7 kamen <em>Steirerkäse. Bärlauch. Kernöl</em> in unterschiedlichen Texturen (den Bärlauchstaub kannten wir ja schon vom Frühlingserwachen) daher und vermischten sich gar wohlgefällig. Drei oft dominante Geschmäcker, aber auch hier war das Ganze mehr als die Summe seiner Teile. (Der „XLOVE“ Welschriesling TBA 2006 von Ewald Zweytick hielt sich tapfer.)</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="530" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/sellerie-hornig-kaffee-roestung-vielfalt-von-der-steirer-milch-530x530.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Sellerie, Hornig-Kaffee-Röstung, Vielfalt von der Steirer Milch">
<img decoding="async" width="530" height="398" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/der-faelscherskandal-schokolade-miso-zitrus-530x398.jpg" class="attachment-large size-large" alt="&quot;Der Fälscherskandal&quot;: Schokolade, Miso, Zitrus">
</figure>\n
<p>Vom Süßwein zu den Süßspeisen war’s dann nicht weit. Ich begann mit dem „Fälscherskandal“: <em>Schokolade. Miso. Zitrus</em>. Michael Pech lieferte uns noch die Erklärung zum Namen des Desserts – irgendwann im 19. Jahrhundert gab es in Graz einen großen Skandal um Münzfälschungen. (Zum Glück wurden keine Zitrusfrüchte gefälscht, da wär hier was los gewesen!) Mir war’s trotz Zitrusfrische etwas zu süß-schokoladig (Schokoladendesserts sind generell nicht meine Sache), aber damit genau richtig für die Gärtnerin. Mehr Freude hatte ich an der verbliebenen Hälfte von <em>Sellerie. Hornig-Kaffee-Röstung. Vielfalt von der Steirer Milch</em>. Wahnsinn! Fein kandierter Sellerie, knusprig und bitter zugleich die Kaffeekekse, dazu das cremige Milcheis. In der Art bitte gerne mehr! (Falls es wer nicht bemerkt haben sollte: Diese Nachspeise war für mich das dritte <em>highlight</em> des Abends.) Weinbegleitung: Sauvignon Blanc Reserve 2004 von Potzinger.</p>

<figure>
<img decoding="async" width="530" height="707" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/kevin-hamminger-530x707.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Kevin Hamminger">
<img decoding="async" width="530" height="353" src="https://mundschenk.at/wp-content/uploads/sites/6/2014/07/rharbarber-in-textur-mit-multivitamin-eis-und-campari-kristallen-530x353.jpg" class="attachment-large size-large" alt="Rharbarber in Textur mit Multivitamin-Eis und Campari-Kristallen">
</figure>\n
<p>Das Lokal hatte sich mittlerweile bis auf zwei Damen am Nebentisch weitestgehend geleert. (Einschub: Ich versteh die Grazerinnen und Grazer echt nicht. So rasend viele wirklich gute Lokale gibt es in der Stadt ja nicht und dann geht ausgerechnet am Samstag niemand essen?) Da fand dann auch der Küchenchef Muße für einen kurzen Plausch. Neben der Erfüllung des obligatorischen Photo-Wunsches (Bloggerinnen und Blogger sind da oft etwas lästig ;) ) klärte er gleich einen Irrtum aus dem Service auf: Nein, <em>sous-vide</em> würde nur das Lamm gegart, für den Seesaibling beim ersten Gang reiche die Wärmelampe im Paß. Vor lauter plaudern über die Herstellung von Campari-Kristallen wäre mir fast das statt <em>petits fours</em> Multivitamin-Eis zergangen (<em>Rhar­bar­ber in Tex­tur mit Multivitamin-​Eis und Campari-​Kristallen</em>). Aber nur fast!</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Ich fürchte ja, es ist ein Zeichen des Alterns, wenn man erwähnt, wie jung jemand ist, der oder die etwas wirklich gut kann. Also: Kevin Hamminger ist 23 und kocht echt super. Nein, das Prato ist natürlich kein Wirtshaus für jeden Tag – dazu wechselt auch die Karte zu selten. (Nominell: vierteljährlich, der Wechsel auf die Sommerkarte fand aber erst Mitte Juli statt.) Und <em>à la carte</em> braucht man in dieser Liga sowieso nicht essen gehen. Also eher etwas für besondere Anlässe.</p>
<p>Für zwei Personen kamen wir für zwei Degustationsmenüs, eine geteilte Weinbegleitung, zweimal Apéritif und Nebengeräusche (Mineralwasser, Gedeck) auf knapp 300 Euro. War es das wert? <em>Hell, yeah!</em> Neben der Küche muß ich an dieser Stelle nämlich auch noch die von Michael Pech zusammengestellte Weinbegleitung hervorheben: Das war mit deutlichem Abstand die spannendste zumindest des letzten halben Jahres. Wir freuen uns schon auf die Sommerkarte und den Gastgarten. Ein passender Anlaß wird uns bis zum Ende des Betriebsurlaubs am 12. August sicher noch rechtzeitig einfallen ;-).</p>
<p><a href="https://mundschenk.at/prato-im-palais/">Bei Katharina Prato im Palais</a></p>
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